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Am Gottesacker in Radebeul wird wohl erst 2017 saniert

Am Gottesacker in Radebeul wird wohl erst 2017 saniert

Die Holperstrecke Am Gottesacker in Radebeul wird wohl erst 2017 saniert. Die Entscheidung dazu müsse zwar noch in der aktuell laufenden Debatte über den Stadthaushalt 2016 getroffen werden, meint Baubürgermeister Jörg Müller (parteilos).

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Die Holperstrecke Am Gottesacker nimmt als "heimliche Umleitungsstrecke" für die gesperrte Kötzschenbrodaer Straße derzeit viel Verkehr auf.

Quelle: Uwe Hofmann

Radebeul. Da es jedoch erklärter Wille der Stadtverwaltung ist, den Weg Am Gottesacker nicht vor Fertigstellung der parallel laufenden Kötzschenbrodaer Straße anzufassen und die Bauarbeiten auf diesem Abschnitt nach derzeitiger Planung bis in den "Spätsommer 2016" laufen, wie Müller sagt, ist die dringend benötigte Umgestaltung zu einem allen Ansprüchen genügenden Rad- und Gehweg im nächsten Jahr aus bautechnischer Sicht höchst unwahrscheinlich. "Sonst würde man eine Winterbaustelle riskieren", sagt Baubürgermeister Müller. Die will im Rathaus aus Kostengründen niemand.

Aus den 2012 beschlossenen Sanierungsplänen wird also vorerst nichts. Diese Nachricht platzt in einer Zeit, in der über den Zustand der Straße heiß diskutiert wird, zuletzt auch im Stadtentwicklungsausschuss am Dienstagabend. Die Strecke dient während der Vollsperrung der Kötzschenbrodaer Straße als Ausweich für Anlieger in Radebeul-West, wird aber offenbar mehr und mehr zur "heimlichen Umleitung", wie Stadtrat Thomas Große (CDU) sagt. Er ist Friedhofsverwalter in Radebeul-West, also dem Friedhof, der im hinteren Teil von Am Gottesacker liegt, einer im Vorjahr für rund 280 000 Euro sanierten Straße.

Neulich habe er einem Mercedes-Fahrer helfen müssen, dessen Fahrzeug im unsanierten Wegstück von der matschigen und löchrigen Fahrbahn gerutscht ist. "Kaum hatten wir den rausgezogen, ist eine alte Dame mit dem Fahrrad in eine riesige Pfütze gestürzt - dort muss echt etwas passieren", sagt Große.

Nur was? Ingolf Zill, im Rathaus für Verkehrsangelegenheiten zuständig, weiß keine rechte Lösung. Die Strecke für den Autoverkehr einfach zu sperren, was Radfahrern das Leben auf der schwer zu befahrenden Schlaglochpiste vereinfachen würde, gehe nicht. "Wir müssen die Option für Anlieger offen halten und damit sind nicht nur die Anwohner gemeint, sondern auch die Besucher des Friedhofs, der Kindertagesstätte und des Gewerbebetriebes", sagt er. Radfahrer, die in der Mitte des Weges fahren, sollten einfach mehr Rücksicht nehmen.

"Die haben doch keine andere Wahl", meint Stadträtin Eva Oehmichen (Bürgerforum/Grüne). Wer allen Löchern ausweichen wolle, müsse eben Schlängellinien fahren. "Diese Situation kann man nicht so lassen, dort fahren schließlich auch Gymnasiasten auf dem Weg zur Schule entlang", sagt sie.

Das alles ist auch der Stadtverwaltung bekannt. "Der Zustand der Oberflächenbefestigung ist durchgehend schlecht", heißt es in dezentem Verwaltungsdeutsch in dem im Oktober 2012 gefassten Baubeschluss, nach dem für rund 160 000 Euro alle Mängel beseitigt werden sollten. Geplant ist eine feste Asphaltdecke, auch weil zukünftig mit Anliegerverkehr zu rechnen ist. Weil die Strecke als Schulweg Bedeutung habe, sei eine durchgängige Straßenbeleuchtung nötig, heißt es im Baubeschluss.

Da man mit der Umsetzung lange gewartet hat, scheint der Weg gerade jetzt in einem Augenblick auszufallen, in dem man ihn dringend benötigt. "Man kann Am Gottesacker so langsam nicht mehr befahren", meint jedenfalls Stadtrat Große. Wenn er offen bleibe, müsse eben mit Schotter ein Notbehelf geschaffen werden. Das will die Verwaltung nun prüfen, für die ideale Lösung hält es Baubürgermeister Müller jedoch nicht. Der Grund: Es fahren auch schwere Baufahrzeuge über die Strecke. "Ein Provisorium würde wohl nicht lange halten", sagt er.

uwe hofmann

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