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ASB-Pflegezentrum in Boxdorf feiert Richtfest

Allgemeinärztin Weidhase zieht ein ASB-Pflegezentrum in Boxdorf feiert Richtfest

Das neue Pflegezentrum der Arbeiter-Samariter-Bund Dresden & Kamenz gGmbH (ASB) steht noch gar nicht, da ist es schon ausgebucht. „Wir haben 30 Bewerbungen für die geplanten seniorengerechten Wohnungen“, sagt ASB-Vorstand Peter Großpietsch. Dabei sind an der Schulstraße im Moritzburger Ortsteil Boxdorf nur elf Wohnungen geplant.

ASB-Vorstandschef Peter Großpietsch und Zimmermann René Schlimpert geben mit Hammer und Nagel ihr Bestes beim Richtfest.

Quelle: Uwe Hofmann

Moritzburg.  Das neue Pflegezentrum der Arbeiter-Samariter-Bund Dresden & Kamenz gGmbH (ASB) steht noch gar nicht, da ist es schon ausgebucht. „Wir haben 30 Bewerbungen für die geplanten seniorengerechten Wohnungen“, sagt Peter Großpietsch, Vorstandsvorsitzender des ASB Regionalverbandes Dresden. Dabei sind an der Schulstraße im Moritzburger Ortsteil Boxdorf nur elf Wohnungen geplant. „Das heißt also, wir müssen weiter bauen“, schlussfolgert Großpietsch und lacht.

Und tatsächlich scheint Großpietsch derzeit allen Grund für ausgelassene Freude zu haben. Der Bau kommt trotz des schwierigen weil sehr engen Baufelds offenbar gut voran, an der Eröffnung im Juli wolle man festhalten, hieß es beim Richtfest am Freitag. Außerdem hat das lange Werben des ASB um die Allgemeinärztin Annette Weidhase Erfolg gehabt. Die Verträge seien zwar noch nicht unterzeichnet, aber er gehe davon aus, dass die Ärztin ein paar hundert Meter von der Dresdner Straße an die Schulstraße in die Praxis im Erdgeschoss des neuen Pflegezentrums einziehen wird. Damit kann auch die letzte noch offene Frage als erledigt betrachtet werden.

Für rund 2,5 Millionen Euro baut der ASB seit dem Frühjahr ein stark heruntergewohntes Wohnhaus zu einem modernen Pflegezentrum um. Dazu gehören eine Hausarztpraxis im Erdgeschoss des ehemaligen Wohnhauses, eine Sozialstation und zwei Wohnungen in den darüber gelegenen Räumen sowie eine Tagespflege und neun weitere Wohnungen in einem Anbau, der sich hinter dem Wohnhaus auf das ehemals verwilderte Gartenareal erstreckt. Die Wohnungen sind entweder um die 40 Quadratmeter oder 50 bis 55 Quadratmeter groß, was sich nach Erfahrungen des ASB für ältere Bewohner als eine gut handhabbare Größe herausgestellt hat.

Mit der Investition verbindet sich eine Geschichte, die nicht alltäglich ist. Das Grundstück hat die Moritzburgerin Vera Klemm dem ASB vermacht, die 2013 im Alter von 92 Jahren verstarb. Offenbar verband sie Dankbarkeit mit dem Sozialverband, weil sich ihre Eltern in den 1920er Jahren bei den ASB-Schwimmern in den Moritzburger Teichen kennenlernten, wie Großpietsch, zu berichten weiß. Zwei Jahre habe man sich anschließend den Kopf zerbrochen, wie sich auf dem Grundstück ein möglichst umfassendes Angebot an Pflege und Altershilfe unterbringen lässt und wie man dafür die Finanzierung aufbringt. Geholfen hat dabei die Deutsche Fernsehlotterie, die 300 000 Euro zum Bau beisteuert.

Für Radebeul verbindet sich mit dem Pflegezentrums-Neubau eine negative Nachricht. Sobald es fertig ist, wird das Radebeuler Pflegezentrum im Landhaus Beschke geschlossen. Die dem Landkreis Meißen gehörende Immobilie sei stark sanierungsbedürftig, heißt es dazu vom ASB. Das Personal wandert dann ebenso nach Boxdorf wie die 15 Plätze in der Tagespflege, die der ASB bisher an der Meißner Straße in Radebeul angeboten hatte. Man suche noch weitere Pflegekräfte für Moritzburg, heißt es aus dem ASB. Immerhin bleibt das Frühförderzentrum in der Lößnitzstadt. Es zieht zum Frühjahr in das Gebäude Meißner Straße 218, den früheren Hauptsitz der Firma Kriesten.

Von Uwe Hofmann

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