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BIWAK im Elbsandsteingebirge

Wanderhütte BIWAK im Elbsandsteingebirge

Für die Architekturstudenten Farhad Babayev und Léa Wassong von der TU Dresden geht ein Traum in Erfüllung. Ein von ihnen entworfenes Haus wird noch während ihres Studiums gebaut – in lebensechter Größe. Möglich macht das ein gemeinsames Projekt des Lehrstuhles für Hochbaukonstruktion und Entwerfen und des Sachsenforst.

Farhad Babayev und Léa Wassong präsentieren ihre moderne BIWAK-Hütte
 

Quelle: Sachsenforst

Dresden.  Für die Architekturstudenten Farhad Babayev und Léa Wassong von der TU Dresden geht ein Traum in Erfüllung. Ein von ihnen entworfenes Haus wird noch während ihres Studiums gebaut – in lebensechter Größe. Möglich macht das ein gemeinsames Projekt des Lehrstuhles für Hochbaukonstruktion und Entwerfen und des Sachsenforst.

„Studenten hatten im letzten Herbst die Möglichkeit, eine moderne BIWAK-Hütte zu entwerfen. Wir haben dann das beste Model ausgezeichnet und setzen es nun in die Realität um“, erklärt Lehrstuhlmitarbeiter und Projektbetreuer Tobias Maisch. Besonderer Wert wurde auf Einfachheit gelegt. „Der Siegerentwurf überzeugt vor allem dadurch, dass auf kleinstmöglicher Fläche der größtmögliche Nutzen optimiert wird“, so Maisch.

Die Idee, eine von Studenten entworfene Hütte wirklich bauen zu lassen, gab es am Lehrstuhl schon länger. „Doch bisher hatte der richtige Rahmen gefehlt“, erklärt der Projektleiter. Schließlich wandte man sich mit der Idee im vergangenen Jahr an den Sachsenforst. „Wir waren von Anfang an von dieser Idee begeistert. Es passt voll zu unserem Konzept, den Landeswald ’erlebbar’ zu machen“, erklärt Uwe Borrmeister, Leiter des Forstbezirks Neustadt. Der Sachsenforst plant seit längerem an einer Trekking-Strecke mit dem Namen „Forststeig Elbsandstein“.

Dort sollen künftig Wandermutige abseits der normalen Wege mehrtägige Ausflüge durch die Natur machen können. „Wir hoffen, die Planungen in diesem Jahr zu beenden und die Route 2018 zu eröffnen“, erklärt Borrmeister. Die BIWAK-Hütte der TU-Dresden passt demnach genau ins Konzept. „Das ist wie gemacht für unser Vorhaben“, freut sich der Forstbezirksleiter.

Die Hütte mit einem Grundriss von nur zwei mal drei Metern soll voraussichtlich schon im Herbst dieses Jahres in der nähe des Zirnsteins an der tschechischen Grenze aufgestellt werden. Auf zwei Ebenen können bis zu vier Personen essen und schlafen. „Der Clou ist, dass man die verschiedenen Ebenen sowohl als Tisch und Sitzgelegenheit, als auch als Schlafplatz nutzen kann“, erklärt Lehrstuhlmitarbeiter Maisch.

Gebaut wird der Siegerentwurf von Babayev und Wassong mit Hilfe von Studenten und Lehrstuhlmitarbeitern im Sommer in den TU-Werkstätten auf der Bergstraße. „Noch sind wir auf der Suche nach Sponsoren. Der Bau der Hütte wird etwa 10 000 bis 15 000 Euro kosten“, so Maisch. Einige Holzlieferanten und Baumärkte haben bereits Interesse signalisiert. Das Häuschen ist so konstruiert, dass es im Erfolgsfall auch massentauglich nachproduziert werden könnte. „Wir müssen abwarten, wie sich die Hütte in der Praxis schlägt“, erklärt Maisch.

Die Unterkunft soll nach Fertigstellung in einem Stück mit einem LKW in die Sächsische Schweiz transportiert werden. “Der Sachsenforst wird die Hütte anschließend mit schwerem Gerät an die ausgewählte Stelle bringen“, so Maisch. Für Farhad Babayev und Léa Wassong ist das Projekt bereits jetzt ein voller Erfolg. „Schließlich hat man als Architekturstudent nahezu keine Chance, seine eigenen Entwürfe wirklich einmal bauen zu lassen. Deshalb war dieses Projekt eine absolut geniale Gelegenheit für die Teilnehmer“, erklärt der Projektleiter. Insgesamt nahmen 18 Architekturstudenten in neun Teams an dem Wettbewerb teil.

Ob Zukünftig ein ähnliches Projekt realisiert wird, sei laut dem Lehrstuhlmitarbeiter aber noch nicht abschätzbar. „Wir sind immer auf der Suche nach praktischen Ansätzen. Aber es muss auch Sinn machen, so wie die BIWAK-Hütte. Wir sind prinzipiell für alle Vorschläge offen“, erklärt so Maisch.

TU Dresden und Sachsenforst präsentieren das gemeinsame Projekt in einer Ausstellung am 13. April im Rathaus Pirna. Dort können sich die Besucher dann die genauen Konstruktionspläne ansehen und mit den Studenten über das Projekt und den Bau der BIWAK-Hütte sprechen.

Von Sebastian Burkhardt

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