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Aus Diska mach Edeka - Vollsortimenter soll an Dresdner Straße in Coswig kommen

Aus Diska mach Edeka - Vollsortimenter soll an Dresdner Straße in Coswig kommen

Staugefahr, Bedrohung für die Einzelhändler der Innenstadt, Parkchaos - über die Ansiedlung eines Edeka an der Dresdner Straße in Coswig wird derzeit diskutiert wie anderswo über den Aufbau eines neuen Einkaufszentrums.

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Noch in Benutzung, aber in desolatem Zustand: Dieses alte Bahnhofsgebäude könnte im Zuge der Edeka-Ansiedlung an der Dresdner Straße saniert werden.

Quelle: Uwe Hofmann

Rund vier Millionen Euro will Projektentwickler Recona in das rund 1,9 Hektar große Gebiet zwischen Bahnhof und Feuerwache investieren, das derzeit als Wohn- und Geschäftspark Akacia vermarktet wird. Dort befinden sich neben dem Discounter Diska, der Edeka weichen soll, auch eine Anlage für betreutes Wohnen sowie Mehrfamilienhäuser mit Ladenzeilen im Erdgeschoss. Sehen Kritiker in dem Projekt vor allem Gefahren, will man es im Rathaus als Chance verstanden wissen.

"Wir haben die Möglichkeit, Probleme anzugehen, die es in dem Gebiet jetzt schon gibt", sagt Bauamtsleiter Wolfgang Weimann. Der Hebel ist dafür klar: Für das Areal existiert ein Bebauungsplan, der den Wünschen von Recona angepasst werden muss. Wichtigster Knackpunkt: Für den Vollsortimenter mit 1500 Quadratmetern Verkaufsfläche muss ein Sondergebiet geschaffen werden, weil er in dem eigentlich als Mischgebiet ausgewiesenem Stadtteil sonst nicht errichtet werden könnte. Dafür gab der scheidende Stadtrat auf seiner jüngsten Sitzung prinzipiell grünes Licht, aber nur unter strengen Auflagen.

So muss Projektentwickler Recona bis zur Auslegung eines geänderten Bebauungsplans im Herbst eine ganze Reihe Gutachten vorlegen. Dabei geht es insbesondere um die Frage, wie die derzeit schon herrschende Stellplatzknappheit gelöst werden kann. 156 Parkplätze gibt es im Gebiet, 114 zusätzliche müssten noch entstehen, hat Bauamtsleiter Weimann ausrechnen lassen. Das ließe sich mit dem Bebauungsplan durchdrücken. Andere Untersuchungen sollen sich mit der Frage beschäftigen, wie die Einkäufer am besten ins Gebiet und wieder hinaus geleitet werden können und ob der Einzelhandel im vor fünf Jahren umgestalteten Coswiger Stadtzentrum durch den Vollsortimenter gefährdet wird. Klärungsbedarf gibt es außerdem, weil das Grundstück als Überflutungsgebiet für ein alle 100 Jahre vorkommendes Hochwasser definiert ist - ein Problem, das sich bei der ursprünglichen Erschließung des Areals vor 20 Jahren so noch nicht stellte, wie Weimann sagt.

Aus Sicht des Stadtentwicklers besonders interessant: Weil der Edeka mehr in Richtung Bahnlinie rücken soll, musste Recona dort ein Grundstück erwerben. Darauf befindet sich ein altes Bahnhofsgebäude, "eines der wertvollsten Denkmale Coswigs", wie Weimann sagt. Bei Recona gibt es derzeit noch keine Pläne, wie es entwickelt werden soll, zumal die Deutsche Bahn dort noch mindestens ein Jahr Nutzungsrechte hat, wie der verantwortliche Projektentwickler Jürgen Scheu auf DNN-Anfrage mitteilt. Dennoch ist es kaum verborgener Ehrgeiz der Stadtverwaltung, dass eine Sanierung des Gebäudes mit anschließender Nachnutzung mit zum Gesamtpaket für das Gebiet zählt.

Das könnte helfen, die Kritiker zu besänftigen. "Edeka saniert alles - das ist doch ein Traum!", hält das Stadtrat Christian Buck (CBB) jedoch für ein nicht einhaltbares Versprechen. "Das ist zu 60 Prozent ein Wohngebiet. Der Standort ist nicht geeignet für die Investition, wir schaffen dort Leerstand", warnt er. "Das wissen wir nicht, wenn wir es nicht untersuchen", hält OB Frank Neupold (parteilos) dagegen. Das letzte Wort ist noch nicht gesprochen.

Aus den Dresdner Neuesten Nachrichten vom 03.07.2014

Uwe Hofmann

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