Volltextsuche über das Angebot:

10 ° / 7 ° wolkig

Navigation:
Google+
Bahn mit eigener Lärmschutzbeauftragten - Reaktionen in Radebeul und Coswig fallen unterschiedlich aus

Bahn mit eigener Lärmschutzbeauftragten - Reaktionen in Radebeul und Coswig fallen unterschiedlich aus

Die Deutsche Bahn schafft sich eine Lärmschutzbeauftragte an. Zum 1. August übernimmt Ines Jahnel diese Funktion. Sprecher der Bahn in Leipzig bestätigten gestern entsprechende Medienberichte.

Zentrale Aufgabe der neu geschaffenen Position sei es, alle Aktivitäten zur Lärmminderung innerhalb des Konzerns zu bündeln und verbindliche Umsetzungsstrategien für alle Geschäftsfelder zu entwickeln.

Managerin Ines Jahnel ist 49 Jahre alt. Sie habe nach einer Ausbildung im Bereich der Nachrichtentechnik an der Ingenieurschule für Verkehrstechnik in Dresden studiert. Seit 1997 arbeitet sie im Personalmanagement, den Posten der Personalleiterin bei der Bahntochter DB Services GmbH übernahm sie 2007. "Sie hat viel Bahn-Erfahrung, verfolgt zudem mit Nachdruck und Diplomatie ihre Ziele", sagt Bahnvorstand Volker Kefer dazu. "Nun bekommt das Thema Lärmschutz eine neue Dynamik, die langfristig die Akzeptanz des Verkehrsmittels Bahn bei Anwohnern von Bahnstrecken sichert." Mit ihrer Ernennung setze die Bahn einen klaren Akzent auf das Unternehmensziel, bis 2020 den Schienenlärm im Vergleich zum Jahr 2000 bundesweit zu halbieren.

Dabei könne Ines Jahnel auf laufende Programme zur Zuglärmminderung aufbauen. Die Bahn nennt hier zum Beispiel die Umrüstung der Güterwagen auf sogenannte Flüsterbremsen.

Im Coswiger Rathaus erfuhr man über die DNN von dem neuen Posten. "Das ist eine gute Idee", heißt es dort. Es gebe reichlich zu tun. "Das Thema Lärmschutz ist für Coswig ein wichtiges Thema", so Sprecherin Ulrike Tranberg. "Immer wieder kommen Bürger deshalb auf uns zu, aber es steht nicht in unserer Macht, den Bahnlärm zu verringern." Ein Entwurf für den Lärmaktionsplan zeigte vor Kurzen auf, dass in Coswig an der Trasse Leipzig-Dresden rund 600 Bewohner von Bahnlärm betroffen sind.

In Radebeul werden auch Lärmdaten ausgewertet. Doch dem neuen Posten begegnet man im Rathaus mit Skepsis. "Eine Lärmschutzmanagerin mag ein Baustein zur Lösung sein, ist aber keine Lösung", sagt Oberbürgermeister Bert Wendsche (parteilos). "Wir haben in Deutschland mittlerweile für alles einen Beauftragten, sind wir deshalb aber bei der Problemlösung wirklich schneller?" Die Menschen erwarten "ehrliche Lösungen", wollen einbezogen werden, sagt Wendsche.

Aus den Dresdner Neuesten Nachrichten vom 27.07.2012

Skl

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Mehr aus Region News

Ob zur Entspannung, in der Mittagspause oder zum Spaß mit Freunden. Auf unserer Spieleseite können Sie wählen zwischen Denksport-, Geschicklichkeits-, Such- und Sportspiele. Jetzt gratis spielen im Spieleportal von DNN.de! mehr