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Albrechtsburg und Dom präsentieren neues Kombiticket

Meißner Burgberg im Paket Albrechtsburg und Dom präsentieren neues Kombiticket

Wo fängt die Albrechtsburg an, wo der Meißner Dom – so lässt sich das Problem beschreiben, das sich vielen Touristen kurz nach ihrer Ankunft auf dem Meißner Burgberg stellt. Die Antwort auf diese Frage entfällt künftig: Für beide Einrichtungen gibt es nun ein Kombiticket. Hinter den Kulissen wird bereits mit einer weiteren Einrichtung über eine Ausweitung verhandelt.

Stiftssekretärin Martina Gasch, Michael Gilbert, Syndikus des Hochstifts, Schlossleiter Uwe Michel und Marketingleiterin Margit Jahn präsentieren das neue Kombiticket von Albrechtsburg und Dom.

Quelle: Uwe Hofmann

Meißen.  Wo fängt die Albrechtsburg an, wo der Meißner Dom – so lässt sich das Problem beschreiben, das sich vielen Touristen kurz nach ihrer Ankunft auf dem Meißner Burgberg stellt. „Viele nehmen das Ensemble als Ganzes wahr“, sagt Michael Gilbert, Syndikus des Hochstifts Meißen. Dennoch mussten sie für Albrechtsburg und Dom je ein eigenes Ticket lösen.

Das ändert sich mit dieser Saison, in die Dom und Albrechtsburg mit einem Kombiticket starten. Das kostet 10,50 Euro, ermäßigt 5,50 Euro und für Familien 25 Euro, was eine Ersparnis von einem bis zu 3,50 Euro gegenüber Einzeltickets für beide Einrichtungen bedeutet. Besonders besucherfreundlich: Dem Ticketbesitzer bleiben drei Tage Zeit, beide Einrichtungen zu besuchen. Wer also nach einem Bummel durch die Albrechtsburg fürs erste schwere Beine hat, kann am nächsten Tag für eine Besichtigung des Doms zurückkehren.

Die Idee zu einem gemeinsamen Ticket habe in der Luft gelegen, sagt Uwe Michel, Schlossleiter der Albrechtsburg. Seit dem vergangenen Jahr gibt es bereits für die Porzellan-Manufaktur und die Albrechtsburg ein Kombiticket. Von Ende Mai bis zum Jahresende haben nach Zahlen der Albrechtsburg 14 630 Besucher das Angebot genutzt. Auch mit dem Dom hatte man 2002 bis 2009 zusammengearbeitet, bevor das gemeinsame Ticket in der Meißner Kultur-Card aufging, an der sich weitere Einrichtungen beteiligten. „Da war auch das Spaßbad Wellenspiel mit drin, praktikabel war das nicht“, sagt Syndikus Gilbert. 2013 wurde das Angebot ohne Ersatz eingestellt und den Burgbergbesuchern blieben die alten Probleme.

Ihre beständigen Nachfragen hätten nun zum neuen Angebot geführt, sagt Gilbert. Zumal es seit zwei Jahren eine gemeinsame Führung durch Dom und Albrechtsburg gibt, die sehr gut angenommen werde. Bei „Raum – Klang – Fürstenpracht“ werde je eine halbe Stunde durch Dom und Albrechtsburg geführt. Zwischendurch könne man Orgelmusik lauschen. Die abgespeckte Variante ohne Orgel von November bis März gibt es unter dem Titel „Himmelsburg und Fürstenpracht“ z.B. auch am Osterwochenende (Sa. 11/14 Uhr, 10,50 Euro, ermäßigt 6,50 Euro). Mit dem Kombiticket stellt man die punktuelle Zusammenarbeit auf eine regelmäßige Basis.

Das Ziel sei klar, man wolle mehr Besucher auf den Burgberg locken, begründet das Schlossleiter Michel. Rund 150 000 hatten im Vorjahr der Albrechtsburg einen Besuch abgestattet, 105 000 waren es im Dom. Das sieht so aus, als könnte vor allem der Dom von der Zusammenarbeit profitieren. Es habe allerdings auch Jahre gegeben, da sah das Zahlenverhältnis umgekehrt aus, sagt Stiftssekretärin Martina Gasch. Über den Durchschnitt der letzten zehn Jahre glichen sich die Zahlen an, pflichtet Michel bei. Unklar ist, ob es auch tatsächlich einen Anwuchs der Besucherzahlen geben wird, der hilft, Verluste durch den gewährten Rabatt wieder einzuspielen. Derzeit könne niemand sagen, wie viele Dombesucher anschließend in die Albrechtsburg gehen und umgekehrt, sagt Syndikus Gilbert. Man setze aber darauf, dass sich beide Einrichtungen im Paket deutlich besser bei Reiseveranstaltern und Busreisegruppen vermarkten lassen, sagt Schlossleiter Michel.

Er ist auch der Meinung, dass mit der Zusammenarbeit noch nicht das Ende der Fahnenstange erreicht ist. Wie Michel und Gilbert bestätigen, gebe es hinter den Kulissen bereits mit der Porzellan-Manufaktur Gespräche über ein Dreier-Angebot. Die Verhandlungen seien aber noch nicht so weit, dass sich Abschließendes präsentieren lasse, sagt Gilbert.

Die Verbindung der drei Häuser liegt auf der Hand: In der Albrechtsburg war früher die Meißner Porzellanherstellung zu Hause, ehe sie ins heutige Domizil im Triebischtal zog. Und mit dem direkten Nachbarn, dem Dom, verbinden das Schloss vielzählige historische Gemeinsamkeiten. Etwa 200 000 Menschen besuchen jährlich Porzellan-Museum und Schauwerkstatt in der Manufaktur, weshalb bei einem gemeinsamen Angebot auch die drei besucherstärksten Einrichtungen Meißens zusammenfänden. Bessere Verkaufsargumente ließen sich gegenüber der Tourismuswirtschaft kaum finden.

Von Uwe Hofmann

Domplatz, Meißen 51.165951 13.470802
Domplatz, Meißen
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