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Agrarproduktion „Zur Bastei“ feiert Jubiläum

„Arbeiter in Lohn und Brot halten“ Agrarproduktion „Zur Bastei“ feiert Jubiläum

Das erste Heu ist geerntet, der Weizen ist gesät und die Maisfelder ergrünen bereits. Für die Agrarproduktion „Zur Bastei“ mit Sitz in Lohmen kann das Produktionsjahr 2016 nun vollends beginnen. Seit Januar hat der Traditionsbetrieb einen neuen Chef. Am Wochenende gibt es ein großes Jubiläum.

Das wichtigste Ziel für Döpke ist es, seinen Mitarbeiten ein sicheres Arbeitsverhältnis zu bieten.
 

Quelle: sbu

Lohmen.  Das erste Heu ist geerntet, der Weizen ist gesät und die Maisfelder ergrünen bereits. Für die Agrarproduktion „Zur Bastei“ mit Sitz in Lohmen kann das Produktionsjahr 2016 nun vollends beginnen. Der Traditionsbetrieb, der 1991 aus der Landwirtschaftliche Produktionsgenossenschaft Pirna-Copitz entstand, bewirtschaftet heute über 2000 Hektar Anbaufläche.

Neben einer Milchkuhanlage in Waltersdorf betreibt die Agrarproduktion mit ihren 27 Mitarbeiten vorwiegend Pflanzenanbau. „Wir verkaufen beispielsweise Weizen, Gerste, Hafer, Raps und Mais“, erklärt Stefan Döpke. Er leitet den Betrieb erst seit Januar diesen Jahres. Der studierte Ingenieur für Landespflege hatte eigentlich andere Pläne, übernahm dann aber auf Wunsch seines zukünftigen Schwiegervaters und ehemaligen Geschäftsführers Rolf Bobe die Zügel in der Agrarproduktion.

Dafür musste er noch einmal drei Jahre Agrarwirtschaft studieren. Anfang 2016 war es nun soweit. „Natürlich ist das alles neu für mich und auch ein bisschen schwierig. Aber ich gebe mein bestes“, erzählt der 30-Jährige. In der Agrarproduktion arbeiten „schwere Jungs“, deren Anerkennung man sich erst verdienen müsse, verrät Döpke. Und auch das Geschäft verlangt ihm einiges ab. Obwohl er im Vergleich zu den Milchbauern nicht klagen kann, machen ihm immer wieder schwankende Preise und neue Verordnungen zu schaffen.

Auch seine Milchproduktion rechnet sich schon lange nicht mehr. „Wir bekommen immer etwas über 20 Cent pro Liter“, so Döpke. Produziert wird aber fast für das Doppelte. Doch seine Mitarbeiter in Waltersdorf müssen sich keine Sorgen machen. „Wir sehen die Agrarproduktion als Ganzes. Ich arbeite nicht um mir die Taschen zu füllen, sondern um unsere Arbeiter in Lohn und Brot zu halten“, erklärt der Landwirt.

Kein leichtes Unterfangen in Zeiten, in denen es Agrarproduktionen schwer haben. Doch der Betrieb in Lohmen hat jahrelange Erfahrung und ein eingespieltes Team vorzuweisen. Und immerhin erzielen die Getreide- und Gemüseverkäufe noch akzeptablen Gewinn. Auch die Ernte in den vergangenen Jahren war laut Döpke sehr gut. Doch im Vergleich zu anderen Agrarproduktionen hat es die „Zur Bastei“ insgemein ein Bisschen schwerer. „Unsere Arrondierung ist sehr bescheiden“ so Döpke. Heißt: Die einzelnen Flächen und Anbaugebiete sind teilweise sehr weit von einander entfernt und erschweren eine effektive Bewirtschaftung.

Die über 2000 Hektar Nutzfläche verteilen sich auf 267 Schläge in 26 Ortsteilen, von Birkwitz über Pratzschwitz bis nach Ostrau. Mehr als Dreiviertel der Flächen sind gepachtet.„Immerhin haben wir gut zu tun“, ergänzt Döpke. Auch im Winter versucht er die meisten seiner 27 Mitarbeiter weiter zu beschäftigen. Nur wenige verrichten Saisonarbeit. In der Zeit zwischen November und Februar werden Wartungs- und Reparaturarbeiten an Gebäuden und Fahrzeugen durchgeführt. Ab März beginnt schrittweise die Bewirtschaftung der Felder. Für die Zukunft hat Döpke noch keine konkreten Pläne. „Wir suchen junge Auszubildende und wollen unsere Produktion effektiv und zukunftsfähig gestalten“, so der Agrarproduzent. Bei vielen beliebt ist beispielsweise auch der ganzjährig geöffnete Hofverkauf. Dort können sich Anwohner Erbsen, Mais, Hafer oder Sonnenblumenkerne säckeweise abholen.

Am Sonnabend feiert die Agrarproduktion nun ihr 25-jähriges Jubiläum gemeinsam mit der Freiwilligen Feuerwehr Waltersdorf, bei der das „75-Jährige“ ansteht. Ab 10 Uhr gibt es dann auf der Milchviehanlage in Waltersdorf, Liliensteinstraße 26, eine große Technikschau mit Mähdreschern, Traktoren und natürlich Feuerwehrautos. Zudem ist mit Strohballenrollen, Gummistiefel-Weitwurf und etlichen anderen Gaudispielen der Spaß vorprogrammiert.

Von Sebastian Burkhardt

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