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Bad Schandaus Luxushotel hat nach Hochwassersanierung den Probebetrieb aufgenommen

Elbresidenz empfängt wieder Gäste Bad Schandaus Luxushotel hat nach Hochwassersanierung den Probebetrieb aufgenommen

Drei Jahre nach dem verheerenden Hochwasser ist das Hotel Elbresidenz Bad Schandau wieder ans Netz gegangenen. Am Wochenende kamen die ersten Gäste. Neben dem Probebtrieb bis zur offiziellen Eröffnung am 26. August steht das Haus vor einer weiteren Herausforderung. Es muss seine fünf Sterne zurückerobern.

Hereinspaziert: nach drei Jahren Zwangspause ist das Luxushotel Elbresidenz in Bad Schandau wieder in Betrieb gegangen. Am Wochenende empfing Hotelchefin Andrea Kaminski die ersten Gäste.

Bad Schandau. Sonnabendvormittag – eine leicht nervöse Anspannung liegt in der Luft im Foyer des Hotel Elbresidenz in Bad Schandau. Während eine Putzfrau mit einem Wischautomaten noch einmal die Bodenplatten poliert, richten sich die Empfangsdamen und -herren die Krawatten oder die Kragen der Blusen. Die Kleidung soll perfekt sitzen, wenn nach fast drei Jahren Zwangspause die ersten Gäste die Lobby betreten. Rund 60 erwartet Hotelchefin Andrea Kaminski an diesem Tag.

Nachdem im Juni 2013 das Fünf-Sterne-Hotel in den Elbefluten versunken war, nimmt es nun wieder den Betrieb auf. „Wir befinden uns in der Pre-Opening-Phase“, betont die Chefin des Hauses mehrmals. Man kann es auch einfach Probebetrieb nennen. „Es muss erst einmal alles in Gang kommen, die Technik und die gesamten Abläufe müssen sich einspielen“, sagt Kaminski. Die große Eröffnung ist am 26. August geplant. Dann soll alles reibungslos funktionieren. Bis dahin konzentriert sich die Hotelchefin mit ihren rund 50 Mitarbeitern ausschließlich auf die Hotelgäste. Das Restaurant bleibt für Tagesbesucher und Ausflügler vorerst geschlossen.

In der ein oder anderen Ecke müssen Handwerker noch einmal ran. „Das Haus ist noch nicht fertig“, so Kaminski. So hängt beispielsweise die ein oder andere Kabelstrippe im großen Konferenzraum lose von der Decke. Der Tagungsbereich ist neu. Dafür wurde das ehemalige Restaurant „Viva vital“ geopfert. Denn auf Tagungsgäste möchte Kaminski den Fokus als neue Zielgruppe lenken. Wie vor der dem letzten verheerenden Hochwasser richten sich die Angebote des Hauses mit Spa-Bereich und den 207 Zimmern natürlich auch wieder an Wellness- und Aktivurlauber.

In den Wiederaufbau wurde viel investiert. Rund 12,5 Millionen Euro, die Hälfte Fördermittel, sind in das Haus geflossen, vor allem in die Verbesserung des Hochwasserschutzes. So wanderte die gesamte Elektro- und Technikanlage aus dem Keller nach oben unter das Dach. „Somit können die Pumpen länger laufen“, erläutert Kaminski. Denn mit Hochwasser müsse das Haus auch in Zukunft leben. Im Erdgeschoss hat man auf Parket- und textile Fußböden verzichtet, dafür Fließen verlegen lassen, die nach einer Überschwemmung sich einfach reinigen lassen. Das Kücheninventar besitzt Rollen und kann schnell in eine der oberen Etagen in Sicherheit gebracht werden. Auch wenn der Hochwasserschutz optimiert ist, eine erneute Flut wie 2013 „würde dem Haus nicht gut tun“, meint Kaminski.

Über ein Jahr war ungewiss, wie es mit dem Luxushotel, in dem schon Hollywoodstars wie Tom Hanks und Halle Berry eingekehrt waren, überhaupt weitergehen soll. Im Oktober 2014 hat den Gebäudekomplex am Marktplatz die Toskanaworld-Gruppe übernommen. Sie betreibt auch die Therme in unmittelbarer Nachbarschaft. Die Elbresidenz gehörte vorher einer Kapitalgesellschaft der Ostsächsischen Sparkasse Dresden. Das Bankhaus soll auf einem Verlust von knapp 20 Millionen Euro sitzen geblieben sein.

Die neue Hotelchefin möchte das Haus mehr für die Bevölkerung öffnen. So ist ein Flanieren durch den Garten auf der Elbterrasse nicht mehr nur den Hotelgästen vorbehalten. Mit dem Stadtmuseum Bad Schandau geht das Hotel eine Kooperation ein und baut eine kleine Ausstellung zum Ethnologen und Ehrenbürger Erich Wustmann auf. Des Weiteren wird ein Aktiverlebniszentrum mit Fahrradverleih und Outdoor-Agentur, die unter anderem Wanderungen und Kletterkurse vermitteln, im Bereich des ehemaligen Sendig-Restaurants öffnen.

Neben der Probephase steht dem Hotel eine weitere Herausforderung bevor. Es muss seine Sterne neu verdienen. Dafür wird in den kommenden Wochen eine Delegation des Hotel- und Gaststättenverbandes Dehoga erwartet. Bis 2018 soll das Luxushotel wieder fünf Sterne tragen. Schon jetzt findet die Hotelchefin lobende Worte für ihre Mitarbeiter. „Ich bin stolz auf meine Mannschaft, sie bringt Höchstleistung“, sagt Kaminski, die unter anderem noch Fachkräfte für Küche und Restaurant sucht.

Von Silvio Kuhnert

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