Volltextsuche über das Angebot:

10 ° / 6 ° wolkig

Navigation:
Google+
Afra-Grundschule Meißen: Kein zeitlicher Spielraum bei Schulsanierung

Afra-Grundschule Meißen: Kein zeitlicher Spielraum bei Schulsanierung

Meißen. Es ist eine sportliche Aufgabe, die sich Meißen bei der Sanierung der Afra-Grundschule gestellt hat. Vergleichen lässt sich das am ehesten mit der Disziplin Dreisprung - drei große, aufeinander folgende Sanierungsvorhaben sind geplant, von denen jedes punktgenau erledigt werden muss.

Voriger Artikel
Den "merkwürdigen Gestalten" sei's gedankt: Serkowitz feiert Ersterwähnung
Nächster Artikel
Die Kunst im Denkmal - Schloss Lauterbach lädt Sonntag zum Kunstmarkt ein

Blick ins neue Computerkabinett der Afra-Grundschule. Es verfügt über eine schallschluckende Decke und eine interaktive Tafel.

Quelle: Uwe Hofmann

Den ersten Hops hat Planer Jürgen Voigt nun geschafft. Er überwachte die rund 700 000 Euro teuren Umbauten im Keller des Altbaus und im Verbinderbau zwischen Alt- und Neubau, die in diesen Tagen abgeschlossen werden. Voigts hat sein Ziel, dass die Schule bis zum Beginn des Schuljahres betriebsbereit ist, trotz einiger vor allem im Heizungskeller noch ausstehender Restarbeiten erreicht.

Das ist keine Selbstverständlichkeit, wie Voigt betont. Schließlich begannen Arbeiter erst zwei Wochen vor den Schulferien, den gesamten Fußboden im Keller herauszureißen. Anschließend wurde dort eine neue Fußbodenheizung eingebaut. Der auf den Heizspiralen liegende Spezial-Estrich muss eigentlich drei Wochen trocknen - Zeit, die man nicht hatte. "Mit ein bisschen Chemie, gutem Willen und auch Schreierei ist es uns gelungen", erinnert der Architekt an nervenaufreibende Wochen. Oberbürgermeister Olaf Raschke (parteilos) lobt den Planer entsprechend als unersetzlichen Experten für derartige Sanierungen. "Es wäre einfacher gewesen, eine neue Schule auf der grünen Wiese zu bauen, aber wir haben uns dafür entschieden, die alten Schulstandorte zu erhalten", fügt Raschke an. Insgesamt rund zwei Millionen Euro investiert die Stadt in das 136 Jahre alte, mehrfach erweiterte Schulgebäude.

Für Planer Voigt bedeutet das: In den nächsten Sommerferien wird der nächste Sprung von ihm erwartet, selbstverständlich wieder mit Punktlandung. Dann steht die Komplettsanierung des Altbaus an, der dabei auch einen Aufzug und eine Behindertentoilette erhalten soll, die beide in den in diesem Jahr erledigten Arbeiten schon angelegt sind. Auch wird nach der nächsten Sanierung der Brandschutz neuesten Standards genügen. Zwar habe man Brandtüren und Warnanlagen bereits im bisher sanierten Abschnitt eingebracht. Das alles funktioniere aber erst, wenn das ganze Gebäude auf dem selben Stand ist, erläutert Voigt. Im Sommer 2017 steht dann die Sanierung des Neubaus an.

Für die Grundschüler bedeutet das, dass sie mehr oder minder noch zwei Jahre mit einer Baustelle zurechtkommen müssen. Denn dort, wo der erste in den zweiten Bauabschnitt übergehen, ragen einzelne Kabel aus der Wand, damit es nächsten Sommer sofort mit den Arbeiten weitergehen kann. Auch sind einige Decken noch nicht verkleidet, damit man an dort liegende Anschlüsse gelangen kann. Daraus ergeben sich aber keine Einschränkungen für den Schulbetrieb, sagt Voigt. Die Alternative, die Schule in einem Rutsch während einer längerer Schließzeit zu sanieren, sei mangels geeigneter Räume schlicht nicht praktikabel.

Einstweilen können sich die rund 280 Grundschüler über ein neues Computerkabinett samt interaktiver Tafel freuen, dass in den einst sehr maroden Kellerräumen entstanden ist. Nebenan befinden sich neue Garderobenräume. Die Schränke, in denen jedes Kind ein abschließbares Fach erhält, müssen jedoch noch geliefert werden. Ebenfalls neu sind die Toiletten.

Aus den Dresdner Neuesten Nachrichten vom 12.09.2015

Uwe Hofmann

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Mehr aus Region News
Anzeige

Ob zur Entspannung, in der Mittagspause oder zum Spaß mit Freunden. Auf unserer Spieleseite können Sie wählen zwischen Denksport-, Geschicklichkeits-, Such- und Sportspiele. Jetzt gratis spielen im Spieleportal von DNN.de! mehr

Die Friedensburg gehört als fester Bestandteil zu Radebeul. Soll sie zukünftig wieder als Gaststätte genutzt werden? Und falls ja, wie genau? Sagen Sie uns Ihre Meinung und stimmen Sie ab! mehr