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Bahnübergang ohne Weg: Schildbürgerstreich oder Sturm im Wasserglas?

Gelenau bei Kamenz Bahnübergang ohne Weg: Schildbürgerstreich oder Sturm im Wasserglas?

In den letzten Wochen rauschte der Name Gelenau durch den Blätterwald: Im Zusammenhang mit einem vermeintlichen Schildbürgerstreich, so krass, dass er dem Bund der Steuerzahler unangenehm auffiel.

Der Bahnübergang über den (künftigen) Radweg bei Gelenau wirkt deplatziert, soll aber noch eine Funktion erhalten
 

Quelle: Uwe Menscher

Gelenau/Kamenz.  Wenn der ländliche Kamenzer Stadtteil Gelenau überregionale Aufmerksamkeit erfährt, dann liegt das zumeist an den Radballern der SG Lückersdorf-Gelenau, zuletzt, als diese den Aufstieg in die zweite Bundesliga perfekt machten. In den letzten Wochen rauschte der Name Gelenau aber auch noch aus einem anderen Grund durch den sächsischen Blätterwald: Im Zusammenhang mit einem vermeintlichen Schildbürgerstreich, so krass, dass er dem Bund der Steuerzahler unangenehm auffiel.

Dabei geht es um einen nach den neuesten Standards ausgebauten Übergang über die Bahnstrecke zwischen Kamenz und Pulsnitz. Schranken, Blinklicht – alles ist vorhanden. Nur ein Weg, auf dem die möglichen Nutzer den Übergang erreichen können, fehlt. Für die Wächter über den sinnvollen Verbleib der Steuergelder ein klarer Fall: Hier handelt es sich um einen „Schildbürgerstreich besonderer Art.“

Berechtigte Kritik oder nur ein Sturm im Wasserglas? Für Michael Reißig, den Leiter des Tiefbauamtes des Landkreises Bautzen, eher letzteres. „Der Bahnübergang ist für den geplanten Radweg an der S 95 gedacht“, erklärt er. Im Zuge der Funktionalreform sei dieses Bauvorhaben an das Landesamt für Straßen und Verkehr (Lasuv) abgegeben worden. Der erste und zweite Bauabschnitt des Radweges seien mittlerweile fertiggestellt; für den dritten – zu dem auch der Übergang gehört – und den vierten Abschnitt seien Planfeststellungsverfahren erforderlich, die derzeit laufen. Und auch, wenn der Bahnübergang derzeit noch etwas einsam in der Landschaft steht: „Der Radweg wird kommen“, wie der Amtsleiter klarstellt. Und dann erhält auch der Bahnübergang eine sinnvolle Funktion. Zusätzliche Kosten seien mit dem vorzeitigen Bau, der im Zuge des Straßenausbaus der S 95 erfolgte, nicht verbunden.

Die Radwegverbindung entlang der Staatsstraße 95 hat in der Radverkehrskonzeption des Freistaates Sachsen die höchstmögliche Priorität erhalten. Bei der letzten Verkehrszählung waren innerhalb von 24 Stunden 9000 Fahrzeuge mit einem Schwerlastanteil von vier Prozent festgestellt worden. Zwischen 2005 und 2015 ereigneten sich sechs Unfälle mit Beteiligung von Radfahrern.

Von Uwe menschner

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