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Auf der Spur der Steine durch Pirnas Altstadt

Auf der Spur der Steine durch Pirnas Altstadt

Eine tolle und geschichtsträchtige Altstadt hat Pirna zu bieten. Tausende Touristen bewundern sie Jahr für Jahr. Doch für Kinder gibt es wenig spielerisch zu entdecken.

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Karin Haufe hatte die Idee zu Pirnas Beitrag zu "Ab in die Mitte": Ein Pfad aus bun- ten Steinen soll Spielplätze und geschichtsträchtige Orte miteinander verbinden.

Quelle: Silvio Kuhnert

Pirna. Von Silvio Kuhnert

Pirna. Eine tolle und geschichtsträchtige Altstadt hat Pirna zu bieten. Tausende Touristen bewundern sie Jahr für Jahr. Doch für Kinder gibt es wenig spielerisch zu entdecken. Wer mit Kinderaugen durch die Gassen geht, blickt zuerst auf graue Pflastersteine und Mauerwerk. Die farbenfrohen Fassaden und kunstvoll gestalten Portale entfalten ihre Pracht erst ab gut einem Meter oder höher. Bei Spielgeräten oder -plätzen sieht es ganz mau aus. Es gibt nur ein Wippgerät auf der Dohnaischen Straße und eine Rutsche am Markt.

Pirnas Innenstadt zu einer familien- und damit auch kindgerechten Stadt zu entwickeln, ist eines der Ziele, die sich das Citymanagement auf die Fahnen geschrieben hat. Und eine im wahrsten Sinne bunte Idee hat nun die Pirnaerin Karin Haufe entwickelt. Pfade aus farbigen Pflastersteinen möchte sie mit den Einwohnern durch die Altstadt legen. "Kinder sollen die bunten Steine aus ihrer Blickhöhe entdecken können", beschreibt die junge Landschaftsarchitektin ihren Entwurf. Und wenn die Wonneproppen der Spur der Steine folgen, gelangen sie zu geschichtsträchtigen Orten der Stadt. Außerdem soll ein "Kreativstein" seinen Platz im Stadtzentrum finden. In einer Art Briefkasten können die Knirpse malerisch und die Erwachsenen schriftlich ihre Ideen, Wünsche und Anregungen zur Stadtentwicklung und weiteren Gestaltung des Pfades und von Spielplätzen hinterlassen.

Weil Kinder sich mehr für Spielzeug als für Architektur interessieren, soll der Pfad neben geschichtlich bedeutsamen Orten auch Spielplätze im Stadtkern verbinden. Beim Aufstellen einer Plasterutsche oder eines einfachen Klettergerüsts möchte es Citymanager Olaf Franke nicht belassen. "Geschichtsspielplätze" lautet das Stichwort. Der Gedanke dazu wurde im Sommer vergangenen Jahres bei den Ideen zur Neugestaltung des Eingangsbereichs zur Dohnaischen Straße geboren. Dort soll sich künftig in den Spielgeräten die Verleihung des Stapelrechts und damit der Handel, der Pirna im Mittelalter stark gemacht hat, widerspiegeln.

Die Verbindung von Geschichtsspielplätzen mit dem Pfad "Pirnas bunte Steine" stieß in der Stadtverwaltung auf offene Ohren. Sie hat das Konzept als Pirnas Beitrag zum Wettbewerb "Ab in die Mitte! Die City-Offensive Sachsen" eingereicht. Im vergangenen Jahr erzielte die Elbestadt mit "Pirnas Was(s)erleben" den dritten Platz. Dieses Mal nehmen 23 Kommunen mit Ideen zur Entwicklung und Belebung von Innenstädten an dem sächsischen Wettstreit teil.

Das diesjährige Motto lautet "Aktive Stadt - Mitte(n) in Bewegung". "Wir haben nicht nach einer Wettbewerbsidee gesucht, sondern unsere Idee hat gut zum Wettbewerb gepasst", betont Franke, der gemeinsam mit Karin Haufe unabhängig von der Preisverleihung im November bereits an der Umsetzung des Pfades arbeitet. Zurzeit suchen sie das passende Material für die Steine. "Glas oder Keramik könnten in Frage kommen", sagt Haufe. Im Anschluss wird der Verlauf des ersten Pfades erkoren. "Mit der Schatzsuchertour am Schlossberghang und dem künftigen Spielplatz am Dohnaischen Platz bieten sich zwei Eckpunkte an", meint Norbert Kaiser von der Stadtverwaltung. Die Steine sollen im übertragenen Sinn die Pirnaer selbst setzen. Für jeden sucht das Citymanagement einen Stifter.

Aus den Dresdner Neuesten Nachrichten vom 19.09.2012

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