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Alte "Gauß" ist bald Geschichte

Plattenbau wird abgerissen Alte "Gauß" ist bald Geschichte

Rund anderthalb Jahre nach dem Umzug in die neue Gauß-Oberschule geht es dem alten Schulhaus sprichwörtlich an den Kragen. Die Stadt lässt den über 30 Jahre alten Plattenbau abreißen.

Pirna. Rund anderthalb Jahre nach dem Umzug in die neue Gauß-Oberschule geht es dem alten Schulhaus sprichwörtlich an den Kragen. Die Stadt lässt den über 30 Jahre alten Plattenbau abreißen. Zurzeit wird das Gebäude noch entkernt. Ab nächster Woche beginnt dann die heiße Phase des Abrisses und das einstige Schulhaus aus Stahlbeton-Fertigteilen wird abgetragen und dem Erdboden gleich gemacht.

"Mehr als 6000 Tonnen Abbruchmaterial aus Dachbelägen, Baumischabfällen, Altholz, Beton und sonstigen Materialien werden vom Schulgelände abtransportiert", berichtet Stadtsprecher Thomas Gockel. Den Abriss betreut und überwacht die Stadtentwicklungsgesellschaft Pirna (SEP). Für das städtische Tochterunternehmen ist diese Aufgabe kein Neuland. Auf dem Sonnenstein war die SEP zuletzt für den Rückbau der ehemaligen Werkhallen des Strömungsmaschinenbaus zuständig. Dort befinden sich nun Stellplätze für die Mitarbeiter des Landratsamtes. Die Kosten für den Schulhausabriss betragen 175 000 Euro.

Nach dem Abbruch des Plattenbaus vom Typ Dresden wird das Loch mit Erde verfüllt. Erst einmal wird Gras über den Standort des 1980 errichteten Schulgebäudes wachsen. Langfristig soll die Brachfläche in die Außenanlage der Schule integriert werden. Die Ideen reichen von Pausenhof bis zu Sportanlagen. Aber noch sei man am Anfang der Planung, so Gockel.

Seit März 2014 lernen die Schüler in der neuen "Gauß", die für über acht Millionen Euro neben dem alten Schulhaus gebaut wurde. Wegen des maroden Zustandes des Plattenbaus hatte sich die Stadt für einen kompletten Neubau entschieden. Sichtbar hatte der Zahn der Zeit an der Platte genagt. So waren beispielsweise die Fenster undicht und auch der Brandschutz genügte nicht mehr den Anforderungen der heutigen Zeit. Trotz minimaler Förderung ging die Stadt das Neubauprojekt an und stemmte die Finanzierung bis auf einen Zuschuss von rund 400 000 Euro fast komplett allein. Es war der erste Schulhausneubau nach der Wende in Pirna.

Der Abriss der alten "Gauß" verzögerte sich, weil auch die letzten "Mieter" noch ausziehen mussten. "In dem leerstehenden Gebäude hatte sich eine Schwalbenkolonie gemütlich eingerichtet", teilt Gockel mit. Im Vorfeld des Abrisses musste daher ein faunistisches Gutachten angefertigt sowie Ausweichquartiere geschaffen werden. An der benachbarten Turnhalle ließ die Stadt Nisthilfen anbringen. Diese Nistkästen "bieten nun ein wesentlich annehmlicheres Heim für die Tiere", ist sich Gockel sicher. Über ein Jahr benötigten die Vögel, bis sie die Brutstätten angenommen und sich an sie gewöhnt haben.

Silvio Kuhnert

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