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Barocker Winzerzug in Radebeul mit 400 Feiergästen

Barocker Winzerzug in Radebeul mit 400 Feiergästen

Eröffnet durch die sächsische Weinkönigin Franziska Spiegelberg, haben die Radebeuler und ihre Gäste am Wochenende das historische Weinfest Hoflößnitz gefeiert.

Von Nadine Steinmann

Ein abwechslungsreiches Bühnenprogramm mit Jazzmusik, dem Lößnitzchor Radebeul und Waldfriede Hartmann mit "Nichtig- und Wichtigkeiten den Weinfreunden mitgeteilt von der Schank- und Weinmagd" sorgten für kulturelle Unterhaltung. Außerdem konnten Kinder sich auf dem historisches Karussell oder der Bastelstraße vergnügen, während die Erwachsenen über den historischen Handwerkermarkt schlenderten.

Der eigentliche Fest-Höhepunkt begann am Sonntag um 11 Uhr: Mit einem Kanonenschuss startete am Parkplatz der Pestalozzistraße die zweite Auflage des Winzerzuges mit 15 Pferden, zwei Ochsen, einem Esel, acht Kutschen und Karren sowie fünf Musikgruppen und über 400 Mitwirkenden in Richtung Landesbühnen, wo sie einmal um die Bahnhaltestelle herumzogen. Danach ging es entlang der Lößnitzgrundstraße über die Weinbergstraße zum Weingut Hoflößnitz.

Entlang der 2,5 Kilometer langen Strecke hatten sich rund 20 000 Schaulustige versammelt, die fröhlich den barocken Figuren zuwinkten. Viele Zaungäste schlossen sich dem Zug spontan an.

Zum ersten Mal wurde der Winzerzug im vergangenen Jahr auf die Beine gestellt. Jörg Hahn, der Geschäftsführer der "Stiftung Hoflößnitz", hatte die Idee, die Tradition eines Winzerzuges wieder aufleben zu lassen. "Das wichtigste damals war es, den Winzerzug überhaupt stattfinden zu lassen. In diesem Jahr haben wir Wert auf Qualität gelegt", erklärt der Initiator. Als Vorbild diente eine Lithografie des Radebeuler Malers Moritz August Retzsch, der darauf den Winzerzug Radebeul aus dem Jahr 1840 verewigt hatte. "Uns ist eine originalgetreue Nachbildung gelungen", erzählt Hahn stolz.

Begeistert von dem detailgetreuen Umzug war zum Beispiel auch der Radebeuler Festbesucher Horst Penter: "Es war unglaublich. Meine Hochachtung für den Veranstalter."

Integriert in den Winzerzug waren insgesamt 25 Bilder vom "Barocken Hofstaat" über den "Herbst", "Amor auf dem Fasse", die "Kalebstraube" - die in diesem Jahr immerhin 45 Kilogramm wog - und schlussendlich das "Volk". Sämtliche Kostüme wurden eigenhändig von der Kreativwerkstatt Dresden geschneidert. Finanzielle Unterstützung bekamen die Veranstalter unter anderem von der Stadt Radebeul. 70 Prozent der Kosten sammelte das dreiköpfige Organisationsteam durch Spenden ein.

Doch Jörg Hahn strebt noch viel mehr an und hat sich für 2015 Großes vorgenommen: "Ich habe eine Vision. 2015 feiern wir 300 Jahre Winzerumzug. Dann will ich den größten Umzug auf die Beine stellen, den es je gab", verrät der 51-Jährige. Dazu muss er mindestens 50 Bilder und 1000 Beteiligte zusammen bekommen. Seine Idee: "Ich will alle 13 Anbaugebiete Deutschlands mit einem Bild repräsentieren." Auch Städte wie Dresden, Meißen und Pirna will er integrieren. Die Planungen dazu haben bereits begonnen. Im nächsten Jahr soll eine Arbeitsgruppe gegründet werden.

Aus den Dresdner Neuesten Nachrichten vom 08.10.2012

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