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Anbau soll Flutschäden an Sporthalle in Pirnas Innenstadt minimieren

Hochwassersanierung Anbau soll Flutschäden an Sporthalle in Pirnas Innenstadt minimieren

Sowohl die Flut 2002 und die im Juni 201 haben die Sporthalle an der Siegfried-Rädel-Straße stark in Mitleidenschaft gezogen. Die Stadt Pirna möchte künftig die Schäden im Hochwasserfall minimieren. Dafür bekommt die Halle einen Anbau.

Die Sporthalle in Pirnas Innenstadt stand 2002 und 2013 mitten in den Fluten.

Quelle: Silvio Kuhnert

Pirna. Ab kommenden Montag möchte die Stadt Pirna die Turnhalle an der Siegfried-Rädel-Straße sicherer vor Hochwasserschäden machen. Das denkmalgeschützte Gebäude bekommt einen Anbau. Die Konstruktion des Erweiterungsbaus wurde so gewählt, dass Schäden im Falle eines erneuten Flut minimal ausfallen. „Der Anbau kann geflutet werden; Fenster und Fußböden werden so konstruiert, dass sie einem extremen Einwirken von Feuchtigkeit standhalten; Elektro-Verteiler und andere Geräte werden über der Hochwasserlinie installiert“, teilte Stadtsprecherin Jekaterina Nikitin mit. Auch die Wände und Fassaden werden robust gestaltet.

Die Sporthalle dient seit ihrer Errichtung im Jahr 1894 dem Schulsport. Zu den Nutzern gehören die Goethe-Oberschule und Lessing-Grundschule. Auch Vereine wie der Sportverein Fortschritt Pirna treiben in der Halle Sport. Der Anbau entsteht auf der Nordseite. Dafür müssen Stellplätze weichen. Die Baukosten belaufen sich auf rund 705000 Euro und werden vom Freistaat Sachsen sowie der Bundesrepublik Deutschland über den Fluthilfetopf gefördert.

Die Sporthalle wurde Mitte der 1990er Jahre instandgesetzt und modernisiert. Allerdings wurde sie während der beiden Hochwasser 2002 und 2013 stark in Mitleidenschaft gezogen. Nach dem Augusthochwasser 2002 mussten sowohl die Fußböden der Halle und der Nebenräume als auch der komplette Keller mit der technischen Gebäudeausrüstung erneuert werden. Da die komplette Haustechnik inklusive Herren-Umkleide- und Sanitärräumen im Kellergeschoss untergebracht waren, führte das Juni-Flut 2013 erneut zu einem Totalschaden in diesem Bereich.

Damit bei einem erneuten Hochwasser nicht wieder alles zerstört wird, wandern die Umkleide- und Sanitärräume sowie die Haustechnik in den Anbau. Ursprünglich wollte die Stadt den Erweiterungsbau zusätzlich auf Ständer stellen. Aus Kostengründen wird darauf aber jetzt verzichtet. Dafür sind die Fußböden nun so konstruiert, dass sie nach einer Überflutung nicht ausgetauscht werden müssen.

Von Silvio Kuhnert

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