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Apfelernte rund um Dresden noch in vollem Gange

Apfelernte rund um Dresden noch in vollem Gange

Auf den Apfel-Plantagen rund um Dresden ist Erntezeit. In Bad Schandau wird die gesunde Frucht diesen Sonntag mit einem Apfelfest gefeiert. Und in Pillnitz informieren am heutigen Sonnabend das Julius-Kühn-Institut und das Grüne Forum Pillnitz von 10 bis 17 Uhr beim Apfeltag über Züchtungen und Forschung.

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Paulina (2) freut sich über das übervolle Körbchen rotbackiger Äpfel, die sie mit ihrer Mama auf der Obstplantage des Gutes Pesterwitz gepflückt hat. Fotos (2): Norbert Neumann

Quelle: NORBERT NEUMANN

Wer selbst auf den Plantagen Äpfel pflücken möchte, sollte sich bald in die Spur begeben. Im Raum Dresden laden das Gut Pesterwitz und der Meissner Obstgarten Geisler am kommenden Wochenende noch mal auf ihre Plantagen ein. Das Obstgut Dreßler bei Kreischa will die Selbstpflücke bis Ende Oktober anbieten. Bei Volker Görnitz und Sohn in Coswig ist dagegen schon Schluss. "Zum einen ging es dieses Jahr früher los. Zum anderen hatten wir Hagelschäden", erklärt der Seniorchef.

Ansonsten aber freuen sich die Obstbauern über die gute Apfelernte. Mit 83 000 Tonnen werden es in Sachsen zwölf Prozent mehr sein. Allerdings war 2013 auch ein schlechtes Apfeljahr. Bundesweit gesehen ist die Ernteprognose noch etwas besser. Erwartet wird eine Steigerung um gut 27 Prozent, heißt es aus dem Statistischen Bundesamt. "Auch die Qualität der Früchte ist super. Sie sind groß, haben eine schöne Färbung", schwärmt Lars Folde vom Gut Pesterwitz. "Ich hoffe, dass die Äpfel auch im Lager gut halten, weil der September so feucht war."

Hinsichtlich der Vermarktung der Äpfel ist die Lage nicht so rosig. Russland fällt durch den als Reaktion auf das EU-Embargo erlassenen Importstopp als Markt weg. In Sachsen betrifft das zehn Prozent der Apfelernte. Zudem gibt es dieses Jahr auch in anderen Ländern Europas sehr viele Äpfel. Der Großhandel nutze das aus und drücke die Preise bei den Produzenten, heißt es von den Obstbauern. Im Handel macht sich das bei den Apfelpreisen gegenwärtig allerdings noch nicht bemerkbar. "Da sieht man mal, wo das Geld bleibt", meint ein Produzent sarkastisch. Volker Görnitz seufzt über die geringen Preise, die die Keltereien jetzt für Falläpfel zahlen. "Da lohnt sich das Aufsammeln nicht. Wir haben diese Äpfel deshalb kompostiert."

"Uns treffen Importstopp und Großhandel-Preisverhandlungen weniger, denn wir vermarkten unsere Äpfel selbst", so Lars Folde vom Gut Pesterwitz. Auch Albrecht Dreßler vom Obstgut Dreßler und Volker Görnitz aus Coswig halten das so. Zudem regulieren die Obstbauern, die auf Direktvermarktung setzen, den Fruchtbehang an ihren Bäumen entsprechen ihrer Betriebsgröße und Absatzmöglichkeiten. Und sie vertrauen darauf, dass es auch weiterhin genügend Menschen gibt, die frische, regionale Produkte zu schätzen wissen.

Die Apfel-Selbstpflücke laufe "sehr gut", so die Einschätzung von Udo Jentzsch, Geschäftsführer des Landesverbandes Sächsisches Obst. "Wir haben auch zunehmend Nachfragen aus dem Erzgebirge und der Chemnitzer Gegend", freut man sich zum Beispiel im Obstgut Dreßler bei Kreischa. Die Preise für ein Kilo selbst gepflückte Äpfel bewegen sich übrigens - je nach Obstbau-Unternehmen - zwischen 60 und 80 Cent.

Aus den Dresdner Neuesten Nachrichten vom 11.10.2014

Steinbach, Catrin

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