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Aldi kann nicht an die B 172 umziehen

Aldi kann nicht an die B 172 umziehen

Aldi darf in Heidenau nicht auf die Freifläche zwischen B 172 und Werner-Seelenbinder-Straße ziehen. Eine deutliche Mehrheit von 15 Stadträten und Bürgermeister Jürgen Opitz (CDU) lehnten einen Verkauf des kommunalen Grundstücks an die Supermarktkette ab.

In namentlicher Abstimmung votierten nur Reno König (CDU) sowie Rosemarie Wolf, Daniela Lobe und Thomas Winkler von der Linksfraktion dafür, Verkaufsverhandlungen mit dem Lebensmitteldiscounter aufzunehmen. Grit Gärtner (CDU) sowie Steffen Wolf und Günter Eckholdt (beide Linke) enthielten sich der Stimme.

Aldi ist mit seinem jetzigen Standort an der August-Bebel-Straße nicht mehr zufrieden. Die dortige Markthalle ist 20 Jahre alt und nur 740 Quadratmeter groß. Der Discounter ist seit einiger Zeit daran interessiert, an die Hauptstraße neben die Star-Tankstelle zu ziehen. Dort verfügt die Stadt über ein rund 6730 Quadratmeter großes Areal. Die Fläche ist bis auf 20 Garagen unbebaut. 450.000 Euro hat Aldi der Stadt als Kaufpreis für das Grundstück angeboten.

Weil Bürgermeister Opitz dem Ansinnen ablehnend gegenübersteht, überließ er es dem Stadtrat, ob dieser über das Angebot entscheiden möchte. Linke-Stadtrat Winkler stellte mit Unterstützung von vier weiteren Räten einen Antrag, mit Aldi über einen Verkauf zu verhandeln. "Da sich die Stadt in einer finanziell angespannten Situation befindet und sich ein Investor für ein Grundstück in Heidenau interessiert, das zur Zeit für die Aufgaben der Stadt keine Bedeutung hat, wäre es richtig an den Investor zu veräußern", begründete Winkler mit Blick auf das klamme Stadtsäckel den Antrag. Das Angebot sei zwar verlockend, meinte FDP-Stadtrat Norbert Bläsner, aber der Schaden aus städtebaulicher Sicht wäre langfristig größer als der Verkaufserlös: "An der Ecke benötigen wir keinen neuen Supermarkt und die Anwohner wollen keinen an dieser Stelle." Bei einer Unterschriftenaktion haben fast 400 Einwohner gegen die Ansiedlung von Aldi auf der Grünfläche unterschrieben. "An der Stelle herrscht jetzt schon Lärm", so Bläsner. Unter anderem dient die Werner-Seelenbinder-Straße als Zufahrt zum Stadion und auf der B 172 rollt täglich viel Verkehr. "Es besteht die Gefahr, dass ein gewisser Lärmschutz verloren geht", argumentierte Bläsner. Denn mit dem Supermarkt und dessen Parkplatz würde der jetzige Erdwall samt Baumreihe auf der Brachfläche verschwinden.

Einen Verkauf lehnte auch Volker Bräunsdorf (parteilos) ab. "In Heidenau gibt es mehr als genügend Verkaufsfläche", sagte das Mitglied der CDU-Fraktion. Auf der gegenüberliegenden Straßenseite hat bereits Lidl eine Filiale. Und ein Rewe-Markt ist auch nicht weit entfernt. "Es geht aber auch um die künftige Stadtentwicklung von Heidenau-Süd", so Bräunsdorf. Um sich Entwicklungsoptionen nicht nehmen zu lassen, sei es "sinnvoll und wichtig, die Fläche jetzt nicht anzufassen".

Für den Wegfall der 20 Garagen bot Aldi den jetzigen Pächtern kostenlose Dauerstellplätze auf dem geplanten Parkplatz an. "Es ist ein Unterschied etwa in puncto Sicherheit, ob der Pkw in einer Garage oder auf einem Stellplatz steht", meinte CDU-Stadtrat Wolfgang Neumann. Auch er stimmte gegen einen Verkauf an Aldi. Das Votum sei nicht gegen den Supermarktbetreiber gerichtet. "Die Entscheidung von Aldi, sich weiterhin in Heidenau zu engagieren, wird von der CDU-Fraktion begrüßt", stellte Fraktionskollege Peter Leichsenring klar.

Aus den Dresdner Neuesten Nachrichten vom 20.12.2014

Silvio Kuhnert

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