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Altbau der Afra-Grundschule Meißen wird bis Schuljahresbeginn saniert

Zweiter Schritt im Dreijahresplan Altbau der Afra-Grundschule Meißen wird bis Schuljahresbeginn saniert

Und weiter geht es an der Afra-Grundschule. Nachdem im vorigen Jahr während der Sommerferien vor allem in Keller und Verbinderbau an Heizung, Sanitäranlagen und Haustechnik gewerkelt wurde, hat nun am Montag der zweite Bauabschnitt begonnen. Dabei wird bis zum Beginn des neuen Schuljahres der Altbau für rund 700 000 Euro modernisiert

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Bauingenieur Jürgen Voigt und OB Olaf Raschke inspizieren im zweiten Obergeschioss den künftigen Standort des Aufzugsschachts.

Quelle: Uwe Hofmann

Meißen. Und weiter geht es an der Afra-Grundschule. Nachdem im vorigen Jahr während der Sommerferien vor allem in Keller und Verbinderbau an Heizung, Sanitäranlagen und Haustechnik gewerkelt wurde, hat nun am Montag der zweite Bauabschnitt begonnen. Dabei wird bis zum Beginn des neuen Schuljahres der Altbau modernisiert, ehe für die Unterrichtszeit eine Baupause eingelegt wird. Der dritte und abschließende Bauabschnitt, bei dem der Neubau und die Fassadensanierung im Fokus stehen, ist dann für die Sommerferien 2017 geplant.

Wie im vergangenen Jahr ist das enge zeitliche Korsett die größte Herausforderung für Bauingenieur Jürgen Voigt, der die in diesem Jahr rund 700 000 Euro teure Sanierung plant und überwacht. Rund zwei Monate stehen zur Verfügung, wie im vergangenen Jahr wurde bereits vor Ferienbeginn mit den Arbeiten angefangen, um überhaupt ein realistisches Zeitfenster zu bekommen. Dafür hat man die dritten Klassen der Afra-Grundschule in die Questenbergschule ausgelagert, wo sie auch in den Hort gehen. Die Schüler der vierten Klassenstufe werden derzeit in der Triebischtalschule unterrichtet, kommen zum Hortbesuch aber zurück in das Schulgebäude an der Leipziger Straße.

Dort hat man im Verbinderbau eine scharfe Trennlinie gezogen. Rechts davon, im Neubau, wird unterrichtet, auf der anderen Seite im Altbau gewerkelt. Dort wird nicht nur wegen der engen Baustelleneinrichtung viel von den Firmen verlangt. „Die Männer wollen in den Ferien eigentlich Urlaub machen, müssen aber unter Hochdruck arbeiten“, sagt Voigt. Außerdem gebe es erfahrungsgemäß immer wieder Probleme mit der Besorgung von Baustoffen, weil bei manchen Anbieter im Sommer Betriebsruhe herrsche. „Am Ende werde ich wieder weniger Haare auf dem Kopf haben und unter den verbliebenen Haaren wieder ein paar mehr graue“, scherzt Voigt.

Das zu absolvierende Programm ist üppig. So wird von Keller bis Dachgeschoss ein Aufzug eingebaut, der alle Räume der Schule barrierefrei erreichbar machen soll. Bereits im vergangnen Jahr hat man dafür im Keller den Fuß des Schachts eingebaut, nun müssen alle darüber liegenden Decken aufgebrochen werden, damit der Betonschacht in die Höhe wachsen kann. Die kleinen Räume, die vom Keller bis zum zweiten Obergeschoss entstehen, werden künftig auf vielfältige Weise genutzt. Im Keller wird die Aufzugstechnik eingebracht, in den darüber liegenden Geschossen sind es beispielsweise die Lehrertoiletten oder das Schularchiv.

Um überall Barrierefreiheit zu erreichen, werden bei zahlreichen Räumen kleinere Stufen durch Rampen ersetzt, auch die Stufe am Eingang ins Haus. Für sehbehinderte Schüler und Lehrer werden zudem die Stufen der Treppen nach ihrer Erneuerung farblich abgesetzt, was sie leichter erkennbar macht. Es sei generell Ziel der Stadt, bei jeder Schulsanierung für Barrierefreiheit zu sorgen, begründet Oberbürgermeister Olaf Raschke (parteilos).

Weiterhin werden alle elf Klassenräume im Altbau sowie die Lehrer- und Lehrmittelräume, das Büro des Direktors und die Horträume im Untergeschoss im Zug der Sanierung neu gestaltet. Die Klassenzimmer erhalten dabei neue Schultafeln, außerdem werden Akustikdecken eingebracht und neue Böden verlegt. Dort, wo es noch ein Parkett gibt, wird dieses aufgearbeitet. „Nicht alle Lehrer finden das gut, weil das Holz auch mal knarzt, aber wir wollen auch die historische Substanz des fast 140 Jahre alten Schulgebäudes erhalten“, sagt Bauingenieur Voigt. Dazu gehört auch, dass die Gucklöcher, durch die der Hausmeister früher die Arbeitsweise der Schwerkraftheizung in den verschiedenen Etagen kontrollieren konnte, als Gimmicks im Schulgebäude zur Geltung kommen sollen.

Da die Holzbalken in den Decken bleiben, lässt sich kein Brandschutz herstellen, wie er bei Neubauten die Norm ist. Deshalb erhalten alle Räume Brandmelder. Einen zweiten Fluchtweg hat man an den Altbau bereits angebaut, dennoch wird noch einmal viel für neue Brandschutztüren ausgegeben. „Das Brandschutzkonzept wird aber erst aufgehen, wenn wir mit der kompletten Sanierung durch sind“, sagt Voigt. Im Herbst 2017 soll es soweit sein.

Von Uwe Hofmann

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