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36-Jähriger zündelte am Haus seiner Ex - Bewährung

36-Jähriger zündelte am Haus seiner Ex - Bewährung

Händchenhaltend verließen Axel T. und Yvonne F. gestern das Dresdner Amtsgericht. Die beiden haben sich wieder richtig lieb. Das war nicht immer so. Im September vergangenen Jahres brannte da die Luft und das im wahrsten Sinne des Wortes.

Der 36-Jährige hatte vor dem Haus von Yvonne F. in Lommatzsch Feuer gelegt. Gestern stand er vor Gericht.

Es muss eine Art Hassliebe gewesen sein, die die beiden verband. Es gab häufig Streit. Die 43-Jährige ließ sich nicht die Butter vom Brot nehmen, erwirkte sogar eine einstweilige Verfügung, wonach sich Axel T. ihr nicht nähern durfte. Am gleichen Abend lud sie ihn zu sich ein. Das Pärchen konnte nicht miteinander, aber offenbar auch nicht ohne einander. Dann machte sie Schluss, traf sich aber weiter mit ihm und noch einem anderen Mann. "Ich war verärgert, weil sie sich nicht entscheiden konnte", sagte Axel T. Am 27. September hatte er reichlich getrunken, fuhr dann zu ihrem Haus, stieg über eine Leiter in ein Fenster ein, klaute einen Laptop, einen Rucksack und diverse Unterlagen, ließ den Hund aus dem Haus raus und zündete dann einen Sperrmüllhaufen an der Giebelwand des Hauses an. Die Matratzen, Teppichreste und Sessel brannten schnell. Davon überzeugte sich der 36-Jährige noch, bevor er davon fuhr. Die Flammen schlugen vier Meter hoch. Glücklicherweise bemerkte ein Nachbar den Brand und informierte die Feuerwehr, die Schlimmeres verhinderte - und es hätte viel schlimmer kommen können. Zwei Meter neben der Brandstätte stand ein großer Tank mit Flüssiggas.

Der Angeklagte räumte die Vorwürfe gestern komplett ein. "Es hatte Streit gegeben. Ich wusste, dass sie nicht da war, bin hin gefahren und habe den Sperrmüll angezündet. An den Tank habe ich nicht gedacht. Ich bin davon ausgegangen, dass nichts passiert." Es ist nicht viel passiert, die Schäden sind relativ gering, aber das ist nicht sein Verdienst. Die Sache hätte böse enden können. Yvonne F. zumindest hat ihm verziehen und selbst wieder den Kontakt zu ihm gesucht. "Wir haben uns geeinigt, es noch einmal zu versuchen. Zu meinen Bedingungen und ohne Alkohol. Wir verstehen uns jetzt besser als vorher."

Das Schöffengericht unter Vorsitz von Richter Ralf Schamber verurteilte den Angeklagten zu einer Freiheitsstrafe von einem Jahr und acht Monaten, die zur Bewährung ausgesetzt wurde. Zudem muss er 150 gemeinnützige Arbeitsstunden leisten.

Aus den Dresdner Neuesten Nachrichten vom 04.03.2015

Monika Löffler

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