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Angeblicher Kannibalenmord im Erzgebirge: Video soll verdächtigen Polizisten entlasten

Angeblicher Kannibalenmord im Erzgebirge: Video soll verdächtigen Polizisten entlasten

Der Todesfall im Kannibalen-Milieu, bei dem ein sächsischer Kriminalhauptkommissar unter dringendem Tatverdacht steht, nimmt möglicherweise eine Wende: Der Mann, der von dem Schriftsachverständigen des Landeskriminalamtes ermordet worden sein soll, könnte sich selbst umgebracht haben.

Das bestätigte am Sonntag der Verteidiger des Tatverdächtigen, Endrik Wilhelm, in Dresden. Zuvor hatte der Spiegel über die neue Entwicklung berichtet.

Im Zuge der Ermittlungen sei ein Video aufgetaucht, auf dem 55 Minuten des Tatverlaufs zu sehen sind. Nach Ansehen des Films geht der Rechtsanwalt von einem Selbstmord des Mannes aus. Der 59-Jährige habe sich selbst die Schlinge um den Hals gelegt, sein Mandant Detlev G. habe dann den Raum verlassen.

Die Ermittler hatten bisher erklärt, das Opfer sei durch einen Kehlschnitt gestorben, bevor es von dem Kommissar zerstückelt worden und auf dessen 2000 Quadratmeter großen Grundstück vergraben worden sei. Sollte sich die Selbstmordversion erhärten, würde der Kommissar möglicherweise nur noch wegen Störung der Totenruhe verfolgt, er müsste dann mit einer Geldstrafe oder maximal drei Jahren Freiheitsstrafe rechnen.

Der Verteidiger legte am Freitag Haftbeschwerde ein und fordert die Freilassung seines 56 Jahre alten Mandanten. Die Staatsanwaltschaft Dresden will sich unter Hinweis auf die laufenden Ermittlungen nicht zu dem Video äußern.

Detlev G. hatte den Mord in seinem Haus in Reichenau (Erzgebirge) bei einer ersten Vernehmung ohne Rechtsbeistand gestanden, die Aussage später aber nach juristischer Beratung widerrufen. Verteidiger Wilhelm glaubt, dass erheblicher Druck auf seinen Mandanten ausgeübt worden sei. Nur so lasse sich das Geständnis erklären. Wilhelm: „Dass, was er bei der Vernehmung bei der Polizei gesagt hat, ist von A bis Z Käse.“ Der Bericht von der Obduktion der Leiche liegt dem Verteidiger zufolge noch nicht vor. Des Gutachten könnte darüber Auskunft geben, ob das Opfer noch lebte oder schon tot war, als ihm möglicherweise die Kehle durchgeschnitten wurde.

mro/ml

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