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Aus Mittelschule wird Oberschule - Radebeul befürchtet durch Aufwertung Kapazitätsprobleme

Aus Mittelschule wird Oberschule - Radebeul befürchtet durch Aufwertung Kapazitätsprobleme

Die Zeit der Mittelschulen in Radebeul und Coswig ist vorbei. In der Lößnitzstadt gehen Schüler seit dem neuen Schuljahr auf die Oberschulen Kötzschenbroda oder Radebeul-Mitte, in der Großen Kreisstadt besuchen sie die Oberschulen Kötitz oder Leonhard-Frank.

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Neues Schuljahr, neuer Name: Die Mittelschule Kötzschenbroda ist jetzt eine Oberschule.

Quelle: Martin Förster

Radebeul/Coswig. In beiden Städten ist die Umbenennung, die im Koalitionsvertrag von CDU und FDP zum 1. August dieses Jahres festgeschrieben worden war, bereits vollständig abgeschlossen. Und das unkomplizierter, als man vermuten würde.

115 Euro musste die Radebeuler Verwaltung für neue Stempel und Siegel ausgeben, laut Stadtsprecherin Ute Leder weitere 209 Euro für neue Schilder an den Eingängen der Einrichtungen. Letzteres war in Coswig nicht nötig, entsprechende Schilder gibt es an den Schulen nicht. Die Gesamtkosten belaufen sich hier auf insgesamt 50 Euro für neue Stempel und einen geänderten Eintrag ins Telefonbuch. Darüber informiert Stefan Sári, Bereichsleiter für Schule, Kitas und Jugend in Coswig. Um die Änderung von Briefköpfen oder der Homepage kümmerten sich die Schulen selbst.

Mit der Umbenennung der Mittel- in Oberschulen ändert sich aber nicht nur die Bezeichnung. Vielmehr soll Sachsens Schulsystem so durchlässiger und individueller werden. "So können zum Beispiel 'Spätstarter', die nach der 4. Klasse noch nicht so weit sind, über die Oberschule nach der 6. Klasse leichter aufs Gymnasium wechseln", erklärt Katrin Reis, Pressesprecherin der Sächsischen Bildungsagentur. Neu am System der Oberschule ist es zum Beispiel, dass in den Klassenstufen 5 und 6 für besonders leistungsbereite Schüler mit jeweils zwei Wochenstunden besonderer Förderunterricht angeboten wird.

In Radebeul sieht man das verstärkte Bemühen des Landes, die Oberschulen zu stärken und aufzuwerten, allerdings kritisch und befürchtet in den kommenden Jahren Kapazitätsengpässe. Im Schuljahr 2013/2014 hat die Umstellung noch keinen Effekt, an der Oberschule Radebeul-Mitte gab es mit 49 Anmeldungen für die 5. Klasse drei weniger als im Vorjahr, in der Oberschule Kötzschenbroda erhöhte sich die Zahl um vier auf 49. Die Entwicklung "bedarf aber einer hohen Aufmerksamkeit", heißt es aus dem Rathaus.

Entspannter betrachtet Sári die Situation. "In den Oberschulen haben wir ausreichend Kapazitäten, insbesondere für die 5. Klassen", sagt er. Schwieriger sei es, wenn sich Schüler entscheiden, vom Gymnasium auf die Oberschule zurückzukehren, etwa weil die Anforderungen zu hoch sind. Das geschehe meist in der 8. Klasse. Deshalb begrüßt Sári die Umstellung zur Oberschule. "Zum einen ist es für die Schüler natürlich schöner, im selben Klassenverband bleiben zu können. Zum anderen ist es manchmal der bessere Weg, die Oberschule mit einem Fachabitur abzuschließen, statt auf ein Gymnasium zu wechseln und es dort nicht zu schaffen. Die Ausbildungschancen nach dem Abschluss sind die gleichen."

Sollten sich Oberschüler durch die gesteigerte Förderung dennoch entschließen, nach der 6. Klasse auf ein Gymnasium zu wechseln, könnte es eng werden. Mit 84 (Vorjahr 111) angemeldeten Fünftklässlerin für dieses Schuljahr geht es am Radebeuler Gymnasium Luisenstift noch entspannt zu. Im Lößnitzgymnasium hingegen ist die Aufnahmekapazität mit 78 Anmeldungen nahezu ausgeschöpft. "Die Kapazitätsentwicklung beider Standorte muss unter Beobachtung bleiben", so die Verwaltung. Nicht zuletzt deshalb, weil das Coswiger Gymnasium seine Schüler bei zu hohen Anmeldezahlen nach Radebeul "abschieben" müsste. In diesem Jahr gab es 111 Anmeldungen für die 5. Klasse, nur 112 Plätze hat die Einrichtung zu vergeben - und das, obwohl das Coswiger Gymnasium seit seiner Erweiterung vierzügig ist.

Aus den Dresdner Neuesten Nachrichten vom 10.09.2013

Christin Grödel

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