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Bald Baufreiheit für neue S 177bei Bonnewitz

Bald Baufreiheit für neue S 177bei Bonnewitz

Die Ortsumfahrung für Pirna-Bonnewitz rückt näher. "Wir erwarten den Planfeststellungsbeschluss täglich", sagt Holger Wohsmann, Leiter des Straßenbauamts Meißen-Dresden.

Pirna. Von Silvio Kuhnert

Mit der Genehmigung der Landesdirektion Dresden ist das Baurecht für ein weiteres Stück der neuen S 177 hergestellt. Zurzeit führt die Staatsstraße noch zweispurig über Pflastersteine und durch eine Tempo-30-Zone mit Blitzern durch die Ortschaft. In Richtung Wünschendorf schließt sich bergauf eine scharfe Spitzkurve an - der Unfallschwerpunkt im Landkreis Sächsische Schweiz-Osterzgebirge. An keiner anderen Stelle kracht es so oft. Nach dem Bau der Ortsumgehung ist das Nadelöhr in Bonnewitz samt Gefahrenstelle passé. Vierspurig soll eines Tages die S 177n östlich an dem Ortsteil vorbeiführen.

Die Wartezeit auf das Baurecht hat das Straßenbauamt nicht untätig verstreichen lassen. Parallel zum Verfahren bei der Landesdirektion bereitete das Team von Wohsmann die Fällarbeiten vor. Ab Mitte Januar bis Ende Februar kommen Kettensägen zum Einsatz. Holzfäller schaffen Baufreiheit sowohl links und rechts der S 177 ab der Kreuzung nach Jessen bis knapp vor dem Ortseingang von Bonnewitz. Außerdem wird der Weg für die neue Trasse frei geschnitten. Die führt einmal hinter Herzogs Weinberg über den Bonnewitzer Grund und am Vogelberg vorbei. Vor Wünschendorf mündet das neue Teilstück wieder auf den alten Verlauf der Staatsstraße.

Den Eingriff in den Forstbestand hat sich der Straßenbauamtsleiter nicht leicht gemacht. Die Notwendigkeit liegt aber im jetzigen Straßenverlauf begründet. Zum einen sorgen die Laster auf der Pflasterstraße für großen Lärm im Ort. Zum anderen soll der Verkehr künftig flüssiger und leichter fließen. Das Straßenbauamt hat nicht nur die Voraussetzungen für die Fällarbeiten jetzt geschaffen, weil sie während der Vegetationszeit von März bis September verboten sind. "In Ausnahmefällen sind sie auch in dem Zeitraum möglich", informiert Wohsmann. Von Sonderregelungen wollte er nicht Gebrauch machen, um "den Schaden in der Natur so gering wie möglich zu halten" und die im Wald und den Bäumen lebenden Tieren bei der Aufzucht ihres Nachwuchses nicht zu stören.

Den Baumbestand und jeden Strauch hat das Straßenbauamt detailliert bilanziert. "Als Kompensation wird ein neuer Wald in ähnlicher Form und Größe angepflanzt", versichert Wohsmann. Da die Umgebung um Bonnewitz reich an Forst ist, entsteht ein neuer Wald bei Diera-Zehren. Des Weiteren werden die Fällungen zum Schutz seltener Baumbewohner von Artenschutz-Experten begleitet.

Die Finanzierung des Baus der Ortsumfahrung ist gesichert. Sie bleibt fester Bestandteil des überarbeiteten Verkehrswegeplans des Landes. Für das Bauvorhaben sind rund 38 Millionen Euro veranschlagt. Knapp 75 Prozent der Baukosten werden aus Mitteln des "Europäischen Fonds für regionale Entwicklung" (EFRE) gespeist.

Aus den Dresdner Neuesten Nachrichten vom 23.12.2011

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