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Ab April 2018 führt ein Trekkingpfad durch die Sächsische Schweiz

Sächsische Schweiz Ab April 2018 führt ein Trekkingpfad durch die Sächsische Schweiz

Die Trekkinghütten im linkselbischen Landschaftsschutzgebiet Sächsische Schweiz stoßen bei Natursuchenden auf wachsendes Interesse. Ab 2018 liegen die Hütten sowie mehrere Biwakplätze entlang eines rund 100 Kilometer langen Naturpfades.

Uwe Borrmeister fördert das Walderlebnis in der Sächsischen Schweiz.

Quelle: Silvio Kuhnert

Sächsische Schweiz. In den Trekkinghütten und auf den Biwakplätzen im linkselbischen Landschaftsschaftschutzgebiet der Sächsische Schweiz ist Winterruhe eingekehrt. Im DNN-Interview zieht Uwe Borrmeister, Leiter des Forstbezirks Neustadt, für die zweite Saison Bilanz und berichtet über die weiteren Schritte zum Naturpfad Forststeig.

Frage: Seit vergangenem Jahr bietet der Forstbezirk Neustadt die Möglichkeit zu Übernachtungen in Trekkingshütten an. Zu den Hütten „Willys Ruh“ und „Grenzbaude“ kam Ende Juni 2016 die „Rotsteinhütte“ hinzu. Herr Borrmeister, mit dem Angebot wollen Sie der Naturentfremdung entgegenwirken, Wanderern und Familien ein Naturerlebnis bieten. Wie lautet Ihre bisherige Bilanz?

Uwe Borrmeister: In der Saison 2015 haben wir 143 Hüttentickets verkauft, von denen 93 eingelöst wurden; in dieser Saison verkauften wir 591 Tickets und 378 wurden bisher eingelöst. Die Zahlen zeigen ein deutlich gestiegenes Interesse. Wir haben mit dem Angebot den Nerv bei Wanderern und Erholungssuchenden getroffen, die ein besonderes Walderlebnis suchen. Die Trekkinghütten stellen wir von Mitte April bis Mitte Oktober für Übernachtungen im Wald und Natur zur Verfügung. In dieser Saison haben wir von Mai bis Juni 123 Übernachtungen gezählt. Von August bis Oktober waren es mit 255 deutlich mehr. Mit 250 Erwachsenen, 37 Jugendlichen und 91 Kindern waren viele Familien darunter.

Die Hütten bieten kaum Komfort. Es gibt kein Strom und kein fließend Wasser. Wenn man es warm möchte, muss man Holz hacken und den Ofen anfeuern. Während der Saison sind die Hütten nicht verschlossen und man muss sie mit Fremden teilen. Das funktioniert alles reibungslos?

Wie in der vorigen Saison kam es auch dieses Mal zu keinen Zerstörungen und keinen Diebstählen. Auch Konflikte sind uns nicht bekannt. Im Gegenteil: Wir haben viele positive Rückmeldungen. Die Hütten wurden zudem nie verschmutzt hinterlassen.

Die Trekkinghütten und seit September auch Biwakplätze sind Bestandteil des Projekts „Forststeig Elbsandsteingebirge“. Es ist ein Sächsisch-Böhmischer Walderlebnispfad der Steine geplant. Wann wird er fertig sein?

Das Projekt begann 2012 und soll Anfang 2018 abgeschlossen sein. Wir entwickeln eine Trekkingroute. Auf diesem Naturpfad sollen Wanderer das Gefühl haben, über Stock und Stein zu wandern. Es wird also keinen ausgebauten Wanderweg, sondern eine siedlungsferne Route im Gelände geben. Den Pfad werden wir im Laufe des kommenden Jahres von Reisig beräumen, frei schneiden und markieren. Mit der Trekkingroute möchten wir das Naturerlebnis fördern und ein Angebot im linkselbischen Landschaftsschutzgebiet schaffen. Es werden keine festen Etappen eingerichtet, sondern jeder soll individuell Tagesetappen festlegen können. Als Schutzräume und für Übernachtungen dienen die Hütten und Biwakplätze. Im Revier Rosenthal haben wir dafür in diesem Jahr die Forsthütte Haselmausbaude repariert. Sie ist ab der nächsten Saison für Wanderer geöffnet. Bis zur Eröffnung der Trekkingroute im April 2018 werden noch eine weitere Hütte sowie ein bis zwei Biwakplätze hinzukommen.

Und wo wir die Route entlang verlaufen?

Die Route ist rund 100 Kilometer lang und verläuft über 17 Aussichtspunkte wie folgt: Von Schöna aus geht es zum Großen Zschirnstein, vorn dort aus über den Grenzpfad zum Großen Schneeberg, über Ostrov, Tissaer Wände und Zeisigstein ins Bielatal, weiter über Grenzplatte, Rotstein, Katzstein, Spitzstein, Lampertstein, Labyrinth, Nikolsdorfer Wände, Quirl, Gohrisch, Papststein und Kleinhennersdorfer Stein nach Bad Schandau. In vier bis fünf Tagen kann man die Strecke absolvieren.

Von Silvio Kuhnert

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