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Accumotive liefert erste stationäre Speicher aus

Großinvestition von Daimler in Kamenz Accumotive liefert erste stationäre Speicher aus

Die Daimler AG beginnt mit dem Verkauf der von ihrer Tochterfirma Deutsche Accumotive in Kamenz hergestellten Energiespeicher für Privathaushalte. Das weltweit agierende Großunternehmen erhofft sich davon einen weiteren Schub für das Geschäft mit Lithium-Ionen-Batterien.

Ein Mitarbeiter der Deutsche Accumotive arbeitet an einer Zelle für eine Smart III-Batterie.

Quelle: Arno Burgi, dpa

Kamenz. 75 000 Lithium-Ionen-Batterien hat die in Kamenz ansässige Deutsche Accumotive seit ihrer Gründung im Jahre 2012 ausgeliefert. Der Großteil davon befindet sich in Elektrofahrzeugen der Marke „Smart“. Wie viele Speicher das Unternehmen in den kommenden vier Jahren bauen und verkaufen wird, darüber kann man zurzeit nur spekulieren. Fest steht jedoch: Es sollen mehr sein – wesentlich mehr. Denn seit dem vergangenen Jahr erschließt Daimler für seine Kamenzer Tochterfirma ein völlig neues Geschäftsfeld – die Entwicklung und Herstellung stationärer Energiespeicher für den Einsatz sowohl in der Industrie als auch in Privathaushalten.

„Nach dem letztjährigen Einstieg und dem Start einiger industrieller Großprojekte beginnt nun die Auslieferung der Heimspeicher“, erklärt Harald Kröger, Leiter Entwicklung Elektrik/Elektronik und E-Drive Mercedes-Benz Cars. Der Verkauf soll über ein deutschlandweites Netzwerk von Vertriebs- und Kooperationspartnern laufen. „Das Interesse an unseren Energiespeichern ist sehr groß. Wir haben bereits eine Vielzahl an Bestellungen vorliegen. In den kommenden Monaten werden wir den Vertrieb sowohl in Deutschland als auch international weiter intensivieren und ausbauen“, betont Kröger.

Stationäre Energiespeicher werden in der Regel zusammen mit einer Photovoltaikanlage installiert. Rund 500 Installateure wurden von Daimler-Benz bereits für deren Montage geschult. Bis zu acht Batteriemodule können zu einem Energiespeicher mit einer Kapazität von bis zu 20 Kilowattstunden kombiniert werden. „So lässt sich in Haushalten, die über eine eigene Photovoltaikanlage verfügen, der überschüssige Solarstrom nahezu verlustfrei zwischenspeichern“, versichert der Daimler-Entwicklungschef. Der selbst produzierte Anteil am verbrauchten Strom könne auf diese Weise auf bis zu 65 Prozent gesteigert werden.

Durch das Geschäftsfeld der stationären Energiespeicher sieht die Daimler AG neue Wachstumschancen für die Deutsche Accumotive. So investiert sie gegenwärtig 500 Millionen Euro in den Bau einer zweiten Batteriefabrik am Standort Kamenz. In einem ersten Schritt hat Accumotive ein 20 Hektar großes Grundstück erworben. Der Spatenstich soll im Herbst erfolgen, das Richtfest steht im Frühling 2017 auf der Agenda, die Inbetriebnahme ist für den Sommer 2017 geplant. Damit verdreifacht Daimler seine Produktionskapazitäten in der Lessingstadt. Die Daimler-Tochter beschäftigt derzeit circa 420 Mitarbeiter, davon 300 in Kamenz und 120 in Nabern (Baden-Württemberg), wo Forschung und Entwicklung angesiedelt sind. Während Daimler in das neue Geschäftsfeld mit stationären Batteriespeichern eingestiegen ist, hat das Unternehmen seine Zellfertigung in Kamenz bei der Tochterfirma Li-Tec eingestellt.

Von Uwe Menschner

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