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Ab Juli bietet der Freistaat schicke Ferienwohnungen am Schloss Moritzburg

Ab Juli bietet der Freistaat schicke Ferienwohnungen am Schloss Moritzburg

Gegenwärtig sind sie noch im Ausbau, doch Mitte des Jahres sollen sie bezugsfertig sein: Ferienunterkünfte rund um das Schloss Moritzburg. Sie entstehen in fünf der insgesamt neun Teichhäuser auf der Schlossinsel.

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Die Visualisierung zeigt das Innere eines Kavaliershauses.

Quelle: hänelfurkert architekten

1,3 Millionen Euro investiert der Freistaat in den Innenausbau aller Kavaliershäuser. Eines wird zweigeschossig ausgebaut und soll bis zu vier Personen Platz bieten. Die anderen vier Gebäude bleiben eingeschossig und sind für jeweils zwei Urlauber gedacht. "Einbaumöbel und Bodenbelag werden in heller Eiche ausgeführt, alle anderen Flächen in gebrochenen Weißtönen", erklärt Stephan Hänel vom verantwortlichen Architekturbüro. Das zweigeschossige Ferienhaus bekommt zudem einen Kamin.

Die Arbeiten an den Kavaliershäusern sind jedoch nur ein kleiner Teil der Baumaßnahmen am Schloss Moritzburg, die schon Jahre andauern. „Fertig werden wir am Schloss Moritzburg nie. Denn wenn man an einer Stelle fertig ist, fängt man an einer anderen wieder an", sagt Ludwig Coulin, Niederlassungsleiter des Sächsischen Immobilien- und Baumanagements (SIB). „Außerdem können wir im Winter witterungsbedingt nichts machen. Und vor allem: Wir können nicht schnell bauen, sondern müssen behutsam vorgehen, in enger Zusammenarbeit mit dem Landesamt für Denkmalpflege. Zudem haben wir Rücksicht auf den Museumsbetrieb zu nehmen."

Mitte des Jahres wird nun ein wichtiges Ziel auf einem unendlichen Weg erreicht: An der Schlossfassade fallen bis Juli nicht nur die Gerüste - das Gebäude erstrahlt ringsum in einer einheitlichen Bemalung und Farbe. Das gab es Jahrzehnte nicht. Coulin nickt. „Das Schloss leuchtet jetzt wieder in der barocken Farbigkeit aus der Zeit August des Starken." Nur der Amtsturm derzeit noch nicht. Doch sobald es die Witterung zulässt, wird dort wieder ein Gerüst aufgestellt und die Maler vollenden ihr Werk. Die spritzen die Farbe übrigens nicht auf, sondern streichen von Hand. „Das machen wir bewusst, weil die Farbe so lebendiger wirkt", erklärt der für die Sanierung der Schlosshülle verantwortliche Architekt Dietmar Kunze.

Er hat auch den Hut für die Bauarbeiten auf, die derzeit in den winzigen Lichthöfen im Schloss laufen. „Diese Höfe sind Kälte- und Wetterfallen", sagt Coulin vom Hauptauftraggeber SIB. „Wir bringen das grundhaft in Ordnung, dichten alles ab, beheizen die Regenwassereinläufe, so dass es künftig zum Beispiel auch im Bierkeller trocken bleibt."

Die nächsten Bauarbeiten am Schloss sind schon in Sicht: Möglicherweise noch im Herbst beginnt die Sanierung der Terrasse, über die die Besucher zum Haupteingang des Schlosses laufen und auf der sie im Sommer Kaffee trinken. Das Bauwerk ist undicht, Wasser dringt in die darunter gelegenen Funktionsräume und in das Lapidarium. Aus den Verblendmauern fallen die Steine, das Gewölbe hat Risse. „Seit 1750 hat hier keiner was dran gemacht. Noch zwei, drei Jahre, dann ist die Terrasse über den Jordan", sagt Architekt Kunze. Dazu soll es nicht kommen. Weitere Projekte: die Sanierung der Gaststätte ab 2012 und des Großen Saales im Schloss.

Catrin Steinbach

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