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43.000 Einwohner hat der Landkreis Meißen seit 1990 verloren - Zuwachs nur im Speckgürtel von Dresden

43.000 Einwohner hat der Landkreis Meißen seit 1990 verloren - Zuwachs nur im Speckgürtel von Dresden

Fast 43 000 Bewohner hat der Landkreis Meißen seit 1990 verloren. Das ist so, als wären Radebeul und Weinböhla in ihrer heutigen Größe von der Landkarte getilgt - ein enormer Schwund also.

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Die Nähe zu Dresden macht's: Wachstum in Moritzburg, Schrumpfen in Meißen.

Quelle: Eylert

Im Landkreis Bautzen sind es gar knapp 76 000 Einwohner weniger. Doch es gibt auch Kommunen, die seit 1990 gegen den allgemeinen Trend ein Bevölkerungswachstum verzeichnet haben.

Was unterscheidet die wachsenden Gemeinden von den schrumpfenden?

Sie liegen alle mehr oder weniger nahe bei Dresden, das ebenfalls wachsende Einwohnerzahlen vorzuweisen hat. Im Speckgürtel der Landeshauptstadt gibt es Wachstum, abseits davon Stagnation und Bevölkerungsverlust.

Von welchen Größenordnungen lässt sich sprechen?

Dafür lassen sich Zahlen heranziehen, die die Landesstatistiker aus dem Datensalat der Zensusbefragung 2011 errechnet haben. So war Riesa 1990 mit 47049 Einwohner die größte Stadt im Umfeld. 32529 Riesaer haben die Statistiker 2011 in der Nudelstadt gezählt, ein Verlust von 14510 Einwohnern. Ganz anders die Dresdner Nachbarstadt Radebeul. Sie hat im selben Zeitraum um 2007 Einwohner zugelegt, ist mit 33202 Einwohnern nunmehr die größte Stadt im Landkreis Meißen. Dass das kein Zufall ist, zeigt beispielsweise auch Moritzburg. Das hat ähnlich zugelegt wie Radebeul, was bei der viel kleineren Einwohnerzahl von knapp 8200 aber zu einer enormen Zuwachsrate führt: Um fast ein Drittel hat sich Moritzburg seit 1990 vergrößert.

Verfälschen nicht Eingemeindungen die Statistik?

Nein. Es geht wirklich um reine Zuwächse, weil die Statistiker die heutige Gemeindegröße zur Grundlage genommen haben.

Gab es einen Masterplan, der Moritzburg so anwachsen ließ?

Offenbar nicht. "Es sind über die Jahre mehrere Eigenheimstandorte entstanden", lautet die knappe Antwort von Moritzburgs Hauptamtsleiterin Jutta Kochta. Moritzburg als attraktiver Wohnort kommt als alleinige Ursache jedoch nicht in Frage, schließlich lässt sich beispielsweise Meißen dieselbe Attraktivität nicht absprechen. Trotzdem hat die Porzellanstadt rund 8100 Bewohner verloren. Die Nähe zu Dresden mit seinen Arbeits- und Einkaufsmöglichkeiten ist also entscheidender Faktor.

Freuen sich wachsende Gemeinden über mehr Geld durch Schlüsselzuweisungen?

Nicht wirklich. "Sicher bekommen wir mehr Einnahmen, aber da Sachsen schrumpft, nimmt auch das Volumen dessen ab, was verteilt wird", stellt Moritzburgs Kämmerin Martina Klotsche klar. Außerdem würden mit mehr Einwohnern automatisch die Ausgaben steigen, so dass sie allenfalls mit einem ganz leichten Plus über die Jahre rechnet.

Und fehlt bei schrumpfenden Gemeinden das Geld?

Ja, aber auch nicht in bedeutenden Größenordnungen. Auf 14000 Euro weniger berechnet etwa Coswigs Kämmerer Thomas Schubert den Verlust. Die Große Kreisstadt bewegt sich nach dem Verlust von rund 5400 Coswigern knapp über der 20000-Einwohner-Marke. "Viel größere Auswirkungen würde es haben, wenn die Kreisumlage erhöht wird", fügt Schubert an. Ein Ansinnen, dass Landrat Arndt Steinbach (CDU) schon geäußert habe, für dass er aber erst Mehrheiten finden müsse.

Was verliert Coswig, wenn es unter 20000 Einwohner fällt?

Lediglich die Zuständigkeit für die Wohngeldstelle müsste Coswig in diesem Fall streng genommen abgeben. Da die Behörde jedoch in Gemeinschaft mit der Nachbarstadt Radebeul betrieben wird, besteht diese Gefahr de facto nicht.

Aus den Dresdner Neuesten Nachrichten vom 10.08.2013

Hofmann, Uwe

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