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Außergewöhnliche Aufnahmen des Gewöhnlichen in Meißen

Außergewöhnliche Aufnahmen des Gewöhnlichen in Meißen

Acht Fotografen, 24 Stunden, eine Stadt. So einfach lauten die Zutaten für einen bemerkenswerten Fotoband über Meißen, den der Kunstverein Meißen unter dem Titel "meissen zeitläufe" herausgebracht hat.

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Für ihre Titel haben die Fotografen lediglich die Orte gewählt, an denen die Aufnahmen entstanden. Unten links ist entsprechend "Elbe" von Christin Schöne zu sehen, oben links "Am Steinberg" von Pepe Kirchhoff, unten rechts Bahnhofstraße von Doc Winkler und rechts oben "Theaterplatz" von Holger Münzberg. Repros: Rigo Adelhöfer

Quelle: diverse Fotografen

Dabei haben sich Initiator Olaf Fieber und sieben Mitstreiter verabredet, an einem zufällig ausgewähltem Tag, dem 14. Mai 2014, durch die Straßen der Porzellanstadt zu ziehen und festzuhalten, was ihnen auffällt. Es habe nur eine Vorgabe gegeben, sagt Fieber: Das touristische Meißen sollte außen vor gelassen werden. "Es ging uns um das alltägliche Leben in der Stadt", begründet Fieber. Es sollte das Außergewöhnliche im Gewöhnlichen gefunden werden, wie Uwe Michel, Schlossleiter der Albrechtsburg, im Vorwort des knapp 200 Seiten dicken Werkes schreibt.

Das Ergebnis kann sich sehen lassen. Der Reiz liegt dabei vor allem in der Abwechslung begründet, die die unterschiedlichen Sichtweisen der Fotografen verursachen, die sich auch in ihrer Arbeitsweise unterscheiden. Außerdem hat das Wetter mitgespielt. Den Himmel schmückte am 24. Mai sowohl schönster Sonnenschein als auch ein Gewitter. Es gibt starke Straßenszenen von Doc Winkler, Claudia Hübschmann und Olaf Fieber, während Holger Münzberg und Matthias Lehmann durch Einzel- und Gruppenportraits von Menschen überzeugen. Zu sehen ist dann beispielsweise die Morgenroutine eines kleinen Mädchens, dass sich noch verschlafen die Zahnbürste in den Mund schiebt. Manches lässt vielleicht zu sehr den Wunsch erkennen, mit dem alltäglichen auch die wesentlichen Dinge des Lebens in den Band zu pressen. So markieren ein von Fieber fotografiertes Friedhofstor und die von Münzberg festgehaltene Szene mit zwei Bestattern bei der Arbeit das Ende des Lebens, das von den ebenfalls von Münzberg besorgten Aufnahmen eines Neugeborenen im Elblandklinikum gespiegelt wird. Andererseits schadet das Plakative, das Klischee dem Band nicht, weil es nicht vordergründig ist. Das gilt auch für die weithin bekannten Landmarken der Stadt, die trotz des Verbots von Postkartenmotiven immer wieder mal durchschimmern. Eine Entdeckung sind die Arbeiten des noch sehr jungen Fotografen Pepe Kirchhoff. Sie erscheinen - Zeichen der Moderne - am stärksten am PC bearbeitet zu sein, bestechen aber vor allem durch überraschenden Blick auf teils abgründige Motive und das sichere Händchen für Stimmungen.

meissen zeitläufe. Fotografien einer deutschen Kleinstadt. Kunstverein Meißen. 19,95 Euro. ISBN 9783000473968.

Aus den Dresdner Neuesten Nachrichten vom 02.01.2015

Uwe Hofmann

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