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Anonymer Brief sorgt für Unmut an Elblandkliniken

Anonymer Brief sorgt für Unmut an Elblandkliniken

Meißen/Radebeul. Ein anonymer Brief über angebliche Zentralisierungspläne bei der Elblab GmbH, einer Tochtergesellschaft der Elblandkliniken, hat gestern für Aufregung gesorgt.

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Radebeul ist einer von drei Standorten des Elblandklinik-Tochterunternehmens Elblab GmbH.

Von Stephan Klingbeil

Das Unternehmen beherbergt das Zentrum für Labormedizin der Elblandkliniken und hat Standorte in Meißen, Radebeul und Riesa. In dem Brief wird hervorgehoben, dass für Anfang 2013 geplant sei, den Bereich Blutgruppenserologie für alle Elblab-Labore zu zentralisieren.

Dabei solle angeblich schon im Januar ein Blutgruppenautomat in Meißen errichtet werden, jene in Radebeul und Riesa betriebenen Automaten würden im Februar abgeschaltet. Mit solchen Geräten können etwa Blutspenden oder das Blut von Schwangeren genauer untersucht, mögliche Krankheiten von Patienten konkreter bestimmt werden.

Die Verfasser des Schreibens fürchten aufgrund von "Erfahrungen", dass diese Maßnahme zu einem "massiven Ansteigen von Notfall-Anforderungen" in den Laboren in Riesa und Radebeul führen und das Personal dort stärker eingebunden würde als bisher. Deshalb könnten lebensrettende Blutprodukte womöglich erst zeitverzögert bereit gestellt werden. Der Brief ist mit dem Hinweis versehen, dass er von "am Fortbestand der Elblab GmbH interessierten Mitarbeiten" verfasst worden sei. Das vermeintliche Vorhaben solle genau geprüft werden.

Bei der Betriebsratsvorsitzenden Renate Schaarschmidt aus Radebeul sorgte der Brief für Unmut. Sie wird darin auch als Ansprechpartnerin genannt, habe aber nichts von der Aktion gewusst, sagt sie. Elblandkliniken-Sprecherin Daniela Bollmann kannte das Papier bis gestern auch noch nicht. Zu den vermeintlichen Plänen der Zentralisierung sagte sie, dass die "Informationen aus Sicht der Elblandkliniken nicht bestätigt" werden könnten. Aus gut unterrichteten Kreisen hieß es jedoch, es handele sich nur um Optionen, konkrete Zentralisierungspläne gebe es derzeitnicht.

Der Brief wurde laut den Autoren an den Aufsichtsrat der Elblandkliniken und unter anderem an dessen Vorsitzenden, Landrat Arndt Steinbach (CDU), verschickt. Erst gestern sei der Brief im Landratsamt Meißen eingegangen.

Die Verfasser des Papiers erhoffen sich von ihrer Aktion, dass sich der "offene und kameradschaftliche Umgang in der Elblandklinken-Gruppe" verbessert und die Elblab-Geschäftsführung ihre ganze Kraft einbringt, um jetzige und künftige "Probleme bewältigen zu können". Der Jahresabschlussbericht 2011 der Elblab zeigt solche auf. Der Geschäftsverlauf sei nicht zufriedenstellend, heißt es dort. Ein Jahresfehlbetrag von über 610 000 Euro wird aufgezeigt. Zudem wurden 2011 im ersten Halbjahr fünf und im Herbst weitere Beschäftigte gekündigt, Noch 50 arbeiteten Ende 2011 dort.

Aus den Dresdner Neuesten Nachrichten vom 12.12.2012

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