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Angehende Uhrmacher lassen Tanzboden beben

Angehende Uhrmacher lassen Tanzboden beben

Die Palucca-Schüler bringen angehende Uhrmacher aus Glashütte zum Tanzen. 28 Lehrlinge des ersten Lehrjahres waren zu Gast bei der 10. Klasse der Oberschule der Palucca Hochschule für Tanz in der Landeshauptstadt.

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"Ich habe an der Palucca-Schule getanzt" - Das können nur wenige Menschen sagen. Zu den Auserwählten zählen die Lehrlinge der Uhrmacherschule "Alfred Helwig".

Quelle: Dietrich Flechtner

Neben einem Besuch der Probe zum Nussknacker in der Semperoper stand auch eine gemeinsame Tanzstunde auf dem Programm. "Es ist bereits die sechste Runde", sagte Palucca-Schulleiter Bernd Hähnel über die jüngste Begegnung.

Tanzen und Uhrmacherhandwerk haben dem Anschein nach erst einmal nicht viel gemeinsam. Doch wer der Tanzstunde beiwohnte, merkte schnell, dass unter anderem Takt und Rhythmus beide verbindet. Eins, zwei, drei, vier - raunte es leise zu Klavier- und Drumcomputerklängen durch das Tanzstudio und auf Vier klatschten die Lehrlinge der Uhrmacherschule "Alfred Helwig" zusammen mit den 17 Palucca-Schülern in die Hände oder sprangen in die Lüfte, dass der Boden bebte. Der gleichmäßige Takt und Rhythmus erinnerte an das Ticken eines Uhrwerks.

Auf die Idee zu dieser ungewöhnlichen Schulpartnerschaft kamen der damalige Lehrobermeister Uwe Bahr und Palucca-Oberschulleiter Hähnel. Beide kannten sich aus ihrer gemeinsamen Zeit an der Schule in Reinholdshain, wo sie einst Kollegen waren. Ihren Eleven wollten sie den Blick über den Tellerrand eröffnen. "Sie sollten einmal eine ganz andere Welt kennenlernen", meint Hähnel. So kam es 2009 zum ersten Treffen.

Das Partnerschaftsprojekt tauften sie "Präzision durch Präzision". "Uhrmacher müssen von der Mechanik her präzise arbeiten, bei Tänzern müssen die Bewegungen präzise ablaufen", nennt Hähnel eine wichtige Eigenschaft neben Genauigkeit und Perfektion, die beide Berufsgruppen verbindet. Um an beiden Schulen lernen zu dürfen, ist darüber hinaus das Bestehen eines Eignungstest Voraussetzung.

In die Aufgaben des Testes für angehende Uhrmacher und Werkzeugmechaniker durften die Palucca-Schüler während ihres Ausfluges nach Glashütte einmal hineinschnuppern. Des Weiteren besuchten sie das Uhrenmuseum und ihr Fingerspitzengefühl und ihre Feinmotorik wurde auf die Probe gestellt, als sie mit Pinzette ein kleines Schräubchen in ein Uhrwerk drehten. Im Gegenzug konnten die Uhrmacherlehrlinge während der Probe zur Nussknacker-Inszenierung hinter die Kulissen der Semperoper blicken. Bei der Ballettaufführung steht die Nachwuchsförderklasse der Palucca-Schule auf der Bühne.

Aus den Dresdner Neuesten Nachrichten vom 21.11.2014

Silvio Kuhnert

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