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Arbeitslose zeigen Premiere ihrer „Räuber“-Adaption im Theater Meißen

Projektarbeit Arbeitslose zeigen Premiere ihrer „Räuber“-Adaption im Theater Meißen

Am Mittwoch und am Donnerstag, jeweils ab 19.30 Uhr ist im Theater Meißen eine ganz besondere Aufführung zu sehen. Meißner Langzeitarbeitslose stehen dann auf den Brettern, die angeblich die Welt bedeuten, um ihre Interpretation der Räuber von Friedrich Schiller zu spielen. Der Besuch ist für alle Interessierten kostenfrei.

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Schillers „Räuber“ haben als Vorlage des Stücks gedient.

Quelle: Foto: PR

MeiSSen. Am heutigen Mittwoch und am Donnerstag, jeweils ab 19.30 Uhr ist im Theater Meißen eine ganz besondere Aufführung zu sehen. Meißner Langzeitarbeitslose stehen dann auf den Brettern, die angeblich die Welt bedeuten, um ihre Interpretation der „Räuber“ von Friedrich Schiller zu spielen. Der Besuch ist für alle Interessierten kostenfrei.

Entstanden ist das Stück nach der Methode „JobAct to Connect“, ein Projekt, das sich an arbeitssuchende Menschen bis 30 Jahre und über 50 Jahre richtet. Die altersmäßige Zusammensetzung der Gruppe begründen die Macher so: „Die Gruppe 50+ sucht Arbeit und verfügt in der Regel über wertvolle Berufs- und Lebenserfahrung, Fähigkeiten und Ressourcen, die unter den Bedingungen der Arbeitslosigkeit brach liegen.“ Die Gruppe U-25 habe hingegen oft wenig bis keine Berufserfahrung und habe kaum realistische Vorstellungen über ihren weiteren Berufs- und Lebensweg. Noch immer verpassten viele Jugendliche – selbst nach einem erfolgreichen Schulabschluss – aus diesen und anderen Gründen den direkten Einstieg in eine Ausbildung. Beides, die Herausforderung des demografischen Wandels für den Arbeitsmarkt, der nach Meinung der Projektorganisatoren künftig wesentlich von der Arbeitskraft älterer Menschen abhängen wird, und die zeitgleiche Orientierungslosigkeit und Sinnsuche der jungen Menschen, soll in dem Projekt möglichst fruchtbringend zusammengebracht werden.

Konkret bedeutet das, dass theaterpädagogische Methoden und Biographiearbeit mit klassischem und kreativem Bewerbungsmanagement verbunden werden. In Meißens startete das von der Projektfabrik Witten getragene Vorhaben im Oktober mit 21 Teilnehmern. Im zurückliegenden halben Jahr haben sie angeleitet vom Theaterpädagogen Jan Baake das Theaterstück von Grund auf erarbeitet – bis zur heute stattfindenden Premiere. Dabei sind biografische Aspekte der Spieler eingeflossen, auch sollten die Teilnehmer unterstützt durch Fachkräfte verschiedener Gewerke und Kunstrichtungen ihre Interessen, Fähigkeiten und Erfahrungen einbringen. Entstanden ist laut Ankündigung „eine theatrale Suche nach den Spuren, die das wohl ungleichste Brüderpaar des Sturm und Drang“ hinterlassen habe.

Aus der kreativen und auch selbstforschenden Arbeit sollen die Teilnehmer idealerweise gestärkt hervorgehen, um nach dem Bühnenauftritt in einer zweiten, fünfmonatigen Phase betriebliche Praxiseinsätze zu absolvieren. Auch in dieser Zeit soll eine regelmäßige sozial- und theaterpädagogische Reflexion der Praxissituation dazu beitragen, Konflikte innerhalb des Betriebes zu meistern und eine stabile Ausgangslage für die Übernahme in Beruf oder Ausbildung zu schaffen – das eigentliche Ziel des Projekts.

Auftraggeber für die Projektarbeit ist das kommunale Jobcenter des Landkreises Meißen, das Bildungswerk der sächsischen Wirtschaft gGmbH fungiert als Kooperationspartner. Neben dem Theaterpädagogen Baake arbeitet die für das Bewerbungsmanagement zuständige Ines Wagner als Ansprechpartnerin für die Gruppe.

Von uh

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