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Arbeitskräfte sind Mangelware: Arbeitsagentur und Wirtschaftsförderer wollen stärker miteinander kooperieren

Arbeitskräfte sind Mangelware: Arbeitsagentur und Wirtschaftsförderer wollen stärker miteinander kooperieren

Landkreis Meißen. "Dieses Jahr tut sich eine Lücke auf", sagt Sascha Dienel von der Wirtschaftsförderung Meißen GmbH (WRM). Das erste Mal werden im Landkreis Meißen etwa 1000 Arbeitnehmer mehr aus Altersgründen aus ihrem Beruf scheiden als junge nachkommen.

Was tun also? Für Dienel und Thomas Berndt, Leiter der Arbeitsagentur Riesa, ist die Antwort klar: Zusammenrücken. Jetzt haben der Wirtschaftsförderer und der Agenturleiter eine Kooperationsvereinbarung unterzeichnet. Gemeinsam zu beackernde Problemfelder gibt es genug.

Wie steht es denn um den Arbeitsmarkt im Landkreis?

"Der Trend ist positiv", sagt Agenturleiter Berndt. Genau 11 659 Menschen haben Ende Mai eine Arbeit gesucht, das sind 417 weniger als im Vormonat. Die Arbeitslosenquote sank leicht auf 9,1 Prozent, wobei die Unterschiede im Agenturbezirk nach wie vor erheblich sind: So sind im Bereich Radebeul 2413 Personen arbeitslos (6,7 Prozent), in Meißen sind es 3620 (9,5 Prozent), in Großenhain 2311 (9,6 Prozent) und in Riesa 3315 (11,3 Prozent). Immerhin konnten Berndts Mitarbeiter durch erheblichen Aufwand 500 neue Arbeitgeber gewinnen, die künftig Arbeitnehmer über die Arbeitsagentur suchen wollen. 2683 neue Arbeitsstellen wurden im Mai infolge der Kärrnerarbeit gemeldet, das sind rund 340 mehr als noch vor einem Jahr. Gesucht werden Arbeitskräfte vor allem im Dienstleistungsgewerbe und Verkauf, in Gesundheits- und Sozialwesen und im Baugewerbe.

Wie sieht der Ausbildungsmarkt aus?

Das ist eines der Felder, das WRM und Arbeitsagentur gemeinsam beackern. "Wir machen die Unternehmer darauf aufmerksam, dass sie sich präsentieren müssen, empfehlen bezahlte Ferienjobs und Praktika zum Kennenlernen", sagt Dienel. Alles Maßnahmen, die Berndt begrüßt. Dessen Arbeitsagentur nimmt teil an einem besonderen Projekt, das die mit 28 Prozent außerordentlich hohe Abbrecherquote bei Auszubildenden verringern soll. Bisher sind etwas mehr als die Hälfte der 1417 gemeldeten Ausbildungswilligen vermittelt. 635 Jugendliche suchen noch und können unter 666 freien Stellen fündig werden. Diese Hälfte des Azubi-Jahrgangs will die Arbeitsagentur zumindest die ersten drei Monate, in denen relativ problemlos abgebrochen werden kann, intensiv begleiten und bei Problemen informieren und vermitteln. Verringert sich auf diese Weise die Zahl der Abbrüche, wird das Pilotprojekt eine dauerhafte Einrichtung.

Wie steht's mit Ansiedlungen?

Das ist Kernaufgabe der WRM, die dabei aber noch enger mit der Arbeitsagentur kooperieren will. Sascha Dienel weiß es schließlich als erster, wenn irgendwo neue Arbeitskräfte gebraucht werden. Ein dezenter Hinweis an die Arbeitsagentur könnte dafür sorgen, dass dort rechtzeitig mit der Qualifikation Arbeitssuchender begonnen wird. "Die Frage, ob genügend Arbeitskräfte vor Ort sind, spielt eine immer größere Rolle bei Investoren", sagt Dienel.

Und Fachkräfte aus dem Ausland?

Da kommt im Landkreis gerade etwas ins Rollen. Wenigstens zwei größere Unternehmen interessieren sich für Fachkräfte aus Spanien, wo die Arbeitslosigkeit besonders hoch ist. Die Arbeitsagentur bietet Sprachkurse noch im Ausland und auch Reisekostenzuschüsse zu Bewerbungsgesprächen an, die WRM will Unternehmer für das Thema sensibilisieren. "Wohnungssuche, Vereinsmitgliedschaft - wir müssen sehen, dass wir sie integrieren", sag Dienel. "Das kann keiner allein schaffen", fügt Berndt hinzu.

Aus den Dresdner Neuesten Nachrichten vom 30.05.2014

Uwe Hofmann

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