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Balanceakt in luftigen Höhen - Das Landcruising-Team scheut bei der Trendsportart "Highlines" keinen Abgrund

Balanceakt in luftigen Höhen - Das Landcruising-Team scheut bei der Trendsportart "Highlines" keinen Abgrund

Waghalsig, abenteuerlustig oder einfach nur verrückt? Neugierig schauen Wanderer am Großen Schrammtor hinauf. Am Gipfel des Schrammtorwächters wird ein langes Gurtband an einem dünnen Seil über dessen Nordwand hoch gezogen.

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Felix Maul balanciert in 55 Metern Höhe vom Gipfel des Südlichen Osterturms zum Schrammtorwächter.

Quelle: Mike Jäger

"Was machen die denn da?", fragt ein älteres Ehepaar. "Wir spannen ein Seil zwischen den Gipfeln und wollen dann darüber balancieren", antworten Felix Maul und Damian Jörren. Die jungen Männer gehören zum Landcruising-Team aus Dresden, einer eingeschworenen Gemeinschaft von rund zehn Leuten. Und am Schrammstein sind sie voll in Aktion.

Das Landcruising-Team besteht aus Kletterern, die hauptsächlich im Elbsandsteingebirge unterwegs sind. Ihr zweites Hobby neben dem Bergsteigen ist das Slackleinen. Das ist eine Trendsportart, und das Wort "slack" kommt aus dem Englischen und bedeutet locker, schlaff und bezieht sich auf ein lose gespanntes Band. In Parks und auf Spielplätzen ist dieses Freizeitvergnügen vielfach anzutreffen. Junge Leute spannen das Band zwischen Bäumen kurz über dem Erdboden und balancieren darauf. Hängt der Strang in größeren Höhen, heißt die Sportart High-lines.

Der Aufwand, um das Seil zwischen den Felsen zu spannen, ist enorm. Über vier Stunden hat es gedauert, bis die Strecke zwischen Südlichem Osterturm und Schrammtorwächter eingerichtet war. Dabei legen die Landcruiser viel Wert auf eine absolut felsschonende Installation. Alle Befestigungsschlingen sind mit Schutzmänteln und Decken abgepolstert. Sicherungsringe und Abseilösen an den Gipfeln werden nicht belastet.

Die sächsische Ethik, die beim Klettern gilt, hat sich das Team auch beim Highlinen auf die Fahnen geschrieben. Tabu sind zum Beispiel Strecken zu Klettergipfeln von Felsriffen aus, die im Nationalpark aus Naturschutzgründen gesperrt sind. Gelaufen wird nur von frequentierten Aussichtspunkten aus, oder, wie hier im Schrammtor, zwischen zwei Gipfeln, ohne jedoch den normalen Kletterbetrieb zu beeinträchtigen.

Die Strecke übers Große Schrammtor ist das bisher anspruchsvollste Projekt des Landcruising-Teams im Elbsandsteingebirge. 43 Meter misst die Distanz zwischen Südlichem Osterturm und Schrammtorwächter. Der Höhenunterschied zwischen Seil und Erdboden beträgt 55 Meter.

Die Highline ist nicht nur die anspruchsvollste, sondern auch die schönste, die die Mannschaft bislang gemeistert hat. Spät am Abend gelingt der durchgehende Balanceakt. Atemberaubend ist der Blick übers weite Elbtal. Der Gipfel des Schrammtorwächters, matt angeleuchtet im letzten Tageslicht, übt eine faszinierende Anziehungskraft aus. Und unten ist die saugende, dunkle Tiefe des Schrammtors. Gesichert mit einem Seil wagen Felix Maul und Damian Jörren den Tanz auf dem Drahtseil und laufen von Fels zu Fels über dem Abgrund.

DNN / Mike Jäger

Aus den Dresdner Neuesten Nachrichten vom 16.08.2012

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