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Auftakt für den "Schwarzbau": Grundsteinlegung für Bismarckturm-Treppe

Auftakt für den "Schwarzbau": Grundsteinlegung für Bismarckturm-Treppe

"Eigentlich handelt es sich ja um einen Schwarzbau", witzelte Bundesinnenminister Thomas de Maizière (CDU) bei der gestrigen Grundsteinlegung für den Treppeneinbau in Radebeuls Bismarckturm.

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Jens Baumann vom Verein Denkmalpflege und Neues Bauen will den Radebeuler Bismarckturm zum Aussichtsturm machen.

Quelle: Carola Fritzsche

Schließlich hatte der Verein für Denkmalpflege und Neues Bauen den 200. Todestag Otto von Bismarcks nicht nur zum Anlass für den symbolischen Baubeginn genommen, sondern auch zur Übergabe des Bauantrags für das etwa 250 000 Euro teure Projekt an Oberbürgermeister Bert Wendsche (parteilos). Dieser nutzte die Stunde, um seinerseits die Coswiger Landschaftsarchitektin Dorothea Knibbe mit der Umgestaltung des Turmumfelds zu beauftragen. Das müsse seiner Bedeutung als "Balkon Radebeuls" bald wieder gerecht werden.

"Das habe ich ja noch nie erlebt, dass es einen Spatenstich vor der Baugenehmigung gibt", frotzelte de Maizière über die etwas verwirrende Zusammenballung von Aufträgen, Anträgen und Anfängen. Die Botschaft indes könnte klarer nicht sein: "Heute geht es wirklich los, ihr Geld wird verbuddelt und verbaut", sagte Jens Baumann, der Vorsitzende des Denkmalvereins. Er versprach, dass binnen eines Jahres wenigstens zwei Treppensegmente, das sind 18 von insgesamt 83 geplanten Stufen, in den Turm gebaut werden. Damit wird der aktuelle Stand der Spendensammlung sichtbar gemacht, mit der das Vorhaben finanziert wird. 93 000 Euro seien bisher eingegangen, sagte Baumann. Mit dem Geld werden nicht nur die Treppe und eine Aussichtsplattform finanziert, sondern auch eine multimediale Ausstellung im Turm zur Entwicklung der Stadt. Dabei werden historische Ansichten dem gegenüber gestellt, was sich aktuell von der Krone des Turms erkennen lässt. "Wir geben dem Denkmal mit einer Idee eine ganz neue Zukunft", sagte Baumann.

Dabei wird über diese Idee schon sehr lange diskutiert. Bereits 1913 - sechs Jahre nach Erbauung - wollte man die Säule zum Aussichtsturm machen, was damals am Geld scheiterte. In jüngerer Zeit wird seit Ende der 90er Jahre wieder darüber geredet. 2007 zählte der Denkmalverein 1000 Menschen, die eine für drei Wochen in den Turm eingebaute Holztreppe erklommen. Richtig ins Rollen gekommen, ist das Projekt aber erst 2012, als der Denkmalverein drei Entwürfe für einen Treppeneinbau präsentierte und damit die öffentliche Debatte entfachte.

Offen ist, wann der umgebaute Bismarckturm fertig sein wird. Das liegt nicht nur an der Finanzierung durch Spenden, sondern auch am Beitrag der Stadt. Die das Umfeld umgestalten und das Parkplatzproblem klären. Mit den Wahnsdorfern, dem Betreiber des Spitzhauses und Grundstückseigentümern in dem Bereich sei man in guten Gesprächen. Dennoch dürfte es Mitte 2016 werden, ehe ein Gesamtkonzept steht, schätzt OB Wendsche. Wie teuer das für die Stadt wird, ist derzeit unklar. Baumann will die Sache schneller angehen. Er rechnet mit zwei bis drei Jahren Bauzeit. Auch weil weitere symbolträchtige Daten locken. 2017 wird der Bismarckturm 110 Jahre alt, 2018 jährt sich der Todestag Bismarcks zum 120. Mal.

Spendenkonto: Sparkasse Meißen, Empfänger: Spende Bismarckturm, BIC: SOLADES1MEI, IBAN: DE42 8505 5000 0500 1197 83

Aus den Dresdner Neuesten Nachrichten vom 02.04.2015

Uwe Hofmann

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