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Alte Schule schluckt 1,1 Millionen Euro - Großerkmannsdorf erhält im kommenden Jahr ein Dorfgemeinschaftshaus

Alte Schule schluckt 1,1 Millionen Euro - Großerkmannsdorf erhält im kommenden Jahr ein Dorfgemeinschaftshaus

Für Stadtrat Harry Hauck (Freie Wähler) gibt es als Ortsvorsteher von Großerkmanndorf keine Zweifel: Noch im kommenden Jahr soll aus der Alten Schule an der Hauptstraße das Dorfgemeinschaftshaus von Großerkmannsdorf werden.

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Die 1767 eingeweihte Alte Schule soll Dorfgemeinschaftshaus werden.

Quelle: Bernd Lichtenberger

Von Bernd Lichtenberger

Mit Räumlichkeiten für das Ortsamt, die Schulbibliothek und das Dorfmuseum. "Das muss 2013 werden", sagt er zuversichtlich. Und das aus gutem Grund, denn am vergangenen Mittwoch gab der Radeberger Stadtrat seine Zustimmung, das Vorhaben mit knapp 170 000 Euro mitzufinanzieren. Das Geld dafür soll der allgemeinen Rücklage des Ortsteiles entnommen werden.

Der jetzt beschlossene Zuschuss macht gerade mal 15 Prozent der tatsächlichen Kosten aus, mit denen die Sanierung und Modernisierung des denkmalgeschützten Gebäudes derzeit veranschlagt ist. Insgesamt rechnet die Stadt mit über 1,1 Millionen Euro. "Eine Menge Holz", wie CDU-Stadtrat Matthias Hänsel vor der Beschlussfassung anmerkte. Aber Oberbürgermeister Gerhard Lemm (SPD) erinnerte daran, dass die Umgestaltung der Alten Schule ein Schritt hin zur Schaffung eines Ortsteilzentrums ist, wie ihn der Stadtrat vor geraumer Zeit als Strategiepapier beschlossen hat. Außerdem kommt der Löwenanteil des benötigten Baugeldes aus einem Fördertopf des Freistaates und ist von der Sächsischen Aufbaubank bereits bewilligt.

"Wenn wir das alte Haus weggerissen und an dieser Stelle ein neues Gebäude errichtet hätten, wäre es wahrscheinlich insgesamt billiger geworden", räumt Hauck ein. Aber dafür hätte es mit Abstand weniger Fördergeld gegeben. Außerdem wäre damit ein Stück dörflicher Identität verloren gegangen.

Obwohl die Alte Schule in der Geschichte des Ortes das zweite Schulhaus ist, haben dort selbst die heute betagtesten Großerkmannsdorfer nicht mehr die Schulbank gedrückt. Denn die 1767 eingeweihte Schule diente nur bis 1889 als solche und war danach Wohnhaus. Aber selbst die, die darin wohnten, würden das Gebäude innen nach der Modernisierung nicht wiedererkennen. "Es muss sehr viel gemacht werden. Das Haus wird total entkernt und umgebaut", sagt der Ortsvorsteher. Außerdem wird es behindertengerecht und bekommt deshalb in einem gläsernen Anbau an der Rückfront einen Fahrstuhl, der bis ins Dachgeschoss fährt. Dort soll ein Sitzungsraum entstehen. Auch der Fahrstuhl mache den Umbau teuer, verteidigte Hauck auf der Stadtratssitzung die hohen Baukosten. Wohl wissend, dass das Vorhaben vor allem im Nachbarortsteil Ullersdorf kritisch betrachtet wird, wo es ähnliche Wünsche gibt, aber Eigenmittel fehlen. Dass der Bau drängt, hängt auch mit der Großerkmannsdorfer Heimatstube zusammen, die derzeit mit ihren 4300 Exponaten im Dachgeschoss der ehemaligen Mittelschule untergebracht ist. Dort muss das Dach dringend saniert werden. Aber das setzt den Auszug der Heimatstube voraus. "Im Dorfgemeinschaftshaus soll sie im 1. Stock unterkommen und dabei nichts an Platz einbüßen", versichert Harry Hauck. Im Erdgeschoss werden das Ortsamt, die Schulbibliothek und die erforderlichen technischen Anlagen untergebracht.

Dass der Radeberger Stadtrat am Mittwoch auch noch eine außerplanmäßige Ausgabe des städtischen Abwasserbetriebes zu beschließen hatte, hängt ebenfalls mit der Schaffung des Großerkmannsdorfer Ortszentrums zusammen. Auf dem Grundstück des im vergangenen Jahr abgerissen Erbgerichtes muss für 40 000 Euro ein Abwasserkanal neu verlegt werden. Zum Glück kommt auch da die Hälfte der Kosten aus Mitteln des Bund-Länder-Programmes "Aktive Stadt- und Ortsteilzentren". Ein Teil der jetzigen Freifläche soll öffentlich genutzt werden. Unter anderem wird ein Weg Hauptstraße und Sommerweg verbinden. Darüber hinaus gehende Pläne sind noch vage. "Das hängt u.a. mit der Feuerwehr zusammen, die ein neues Gerätehaus braucht", erläutert der Ortsvorsteher. Dafür nimmt der Pfarrer-Weineck-Platz neben der Alten Schule als Teil des neuen Ortszentrums schon Gestalt an. Am 25. Oktober soll er mit einem kleinen Fest eingeweiht werden.

Aus den Dresdner Neuesten Nachrichten vom 01.10.2012

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