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Albrechtsburg, Künstlerbund und Kunstverein eröffnen „Elbe“-Ausstellung

Kunstausstellung in Meißen Albrechtsburg, Künstlerbund und Kunstverein eröffnen „Elbe“-Ausstellung

Schlicht „Elbe“ heißt die neue Sonderausstellung, die am Sonntag in der Meißner Albrechtsburg und im Bennohaus des Kunstvereins Meißen gleichzeitig eröffnet wird. Darin zeigen 38 Künstler 56 Arbeiten, die sich alle mit dem Lebensraum Elbe beschäftigen.

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Gesprächsstoff: Michael Lehmann, Tanja Mette-Zimmermann und Torsten Rommel vom Künstlerbund diskutieren über die von Susan Donath gefertigte Plastik „Der letzte Stör“. Die Fischart sei früher einmal in der Elbe heimisch gewesen.

Quelle: Uwe Hofmann

Meißen. Da bewegt sich etwas in der Albrechtsburg: Von Bewegungsmeldern in Gang gesetzt heben und senken sich drei auf dem Boden liegende, teppichartige Gebilde, als würden sie Wellen werfen. Die Installation von Frank Herrmann ist Teil der neuen Meißner Sonderausstellung „Elbe“, die nicht nur in der Albrechtsburg auf 400 Quadratmetern, sondern auch im Bennohaus des Meißner Kunstvereins gezeigt wird. Nicht nur ihr Wellengang passt zum Titel, auch das Material, aus dem Herrmann die drei quadratischen Teppiche gefertigt hat, erzählt seine ganz eigene Geschichte vom Leben am Fluss. Sie sind aus Fotoalben zusammengesetzt, die der Künstler nach dem Hochwasser 2002 aus dem Elbeschlamm gezogen hat.

Das ist eine Perspektive von insgesamt 38 auf das Thema Elbe, denn so viele Künstler beteiligen sich mit insgesamt 56 Arbeiten an der Ausstellungen, die in Kooperation von Albrechtsburg und Kunstverein mit dem Künstlerbund Dresden entstanden ist. Entsprechend breit ist auch die Palette künstlerischer Genre, von Landschaftsmalerei über Grafik und Fotografie bis zur Plastik. „Wir hatten anfangs die Befürchtung, dass viele Arbeiten zu diesem Thema romantisch verklärte Landschaftsgemälde sein werden“, sagt Tanja Mette-Zimmermann vom Künstlerbund. Die Vielzahl künstlerischer Zugänge, die von einer Verarbeitung von in der Binnenschifffahrt üblichen Signalen bis zu einer Nachformung von Treibholz durch zittriges Silikon reicht, was dem den Anschein nach harten Totholz plötzlich eine überraschend weiche Lebendigkeit verleiht, habe das gemeinsame Auswahlgremium überrascht. Viele Arbeiten zeigten die Elbe als einen von Menschen beeinflussten Naturraum, der seinerseits auf die Menschen einwirke. Alle beteiligten Künstler haben zumindest einen biografischen Zugang zur Oberelbe, die meisten stammen aus der Region.

In der Albrechtsburg ist der Großteil der Arbeiten in den üblichen Sonderausstellungsräumen zu sehen, die im vorigen Jahr von der Bier-Sonderschau veranschlagt wurden. In diesem Jahr habe man leisere, nichtsdestotrotz aber sehenswerte Ausstellungen zu künstlerischen Aspekten geplant, sagt Museologe Falk Dießner. Später im Jahr werden eine Schau mit Porzellanen folgen und, wenn alles gut gehe, eine Ausstellung mit Gemälden eines privaten Sammlers, die den Elberaum zeigen. Im nächsten Jahr sei dann wieder eine länger laufende Dauerausstellung zu einem kulturhistorischen Thema geplant: Bischof Benno.

In dem nach ihm benannten Bennohaus des Kunstvereins sind vor allem grafische Arbeiten und Fotografien versammelt. Bemerkenswert sind dort von Luc Saalfeld gemachte Bilder von Eisschollen auf der Elbe, die mit den gezeigten, natürliche entstandenen Strukturen eine grafische Qualität entwickeln. Auch sind Fotografien von der Baustelle der Dresdner Waldschlößchenbrücke zu sehen.

i20. März bis 22. Mai: „Elbe“ in der Albrechtsburg Meißen, 10-18 Uhr, Eintritt 2 Euro, ermäßigt 1 Euro und im Bennohaus, Markt 9, Di.-Do. 11-18 Uhr; Sa. 10-15 Uhr, Eintritt frei.

Von Uwe Hofmann

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