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Altenberg bekommt neues Sportzentrum

Altenberg bekommt neues Sportzentrum

Der Streit um die Zukunft der Sportstätten in Altenberg ist beigelegt. Nachdem bereits die Stadträte der Bergstadt im März für eine Konzentration der Übungsanlagen der Leistungssportler am Standort des Gymnasiums gestimmt hatten, votierte nun auch der Kreistag mit überwältigender Mehrheit - bei einer Neinstimme und einer Enthaltung - für den Bau eines Trainingskomplex neben der neuen Dreifeldsporthalle.

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Quelle: Marko Förster

Pirna/Altenberg. "Es gibt keine Garantie, dass die Leistungssportler nach der Investition erfolgreicher werden, aber ohne die Investition müsste der Leistungssport in Altenberg begraben werden", sagte CDU-Kreisrat Markus Dreßler.

Zurzeit trainieren Biathleten, Schlitten- und Bobfahrer sowie die Mountainbiker im Leistungssportzentrum an der Dresdner Straße. Die Anlagen sind allerdings in die Jahre gekommen und müssen saniert werden. Gleichzeitig baut der Landkreis neben dem Gymnasium eine neue Dreifeldsporthalle. Die ursprüngliche Idee lautete: Biathleten und Mountainbiker bekommen neben der Turnhalle neue Übungsanlagen und der Komplex an der Dresdner Straße wird zum Kufensportzentrum umgebaut. Die sogenannte dezentrale Variante stellte sich allerdings im Laufe des vergangenen Jahres als zu kostspielig heraus. Der Kreis ging von einer Bausumme von 10,4 Millionen Euro aus. Als zu teuer befand dies das Bundesinnenministerium, von welchem sich der Landkreis Fördermittel erhofft. Daraufhin setzte sich die Kreisverwaltung mit den Sportfachverbänden an einen Tisch. Man einigte sich darauf, alle Trainingsstätten neben der neuen Sporthalle zu konzentrieren. Die Baukosten liegen nun bei rund sieben Millionen Euro.

Die zentrale Lösung gefiel der Stadt Altenberg und vor allem dessen Bürgermeister Thomas Kirsten (Freie Wähler) nicht. Eine Befürchtung: Leistungs-, Schul- und Vereinssport lasse sich in einer Halle schwer unter einen Hut bringen, die Attraktivität Altenbergs als Trainingslager für internationale Sportgruppen werde geschwächt. Er legte ein eigenes Konzept für die Sanierung des rund 30 Jahre alten Leistungssportzentrums vor.

"Die Stadt Altenberg hat das Projekt an den Rand des Scheiterns gebracht", kritisierte Dreßler und brachte gleichzeitig seine Freude zum Ausdruck, dass nun die Hindernisse überwunden seien. Unabhängige Prüfer hatten beide Konzepte unter die Lupe genommen. Das Ergebnis: im Sanierungskonzept der Stadt Altenberg sind Risiken bei den Baukosten enthalten, die das Vorhaben nicht preiswerter machen als einen Neubau neben dem Gymnasium. Die Sportfachverbände votierten erneut für die zentrale Variante. Das Votum erkannte die Stadt Altenberg an. "Das Für und Wider wurde ausgetauscht und in der Nachspielzeit der Siegtreffer erzielt", fasste Dreßler die Debatten der vergangenen Monate zusammen.

Altenbergs Bürgermeister war auf der letzten Kreistagssitzung vor den Kommunalwahlen am 5. Mai nicht anwesend. Dafür ergriff sein Kollege von der Fraktion Freie Wähler, Bad Schandaus Bürgermeister Andreas Eggert, das Wort. "Leistungssportler sind sehr ehrgeizig und haben nur ihr Ziel vor Augen. Das gilt auch für ehemalige Leistungssportler", meinte er und spielte auf Kirstens frühere Zeit als Biathleten an. Aus Sicht seiner Fraktion sei man nun auf einem guten Weg, so Eggert. Auf diesem gilt es noch einige Hürden zu meistern, wie die erhofften und für eine Realisierung notwendigen Fördermittel vom Bund zu bekommen.

Aus den Dresdner Neuesten Nachrichten vom 16.04.2014

Silvio Kuhnert

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