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"Baby Come Back" bis "Viva Bobby Joe" - Börse Coswig lud zu einer exzellenten Oldie Party

"Baby Come Back" bis "Viva Bobby Joe" - Börse Coswig lud zu einer exzellenten Oldie Party

Passenderweise sollten Rockbands, deren produktive bzw. erfolgreichste Zeit in den Golden Sixties - also mitten im 20. Jahrhundert - lag, vorwiegend die alten Ballhäuser von einst bespielen.

Die Börse in Coswig mit ihrem mehr als hundertjährigen Charme wäre ergo durchaus der richtige Ort für solch ein Treffen von Oldie-Bands gewesen. Doch alte Ballhäuser sind gewissermaßen unberechenbar, was die Bausubstanz betrifft. Denn im altehrwürdigen Saal der Börse hatte sich kurz vor dem Konzerttermin ein großes Stück der Deckenverkleidung gelöst und den Saal vorerst unbespielbar gemacht (DNN berichteten). Als Ausweich mieteten die Veranstalter die Aula des Coswiger Gymnasiums an.

Damit begaben sich Veranstalter, Publikum und Bands in einen hypermodernen Schulneubau, wie er garantiert in den Sixties noch nicht existiert hatte. Doch was soll's, alle - Publikum und Bands - akzeptierten den Ausweichort mit Humor. Denn Platz wie auch Akustik stimmten. Und schließlich kam es ja in erster Linie auf die Originale und damit auf die großen Hits jener Zeit an.

Die waren nebst ihrem Moderator allesamt in Coswig angereist. Letzterer entpuppte sich als ein alter Bekannter aus der DDR-Rock-, Pop- und Diskoszene jener Jahre. Denn es war niemand Geringeres als Jürgen Karney, dessen Gesicht und dessen Name als Moderator für eben jenes Milieu in den 1980er Jahren in der DDR stand. Als solcher kannte und kennt er sich natürlich auf dem Musikmarkt jener Zeit bestens aus.

Und so enthielt seine Moderation auch allerhand interessante bzw. wenig bekannte Infos zu den jeweiligen Bands bzw. Solisten. Wie z.B. zu Barry Ryan, dessen Name längst vergessen schien. In Coswig aber bewies der inzwischen 68-Jährige, dass seine Stimme immer noch ausreichend Power hat und dass sich auch seine Show heute noch sehen lassen kann. Wenngleich neben seinem größten Hit "Eloise" alles andere ein wenig verpuffte. So wie bspw. der Schlager "Zeit macht nur vor dem Teufel halt!"

Die Aufmerksamkeit des Publikums aber galt sowieso in erster Linie den Bands jener Zeit. Denn die spielten haargenau die Musik, mit der das Gros der Besucher aufgewachsen ist. Musik wie man sie zum Beispiel von der 1977 gegründeten britischen Band Racey kennt. Da konnte vor allem das recht zahlreich vertretene etwas reifere Publikum bei "Lay Your Love On Me" , bei "Boy oh Boy" oder bei "Some Girls" schon lautstark mitsingen.

Richtige Power aber schafften dann Herman's Hermits (1964 im britischen Manchester gegründet), die in den 1960er Jahren zu den angesagtesten Bands überhaupt zählten. Die Hits purzelten damals wie am Schnürchen; "No Milk Today"; "Dandy"; Sunshine Girl" und viele andere mehr. Sie haben erstaunlicherweise die Zeiten unbeschadet überdauert und sind heute immer noch hörenswert. Peter Blair und Keith Hapwood - die Sänger der Band - animierten ihr Publikum gar zum Tanzen.

Das schaffte auch die im Jahre 1956 von den aus Jamaica stammenden Zwillingsbrüdern Dervin und Lincoln Gordon gegründeten Equals, deren Musik sich an die eines Bob Marley anlehnt. "Viva Bobby Joe"; "Softly, softly" und "Green Light" gehören zu den heute noch bekannten Ohrwürmern der Band.

Für runde zweieinhalb Stunden tauchte das Coswiger Publikum ab in jene aufregenden Jahre der Sixties und Seventins. Und als die anfänglichen Hemmungen verschwunden waren, wollte man mittanzen. Die Aula des Gymnasiums erwies sich dafür als ein wahrhaft guter Ort.

Aus den Dresdner Neuesten Nachrichten vom 09.02.2015

Wolfgang Zimmermann

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