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4. Internationale Schostakowitsch-Tage beginnen in Gohrisch

4. Internationale Schostakowitsch-Tage beginnen in Gohrisch

Den Ruf als Geheimtipp haben die Internationalen Schostakowitsch-Tage in Gohrisch trotz ihrer Jugend schon abgestreift. Zur 4. Ausgabe des Festivals werden von diesem Freitag an wieder namhafte Interpreten in die Sächsische Schweiz reisen, um im Festspielzelt von Gohrisch einem der größten Komponisten des 20. Jahrhunderts zu huldigen.

Eine Probe der Sächsichen Staatskapelle. (Archivbild)

Quelle: AnneKathrin Sturm

Neben der Sächsischen Staatskapelle unter Leitung von Michail Jurowski treten in diversen Kammermusikformationen unter anderen die Cellistin Natalia Gutman und der Pianist Igor Levit auf.Neben dem Namensgeber des Festivals stehen bis Sonntag Benjamin Britten und Krzysztof Meyer im Zentrum. Britten, der in diesem Jahr seinen 100. Geburtstag hat, gilt als einziger Komponistenfreund Schostakowitschs im Westen. Beide sollen sich menschlich sehr nahe gewesen sein und sich auch künstlerisch inspiriert haben. Schostakowitsch-Biograf Meyer schrieb ein Chorwerk, das im „Wandelkonzert“ unter freiem Himmel aufgeführt wird.

Das Publikum kann dabei zu verschiedenen Plätzen in Gohrisch wandeln. Es wird vom Ensemble Vocal Concert Dresden und Knaben des Kreuzchores bestritten.Daneben sind ein großer Konzertabend, zwei Kammerabende, ein Matinee-Konzert sowie eine Filmaufführung geplant: Erstmals wird der Britten-Film „Nocturne“ von Regisseur Tony Palmer in Deutschland gezeigt. Ein Vortrag über Britten und Schostakowitsch rundet das Festival ab. Zudem bieten die Organisatoren Rundgänge auf den Spuren des Komponisten an.Schostakowitsch (1906-1975) weilte zwei Mal in Gohrisch, wo sich früher ein Gästehaus der DDR-Regierung befand. Im Juli 1960 komponierte er hier das legendäre 8. Streichquartett.

Es bringt seine Leidensgeschichte unter dem Stalin-Regime zum Ausdruck.Natalia Gutman äußerte sich in einem Interview mit Festivalgründer Tobias Niederschlag über Schostakowitsch. Die Cellistin hatte einst für den Komponisten auch privat gespielt: „Wir waren damals junge Musiker, und Schostakowitsch war unser Gott.“ Seine Werke würden noch heute in ihrem Repertoire eine zentrale Rolle spielen. „Ich spiele Schostakowitsch häufiger als jeden anderen Komponisten.“ Gutmann erhält in Gohrisch den Internationalen Schostakowitsch-Preis. Er wird vom Verein des Festivals als Ehrenpreis verliehen.

dpa

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