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"Aktion Zivilcourage" möchte Anne-Frank-Ausstellung nach Pirna holen

"Aktion Zivilcourage" möchte Anne-Frank-Ausstellung nach Pirna holen

Die "Aktion Zivilcourage" organisiert die Anne-Frank-Ausstellung. Tom Waurig: Wir haben jetzt gut die Hälfte der notwendigen Summe zusammen. Dafür sind wir allen Spendern und unserem Partner, der Ostsächsische Sparkasse Dresden, sehr dankbar.

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Die "Aktion Zivilcourage" möchte die Anne-Frank-Ausstellung nach Pirna holen. Tom Waurig ist einer der Projektkoordinatoren. Er sucht noch Unterstützer.

Quelle: Silvio Kuhnert

Die "Aktion Zivilcourage" organisiert die Anne-Frank-Ausstellung. Wie ist die Spendenbereitschaft in Pirna?

Tom Waurig: Wir haben jetzt gut die Hälfte der notwendigen Summe zusammen. Dafür sind wir allen Spendern und unserem Partner, der Ostsächsische Sparkasse Dresden, sehr dankbar. Allerdings sind noch gut 7400 Euro zur Realisierung des Projektes nötig. Wir bekommen jetzt Unterstützung von Händlern. An fünf Orten in der Innenstadt stehen Spendenboxen.

Wo kann man spenden?

Die Spendenboxen stehen in beiden Ladengeschäften der Kaffeerösterei "Schmole", in der Goldschmiede "Hausding", bei "Naturmoden Steffi Hacke" sowie im Bastelfachgeschäft "Das creative Hobby" und im Blumengeschäft "Ginkgo FloralArts". Gern können sich weitere Ladeninhaber bei uns melden, wenn sie in ihrem Geschäft eine Box aufstellen wollen. Denn die Multimedia-Ausstellung "Deine Anne" soll ein Gemeinschaftsprojekt sein, das von vielen Menschen in Pirna getragen wird. Wir wünschen uns, dass die Pirnaer es ermöglichen, dass die Wanderausstellung in unsere Stadt kommt.

Wie seid Ihr mit der Unterstützung bislang zufrieden?

Die Resonanz ist sehr gut. Es gibt über 70 Spender. Wir freuen uns über jeden weiteren Unterstützer. Spenden sind über die Webseite www.DeineAnne.de oder per SMS mit "RESPEKT" an die 81190 möglich.

Mit den Spendengeldern möchte die "Aktion Zivilcourage" das Begleitprogramm auf die Beine stellen. Gibt es bereits ein paar Programmpunkte?

Die Ausstellung ist in der Stadtbibliothek zu sehen. Das Rahmenprogramm soll sich nicht nur auf die Räume der Bibliothek konzentrieren, sondern im gesamten Stadtgebiet stattfinden. So zeigen die Landesbühnen Sachsen im Tom-Pauls-Theater am 13. November das Stück "Anne Frank - ein Projekt". Wie in der Ausstellung spielt der Gegenwartsbezug eine große Rolle. Das heißt, was bedeutet das Schicksal von Anne Frank für mich heute.

Ihr seit auch im Gespräch mit dem Filmpalast an der Gartenstraße?

Ja, wir möchten dort gern zwei Filme zeigen - zum einen "Die Welle" und zum anderen "Der Junge im gestreiften Pyjama". Darüber hinaus sind Fachvorträge geplant. Der Aktualität geschuldet, möchten wir über das Thema NSU sprechen. Dafür haben wir den Extremismus-Experten Armin Pfahl-Traughber eingeladen. Er ist Professor an der Fachhochschule des Bundes für öffentliche Verwaltung in Bonn. In Bezug auf die Ausstellung möchten wir die heutigen Erscheinungsformen des Antisemitismus thematisieren. Darüber spricht Wolfgang Benz - einer der bekanntesten Antisemitismusforscher in Deutschland.

Neben den öffentlichen Veranstaltungen will die "Aktion Zivilcourage" vor allem auch in die Schulen zu gehen. Was bietet ihr den Jugendlichen an?

Zum einen gibt es Führungen durch die Ausstellung. Dafür suchen wir noch gut 30 interessierte Jugendliche. Denn Schüler sollen Schülern Anne Frank näher bringen. Daneben bieten wir Workshops an und Lesenächte in der Bibliothek. Mit der Gedenkstätte Pirna-Sonnenstein werden wir in Workshops die Geschichte von Anne Frank mit den Euthanasieverbrechen verknüpfen und damit auch regionale Geschichte in den Fokus rücken.

Interview: Silvio Kuhnert

Weitere Informationen im Netz unter den Adressen www.aktion-zivilcourage.de und www.DeineAnne.de

Am 9. November soll die Ausstellung "Deine Anne. Ein Mädchen schreibt Geschichte" in der Stadtbibliothek Pirna öffnen. Damit die Wanderausstellung in der Elbestadt bis zum 7. Dezember Station machen kann, benötigt der Verein "Aktion Zivilcourage" noch Unterstützung. Über Spenden soll unter anderem das Rahmenprogramm finanziert werden. Wo Spendenboxen für das Begleitprogramm stehen und was ringsum die Ausstellung bereits geplant ist, erzählt Projektkoordinator Tom Waurig im DNN-Interview.

Aus den Dresdner Neuesten Nachrichten vom 09.08.2012

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