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Aus für deutschen Motorrad-Grand Prix auf dem Sachsenring

Aus für deutschen Motorrad-Grand Prix auf dem Sachsenring

Der deutsche Motorrad-Grand-Prix auf dem Sachsenring ist vorerst Geschichte. Erstmals seit 14 Jahren werden die Weltmeisterschafts-Rennen in der kommenden Saison nicht auf der sächsischen Rennstrecke bei Hohenstein-Ernstthal ausgetragen.

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Der Deutschland-Grand-Prix auf dem Sachsenring war bislang ein großer Zuschauermagnet. (Archivbild)

Quelle: dpa

„Wir wissen, dass der Grand Prix immer ein großer Publikumsmagnet war, doch aus wirtschaftlicher Sicht können wir es nicht weiter verantworten", sagte ADAC-Vorstandsmitglied Klaus Klötzner am Dienstag auf dem Sachsenring.

Ob der deutsche Grand Prix in der kommenden Saison überhaupt im internationalen Kalender, der am Sonntag veröffentlicht werden soll, auftaucht, hängt von den kommenden Gesprächen des ADAC und des WM-Vermarkters Dorna ab. Möglich wäre ein Umzug der Veranstaltung zum Hockenheimring, dem EuroSpeedway Lausitz oder zum Nürburgring. „Wir haben heute die offizielle Anfrage erhalten, den Grand Prix im nächsten Jahr bei uns auf dem Lausitzring zu veranstalten", teilte die EuroSpeedway Verwaltungs GmbH am Dienstag mit. „Wir möchten natürlich alles dafür tun, dass diese wichtige Veranstaltung Deutschland und speziell dem Osten nicht verloren geht. Nichtsdestotrotz müssen aber auch wir alle wirtschaftlichen Faktoren genauestens prüfen." Man habe sich eine Bedenkzeit von acht Tagen erbeten, um eine Entscheidung zu treffen.

Das Ziel von ADAC-Sportpräsident Hermann Tomczyk ist es, „auch 2012 einen deutschen Motorrad-Lauf im WM-Kalender zu haben. Wir werden aufgrund dieser neuesten Entwicklungen nun nach einer geeigneten Rennstrecke als auch einem entsprechenden sportlichen Ausrichter für den deutschen Motorrad WM-Lauf suchen", sagte er.

Für die Absage in Sachsen gibt es vor allem finanzielle Gründe. Die Dorna verlangt für einen Grand Prix zukünftig vier Millionen Euro. Das ist das Doppelte von dem, was bislang an die Spanier abgeführt werden musste. Der ADAC kann und wollte die Summe nicht allein stemmen, da der Grand Prix in den vergangenen zwei Jahren ein Defizit von jeweils 600 000 Euro verursachte.

Trotz einer Erhöhung der Eintrittspreise und einer Kosteneinsparung von 1,2 Millionen Euro bei der Organisation hätte der ADAC für eine Ausrichtung im kommenden Jahr immer noch 850 000 Euro minus gemacht. Allein das Errichten der mobilen Tribünen für die 230 000 Zuschauer kostet jährlich eine Million Euro. „Der ADAC hat lange um den Erhalt des WM-Laufes auf dem Sachsenring gekämpft. Für die gesamte Region tut es mir sehr leid, denn der deutsche Motorrad WM-Lauf war dort in den letzten Jahren ein wichtiger und bedeutender Wirtschaftsfaktor", sagte Tomczyk.

dpa

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