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47 Sachsenweine dürfen wieder in den Handel

Gift-Skandal 47 Sachsenweine dürfen wieder in den Handel

Die Sächsische Winzergenossenschaft Meißen darf 47 Weine der Jahrgänge 2014 und 2015 in den Verkauf bringen. Die Weine seien vom Landratsamt Meißen freigegeben worden, erklärte eine Sprecherin der Behörde. Bei diesen Tropfen wird der Grenzwert des im Weinbau verbotenen Nervengiftes Dimethoat nicht überschritten.

Meißen.

Die Verunsicherung bei Verbrauchern, aber auch bei Winzern wird noch verstärkt, weil nach Behördenangaben bereits verkaufte Weine rechtlich anders behandelt werden als Weine in Tanks und Fässern. Solange keine Gesundheitsgefahr besteht, müssen Weine mit überschrittenen Grenzwerten nicht öffentlich zurückgerufen werden. Wird die Überschreitung noch in der Kellerei entdeckt, dürfen die Weine aber gar nicht erst in den Handel gelangen. Bisher ist jedoch keiner der belasteten Sachsenweine als gesundheitsschädlich eingestuft worden.

Laut Landratsamt haben „Verbraucher stets die Möglichkeit, sich mit Fragen auch direkt an den auf dem Etikett des erworbenen Produktes ersichtlichen ‚Inverkehrbringer‘ zu wenden“. Im Klartext: Wer Sorgen hat, soll sich selbst kümmern. Tatsächlich finden Weinkunden bislang keine verbindliche Liste, die alle Weine der Genossenschaft enthält, welche nach dem Lebensmittelrecht nicht verkehrsfähig sind. Die Winzergenossenschaft ist überzeugt, stets korrekt zu handeln. Geschäftsführer Lutz Krüger betonte, es habe keine Verpflichtung bestanden, Weine der Jahrgänge 2014 und 2015 zu sperren oder aus dem Handel zu nehmen. Trotzdem seien alle bekannten Abnehmer informiert worden, sobald Grenzwerte überschritten waren.

Bisher wurden belastete sächsische Weine von einer Privatkellerei und von der Winzergenossenschaft Meißen aus dem Verkehr gezogen. Sie müssen entsorgt werden, weil sie Dimethoat-Rückstände enthalten. Mit diesem Wirkstoff dürfen Weinberge in Deutschland nicht gespritzt werden. Mutmaßlich mindestens ein Traubenerzeuger hat den Wirkstoff jedoch widerrechtlich eingesetzt.

Von Lars Müller

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