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Arbeitsamt Pirna konnte mehr Jugendliche vermitteln

Bilanz Ausbildungsmarkt Arbeitsamt Pirna konnte mehr Jugendliche vermitteln

Das Ausbildungsjahr 2015/16 ist zu Ende gegangen. Ob alle Schulabgänger einen Ausbildungsplatz bekommen haben, sagt Arbeitsagenturchefin Gerlinde Hildebrand im DNN-Interview.

Seit August vergangenen Jahres leitet Gerlinde Hildebrand die Agentur für Arbeit in Pirna.
 

Quelle: Silvio Kuhnert

Pirna.  Das Ausbildungsjahr 2015/16 ist zu Ende gegangen. Ob alle Schulabgänger einen Ausbildungsplatz bekommen haben, sagt Arbeitsagenturchefin Gerlinde Hildebrand im DNN-Interview.

Frage: Frau Hildebrand, das erste Ausbildungsjahr, das Sie als Chefin der Arbeitsagentur Pirna begleitet haben, ist zu Ende gegangen. Wie lautet Ihr Fazit?

Gerlinde Hildebrand: Ich kann eine positive Bilanz ziehen. Uns ist es deutlich besser als im Vorjahr gelungen, Jugendliche in die duale Ausbildung zu integrieren. Wir haben weniger unversorgte Bewerber im Vergleich zum Ausbildungsjahr 2014/15, und wir haben auch weniger unbesetzte Ausbildungsstellen. Konkret in Zahlen heißt dies: Von 1414 gemeldeten Bewerbern hatten am 30. September 63 noch keinen Ausbildungsvertrag. Die Zahl der unversorgten Bewerber ist um mehr als ein Viertel zurückgegangen. Bei den Ausbildungsstellen sind von 1110 noch 65 unbesetzt geblieben. Rein rechnerisch könnten wir jeden Bewerber mit einem Ausbildungsplatz versorgen. In der Praxis sind allerdings die persönlichen Interessen der Jugendlichen und die Voraussetzungen vonseiten des Ausbildungsbetriebes nicht immer in Einklang zu bringen.

Wer die Statistik genauer betrachtet, kann Unterschiede zwischen den Regionen erkennen. So ist im Bereich der Geschäftsstelle in Dippoldiswalde mit aktuell 4,1 Prozent die Arbeitslosenquote im Agenturbezirk am geringsten. Gleichzeitig stammt jede dritte Ausbildungsstelle des verarbeitenden Gewerbes im Landkreis Sächsische Schweiz-Osterzgebirge aus dieser Region. Und im vergangenen Ausbildungsjahr gab es dort den größten Zuwachs sowohl an Bewerbern als auch an gemeldeten Ausbildungsstellen. Ist die Region Dippoldiswalde ein Wirtschaftsmotor im Kreis?

Die Wirtschaft rund um Dippoldiswalde zeichnet sich durch ihre Beständigkeit aus. Wir haben in der vergangenen Zeit immer wieder verkünden können, dass es gerade in diesem Geschäftsstellenbereich eine sehr positive und kontinuierliche Entwicklung gibt. Dies spiegelt sich in der Nachwuchsfrage wider. Die Unternehmen benötigen Fachkräfte und suchen sie auch. Das verarbeitende Gewerbe spielt seit jeher eine große Rolle in dieser Region. Denken Sie nur an die Feinwerktechnik oder die Uhrenindustrie, die einen großen Anker bildet, was die Ausbildung betrifft. Mit 64 führt der Beruf Uhrmacher/-in die Top Ten der gemeldeten betrieblichen Ausbildungsstellen an.

In der Region Sebnitz sind dagegen die Zahl der gemeldeten Ausbildungsplätze und die der Bewerber zurückgegangen. Haben Sie eine Erklärung dafür?

Unsere Beobachtung ist, dass sich im Geschäftsstellenbereich Sebnitz viele Unternehmen sehr aktiv und sehr frühzeitig in der Nachwuchsgewinnung über verschiedene Stellenbörsen, Arbeitskreise, Praktika sowie Partnerschaften zu Oberschulen engagieren. So gelingt es ihnen sehr früh, interessierte Schüler an ihren Betrieb mit einem Ausbildungsplatz zu binden. Dadurch melden sich diese Jugendlichen nicht erst bei uns als Bewerber, weil sie einen Ausbildungsvertrag bereits in der Tasche haben. Und auch die Unternehmen wenden sich nicht an uns, weil ihre Ausbildungsstellen schon besetzt sind. Statistisch gesehen haben wir im Raum Sebnitz einen Rückgang zu verzeichnen, in Wirklichkeit wird es aber keinen signifikanten Unterschied zum Vorjahr geben.

Die ARD widmet aktuell eine Woche dem Thema Zukunft der Arbeit. Durch den technischen Fortschritt werden Tätigkeiten durch Maschinen ersetzt, gleichzeitig wachsen die Anforderungen an das Knowhow eines Arbeitnehmers. Sind Hauptschüler hier benachteiligt?

Dies könnte man per se vermuten. Jeder Arbeitgeber hat grundsätzlich das Interesse, den Schüler mit einem guten und höheren Abschluss zu bekommen. Aber auch dem Hauptschüler stehen vielfältige Möglichkeiten zur Verfügung. Gerade auf sie haben wir zudem unsere unterstützenden Leistungen aufgebaut. Wir beraten sie, begleiten sie bei der Ausbildungssuche sowie während der Ausbildung selbst, wo wir mit verschiedenen Angeboten helfen, eine Beschäftigung auf dem ersten Arbeitsmarkt als junge Fachkraft zu finden.

Von Silvio Kuhnert

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