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Bahn und B172 machen den größten Krach - Tausende Pirnaer leiden unter zu viel Lärm

Bahn und B172 machen den größten Krach - Tausende Pirnaer leiden unter zu viel Lärm

Die Bahn ist der Krachmacher Nummer eins in Pirna. Rund 2800 Menschen sind ganztägig Pegeln von 55 Dezibel ausgesetzt, was nicht nur Gespräche oder Telefonate stört, sondern ihnen auch einen ruhigen Schlaf raubt.

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Quelle: dpa

Rund 320 von ihnen leiden sogar unter gesundheitsschädlichen Schienenlärm größer als 65 Dezibel, was zu Herz-Kreislauf-Erkrankungen wie Bluthochdruck führen kann. Das

geht aus dem aktuellen Lärmaktionsplan der Stadt hervor. Entlang der Hauptverkehrsstraßen ist die Situation nicht viel anders. Im Gegenteil: zwar sind hier nur 2490 Pirnaer von akutem Lärm betroffen.

Allerdings liegt die Zahl derer, die einem der Gesundheit abträglichen Krach ausgeliefert sind, tagsüber bei rund  680 und nachts sogar bei 750.Erhöhte Straßenlärmbelastungen treten im Stadtgebiet vor allem entlang der Bundesstraße 172 auf. Die Brennpunkte  liegen in den Bereichen Dresdner Str./Königsteiner Str. zwischenMaxim-Gorki-Straße und Ernst-Thälmann-Platz sowie Königsteiner  Straße/Schandauer Straße zwischen Ernst-Thälmann-Platz und Hohe Straße.Weitere  L Lärmschwerpunkte sind die Clara-Zetkin-Straße, die Einsteinstraße, die Rottwerndorfer Straße zwischen Clara-Zetkin-Straße und  alkmühlenweg,  die Maxim-Gorki-Straße sowie die Hauptstraße. Außerdem ist die Zehistaer Straße zwischen Aral- Tankstelle und Einsteinstraße im Lärmaktionsplan  aufgelistet.

Die Werte derLärmkartierung stammen hier allerdings noch aus Zeiten der kaputtenSchwarzdecke vor dem Bau des neuen  Kreisverkehrs.Beim Bahnlärm liegen die Hotspots auf der Altstädter Elbseite in den Quartieren an der Klosterstraße, dem Klosterhof, Am Zwinger, entlang der Langen Straße, in der Schiffstorvorstadt sowie in Nieder- und  Obervogelgesang.  Auf der Copitzer Seite sind vor allem die Bereiche Hauptplatz, Postaer Straßeund Oberposta betroffen. Den Lärmpegel im Straßenverkehr bestimmt neben hoher Geschwindigkeit insbesondere die Menge der Lkws im hohen Maße. „Im innerstädtischen Verkehr entspricht die Lärmemission von etwa 20 Pkw der Lärmemission eines Lkw“, erklärt Diplomingenieur Markus Zahn vom Ingenieurbüro  piekermann  GmbH Consulting Engineers. Das Dresdner Büro hat im Auftrag derStadt den Lärmaktionsplan erarbeitet.

Laut Zahn wird bei einer zulässigen Höchstgeschwindigkeit von 30 Kilometer pro Stunde durch die Reduzierung des Lkw-Anteils von 20 auf fünf Prozent eine Verringerung des Lärmpegels um 3,4 Dezibel erreicht. Für die Verwaltung lassen die Ergebnisse der Lärmaktionsplanung nur eine Schlussfolgerung zu: die Südumfahrung muss her. Das Vorhaben hat mit die höchste Priorität im Maßnahmekatalog des Lärmaktionsplans. Allerdings sind hier der Stadt die Hände gebunden. Sie ist auf die Bereitschaft von Land und Bund angewiesen. Der Handlungsspielraum ist ebenfalls gegenüber der Bahn sehr begrenzt. In die Umrüstung der Güterwaggons mit leiseren Bremssystemen müssen die Eisenbahnverkehrsunternehmen investieren.

Die Prüfung der Möglichkeit, im Bereich der Altstadt neu entwickelte niedrige Lärmschutzwände zu errichten, liegt in der Zuständigkeit des Eisenbahnbundesamtes und der DB Netz AG. Die Stadt kann nur bitten. Weitere Vorschläge zur  Lärmminderung lauten wie folgt: kurzfristig kann der Krach auf der Straße durch Tempolimits und den Einbau schalldichter Fenster gemindert werden. Mittelfristig ist der Lärm durch geräuschdämpfenden Asphalt und durch zusätzliches Grün am Straßenrand reduzierbar.  Abhilfe bringen auch Lärmschutzwände. Deren Bau beispielsweise entlang der S 177 in Höhe des Wohngebiets Birkwitzer-/ Otto-Gedlich-Straße ist allerdings derzeit nicht finanzierbar.

Silvio Kuhnert

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