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Ärger um Bahnlärm in Coswig hält an: Lärmbeauftragte und Messungen bringen nicht viel

Ärger um Bahnlärm in Coswig hält an: Lärmbeauftragte und Messungen bringen nicht viel

Ein bisschen Resignation macht sich so langsam breit bei Coswigs Oberbürgermeister Frank Neupold (parteilos), wenn es um das Dauerthema Bahnlärm in seiner Stadt und benachbarten Kommunen des Elbtals geht.

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Quelle: Archiv

Von Stefan Schramm

Seit Jahren kämpfen die Stadtverwaltung und er Seite an Seite mit der Bürgerinitiative (BI) Bahnemission Elbtal e. V. für bessere Lärmschutzmaßnahmen entlang der großen Eisenbahnstrecken im dicht besiedelten Elbtalkessel. "Gern behauptet die Bundesregierung, dass viel getan wird, zum Beispiel bei der Entwicklung leiserer Bremsen. Doch passiert ist fast nichts", sagt der Rathauschef. "Ich ärgere mich darüber nicht mehr. Die Sache hat System, die Entwicklung ist doch seit Jahren bekannt", so Neupold weiter.

Auch dem am Wochenende angekündigten Zusammentreffen von Sachsens Umweltminister Frank Kupfer und Bahnmanagerin Ines Jahnel kann der OB nicht viel abgewinnen. "Vom Vor-Ort-Besuch der Lärmschutzbeauftragten der Bahn erhoffe ich mir nichts", erklärte Neupold gestern kurz und bündig gegenüber DNN. Schließlich sei dies eine Sache der Bundesregierung. Kupfer lud Jahnel nach Sachsen ein, um mit ihr über den Schienenverkehrslärm im oberen Elbtal und speziell in Coswig zu sprechen (DNN berichteten). Wann die Bahnmanagerin in den Freistaat kommt, ist noch unklar. Die 49-Jährige sei erst seit Anfang August im Amt und müsse sich nun einen Überblick über die Lage verschaffen, hieß es gestern lapidar von einer Bahnsprecherin.

Die Geduld von Frank Neupold dürfte bald aufgebraucht sein. Vor einem Jahr hatte er bei einem Treffen mit Bundesverteidigungsminister Thomas de Maizière als Bundestagsabgeordnetem für den Landkreis Meißen und Landtagsvertreter Geert Mackenroth (beide CDU) den Bahnlärm thematisiert. Dabei sei auch die Idee amtlicher Lärmmessungen geboren worden. "Erst in diesem August wurden sie vorgenommen", berichtet Neupold. Experten hatten an der Strecke den Geräuschpegel vorbeifahrender Züge gemessen.

Mit Ergebnissen rechnen die BI und der OB in den kommenden Wochen. Doch auch davon verspricht er sich keine großen Sprünge. "Die Messungen waren zwar normgerecht, sind aber nicht gerichtsrelevant", so Neupold. In den Gesetzen und Richtlinien sei eine solche Maßnahme gar nicht vorgesehen. Lärm werde errechnet und nicht gemessen, so der Rathauschef. Anhand der Daten lasse sich nur behaupten, dass es zu laut ist - wovon die Anwohner längst ein Lied singen können. Manche wohnen seit vielen Jahren dort, stellen aber erst seit zwei Jahren zunehmenden Krach fest. Neupold: "Woran das liegt, gilt es nun zu ermitteln!" Dann sei man wieder einen kleinen Schritt weiter.

Aus den Dresdner Neuesten Nachrichten vom 05.09.2012

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