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60 Granaten in der Dippser Heide gesprengt - Donnerstag ist eine Bombe im Sumpfgebiet dran

60 Granaten in der Dippser Heide gesprengt - Donnerstag ist eine Bombe im Sumpfgebiet dran

Die Dippoldiswalder Heide entwickelt sich zum Munitions-Fundort Nummer 1 in Dresden und Umgebung. Nirgends sonst wurden zuletzt so viele Bomben und Granaten gefunden, wie in dem 12 Quadratkilometer großen Wald nördlich der Talsperre Malter.

Gestern hat der Kampfmittelbeseitigungsdienst der sächsischen Polizei dort 60 Granaten gesprengt, morgen müssen weitere Bomben in die Luft gejagt werden.

Schon Tage und Wochen haben die Kampfmittelexperten die jetzt gesprengten Granaten gesammelt. Sie wurden in sogenannten "Nestern" zusammengetragen, sagte gestern Polizeisprecher Thomas Geithner auf DNN-Anfrage. Dabei handelte es sich um schwer zu findende Verstecke, in denen jeweils mehrere Granaten zusammen gelagert wurden. Wie viele solche "Nester" der Kampfmittelbeseitigungsdienst angelegt hatte, sagte Geithner nicht. Gestern wurden nun diese Nester geräumt und die Granaten an einen zuvor ausgewählten Sprengplatz gebracht. Dabei handelte es sich um eine Fläche in der Dippser Heide, auf der die 60 Granaten - auf einmal und ohne weiteren Schaden anzurichten - in die Luft gejagt werden konnten. "Das gab eine Fontäne wie bei einer Bombensprengung", hat Geithner beobachtet. Aber es war bei Weitem nicht so gefährlich. Die Polizei hat lediglich mehrere Waldwege gesperrt, alle Straßen blieben offen. "Wir mussten 12 Wanderer und Pilzsammler abweisen", sagte Geithner. Um 9 Uhr startete der Einsatz gestern, 12 Uhr fand die Sprengung statt. Gleich danach konnten alle Sperrungen aufgehoben werden.

Morgen soll eine Bombe gesprengt werden, die in einem Sumpfgebiet liegt. Sie könne nicht abtransportiert werden, sagte Geithner, dazu sei der Boden zu weich. Sperrungen von Wanderwegen reichen dann nicht, um für die Sicherheit zu garantieren. Unter anderem soll wieder der Antonsweg dicht gemacht werden, der quer durch die Dippser Heide zur Bundesstraße 170 führt.

Seit einem Jahr wird in dem Waldgebiet gezielt nach Fliegerbomben aus dem Zweiten Weltkrieg gesucht. Im November 2013 wurden dort erstmals Sprengkörper unschädlich gemacht.

Aus den Dresdner Neuesten Nachrichten vom 29.10.2014

cs

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