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"Ärgerlich gelaufen" - Matthias Heinemann steht derzeit provisorisch an der Spitze der Dohmaer Verwaltung

"Ärgerlich gelaufen" - Matthias Heinemann steht derzeit provisorisch an der Spitze der Dohmaer Verwaltung

Matthias Heinemann von der Wählervereinigung "Dohmaer Wasser" lenkt aktuell als so genannter Amtsverweser die Geschicke der Gemeinde Dohma. Eigentlich könnte der 46-jährige Polizeibeamte schon längst Bürgermeister des kleinen Ortes sein.

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Matthias Heinemann

Quelle: Daniel Förster

Im DNN-Interview berichtet er, wie er zum Amtsverweser wurde und warum er auf einen Bürgermeisterposten noch ein wenig warten muss.

DNN: Herr Heinemann, Sie sind seit Mai der Amtsverweser der Gemeinde Dohma. Was heißt das eigentlich?

Matthias Heinemann: Ein Amtsverweser ist eigentlich nichts anderes als ein Bürgermeister. Einzig und allein habe ich kein Stimmrecht im Gemeinderat und in den Ausschüssen. Ansonsten übernehme ich aber im Prinzip die gleichen Rechte und Pflichten wie der Bürgermeister - nur darf ich mich eben nicht so nennen.

Warum denn nicht?

Als Bürgermeister bekleidet man ein Wahlamt - das heißt also, man wird dazu von den Wahlberechtigten gewählt. Ich wurde aber vom Gemeinderat bestellt. Unser alter Bürgermeister Werner Meyer musste sich aus gesundheitlichen Gründen zur Ruhe setzen. Bleibt die Stelle eines Bürgermeisters längere Zeit unbesetzt, dann kann für ihn ein Amtsverweser von Seiten des Gemeinderats einge- setzt werden. Denn irgendwie muss es ja auf Verwaltungsebene weitergehen.

Im Frühjahr sind Sie doch aber zum Bürgermeister der Gemeinde Dohma gewählt worden...

Ja, das ist etwas, sagen wir einmal, ärgerlich gelaufen. Mit 76 Prozent hatte ich die Wahl damals für mich entschieden. Auf den Unterlagen, die wir vor der Wahl beim Landratsamt eingereicht hatten, fehlten aber die so genannten "Unterstützer-Unterschriften". Damit müssen sich die Anhänger einer Partei oder Wählervereinigung für ihren Wahlkandidaten aussprechen. Diese Unterschriften fehlten bei unserer Wählervereinigung "Dohmaer Wasser", die zur Wahl angetreten war. Das hatten uns die Behörden im Vorfeld nicht so mitgeteilt. Wir wurden also zuerst zur Wahl zugelassen. Wegen der fehlenden Unterschriften ist sie dann aber rückwirkend annulliert worden. Jetzt muss alles noch einmal wiederholt werden.

Für wann sind die Neuwahlen ange- setzt?

Die werden gleichzeitig mit der Landtagswahl am 31. August durchgeführt. Dohma wird ab dem 1. Oktober aller Voraussicht nach einen neuen Bürgermeister haben.

Glauben Sie, dass Sie Ihren Wahlerfolg wiederholen können?

Ohne vermessen klingen zu wollen: Ich habe im Frühjahr Dreiviertel aller Stimmen bekommen. Ich hoffe einfach, dass sich an der Zustimmung zu meiner Person in der Zwischenzeit nicht viel verändert hat. Interview: Susann Schädlich

Aus den Dresdner Neuesten Nachrichten vom 19.06.2014

Susann Schädlich

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