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Altlast ade - Gewerbegebiet EWS ist fertig

Altlast ade - Gewerbegebiet EWS ist fertig

"Es gab hier einen Glücksfall nach dem anderen, sonst würden wir heute hier nicht stehen", sagte Coswigs Oberbürgermeister Frank Neupold (parteilos) bei der Eröffnung der neuen Straße "Zur alten Elektrowärme".

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Da ist noch viel Platz für Neues. Rund neun Hektar Gewerbefläche will Coswig im Gewerbegebiet EWS verkaufen.

Quelle: Uwe Hofmann

Sie erschließt das fertig sanierte Gewerbegebiet "EWS". Schon vor 15 Jahren gab es den Plan, die etwa 17 Hektar große und hoch belastete Industriebrache in Neusörnewitz wieder zu beleben. Gelungen ist das nur wegen besagter Glückssträhne.

Die Stadt hatte das Gelände zunächst von der Treuhand gekauft. Richtig los ging es aber erst, als sich der Internet-Weinhändler "Superiore.de" dort ansiedelte. Rund 3,4 Millionen Euro hatte sich die Firma die Sanierung des alten Hauptgebäudes der Elektrowärme Sörnewitz (EWS) kosten lassen. Seit 2011 lagern nun italienische Weine in den Räumen des denkmalgeschützten Ziegelsteinbaus.

Allein aus der Rathaus-Kasse hätte Coswig das Gebäude allerdings nicht sanieren können. Ohnehin gilt die Erschließung des Gewerbegebiets als teuerste Investition der Stadt. 8,2 Millionen Euro hat das 2010 mit der spektakulären Sprengung eines Schornsteins begonnene Vorhaben gekostet. Davon waren 90 Prozent Fördermittel. Ein Großteil der Kosten entfiel auf die Beseitigung der Altlasten.

"Wir wussten alle, wenn man hier tief buddelt, weiß man nicht, worauf man stößt", erinnert OB Neupold. Davon kann Bauleiter Wolfram Hagestotz ein Lied singen. Etwa von der alten Wärmeleitung, auf die man unverhofft gestoßen ist. "Hier verlaufen jede Menge undokumentierte Leitungen", sagt er. Es sei "jedes Mal ein Spaß" gewesen, wenn wieder eine unvermutet in die Quere kam.

Hinzu kommt, dass das Grundwasser im Gelände ziemlich hoch steht, was die Arbeiten im kontaminierten Boden nicht gerade einfach macht. Der Abwasserkanal wurde deshalb unterirdisch vorgetrieben, ohne dafür die Oberfläche aufzugraben. Mit der Fertigstellung der 600 Meter langen und rund 1,2 Millionen Euro teuren Straße sind die Arbeiten jetzt größtenteils erledigt. Nur noch Restarbeiten wie die Ausgleichspflanzungen und die Teichsanierung stehen aus.

Während sich die Bauleute langsam zurückziehen, übernimmt Wirtschaftsförderer Osman Nasr das Regime im Gebiet. Rund neun Hektar stehen noch zum Verkauf. Klar ist bereits seit Jahren, dass sich die schon ansässige Firma "Ditter Plastic" erweitern will und dafür eine Fläche gekauft hat. Mit weiteren Käufern gebe Gespräche, aber noch keine Entscheidungen, lässt Nasr sich nicht in die Karten blicken. Er will in Neusörnewitz vor allem größere Gewerbeflächen ab 5000 Quadratmetern an den Unternehmer bringen. Wer kleinere Grundstücke suche, finde in den anderen Gewerbegebieten der Stadt sicher etwas, sagt er. Die Verkaufspreise seien mit 20 Euro je Quadratmeter durchaus konkurrenzfähig.

Nasr kommt auch auf eine Besonderheit des Gebiets zu sprechen: Obwohl die noch nicht verkauften Flächen gänzlich Coswig gehören, liegen davon rund vier Hektar auf Weinböhlaer Flur. Bedeutet: Bei einem Verkauf bekommt Coswig den Erlös, die Gewerbesteuer fließt aber an Weinböhla. Entsprechend frohlockt der dortige Bürgermeister Reinhart Franke (CDU): "Coswig hat wirklich die Arbeit gemacht und wir profitieren." Was die Große Kreisstadt bei der Belebung eine Altlastenbrache geleistet habe, sei vorbildhaft in Sachsen, lobt er.

Aus den Dresdner Neuesten Nachrichten vom 22.05.2014

Uwe Hofmann

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