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29. Radebeuler Kasperiade wird am 19. Juni im Kultur-Bahnhof Radebeul-Ost gefeiert

Puppentheater-Festival 29. Radebeuler Kasperiade wird am 19. Juni im Kultur-Bahnhof Radebeul-Ost gefeiert

„So ein neuer Ort, der muss erkämpft werden“, sagt Detlef Heinichen. Zum inzwischen vierten Mal hat er als künstlerischer Leiter das Programm der Radebeuler Kasperiade zusammengestellt, nachdem diese von Altkötzschenbroda nach Radebeul-Ost umgezogen ist. Am 19. Juni geht das Festival in die 29. Auflage.

Marie Bretschneider zeigt in Radebeul „Lieschen Radieschen und der Lämmergeier“ das auch aus ungezogenen Kindern Prinzessinnen werden können, Detlef Heinichen spielt „Amadeus“ für Erwachsene.

Quelle: Uwe Hofmann

Radebeul. „So ein neuer Ort, der muss erkämpft werden“, sagt Detlef Heinichen. Zum inzwischen vierten Mal hat er als künstlerischer Leiter das Programm der Radebeuler Kasperiade zusammengestellt, nachdem diese von Altkötzschenbroda nach Radebeul-Ost umgezogen ist. Weil die Besucherzahlen am neuen Ort wie im Vorjahr mit rund 1200 nur ein Drittel der Spielstätten in Altkötzschenbroda aufweisen, das Budget – wie hinter vorgehaltener Hand zu erfahren ist – in Radebeul-Ost aber um ein vielfaches angestiegen ist und man rings um den Kultur-Bahnhof in den vergangenen Jahren auch so manches missglückte Experiment unternommen hat, gibt es am neuen Konzept des traditionsreichen Puppentheaterfestivals immer wieder Kritik. „Ich denke, die Kasperiade ist in Radebeul-Ost angekommen“, hält Kulturamtsleiter Alexander Lange entgegen.

Auch dafür gibt es Argumente. So sind die von Heinichen ins Leben gerufenen Aufführungen für Erwachsene am Vorabend der Kasperiade gut angenommen. „Nur vor zwei Jahren, als zeitgleich Deutschland gegen Ghana bei der Fußball-WM gespielt hat, hatten wir Probleme“, sagt der künstlerische Leiter. In diesem Jahr gibt es übrigens ander als auf Programmflyern zu lesen ist nicht „Der Hunderjährige, der aus den Fenster stieg und verschwand“ zu sehen. „Wolf-Dieter Gööck und ich waren bei der Ankündigung zu optimistisch, wir bekommen das Stück bis zum Termin nicht fertig“, begründet Heinichen. Stattdessen wir er eine Figurentheater-Version von „Amadeus“ zur Aufführung bringen, die insofern aktuellen Bezug hat, weil der Autor des 1981 uraufgeführten Werkes Peter Shaffer kürzlich verstorben ist.

Weiter lässt sich zugunsten der neuen Kasperiade verbuchen, dass das kostenfreie Programm rings um den Bahnhof gut besucht ist. Dort sorgt ein Festivalkasper für Stimmung, gibt es Marionetten-Varieté, Basteln, Kinderschminken und Spielgeräte zum Austoben. Besuchermagnet ist die Outlaw-Feuerwehr, die man vor vier Jahren mehr zufällig gebucht hatte und nun als Dauerbrenner installiert hat, wie Heinichen sagt. Neu ist ein Familienflohmarkt an der Sidonienstraße. „Wir hoffen dadurch, dass viele Familien vor Ort sind, von denen einige auch die Aufführungen besuche“, sagt Kulturamtsleiter Lange. Um die Spielorte in den Sidonienhöfen besser anzubinden, führt erstmals ein Rätselpfad über zum Kultur-Bahnhof. Hauptpreis sind drei Tickets für „Momo“ auf der Felsenbühne Rathen.

Zu den zu den Akten gelegten Experimenten gehört das Ticketmodell des vorigen Jahres, das an den Schaubudensommer angelehnt war. Statt Einer- und Dreier-Tickets gibt es wieder Tageskarten, weil im vergangenen Jahr viele Besucher nur ein Einzelticket gekauft haben und den Rest des Tages auf dem Vorplatz beim kostenfreien Programm verbracht haben, wie Lange sagt. „Es war ein Versuch wer“, sagt er. Neu ist in diesem Jahr, dass der Bahnhofsvorplatz mit Prellböcken abgegrenzt wird, die die Schüler der Grundschule Friedrich Schiller künstlerisch herausputzen werden.

In der Turnhalle der Grundschule sind zur Kasperiade die Zugpferde zu finden. „Dort haben wir den größten Platz, können 150 Zuschauer unterbringen“, begründet Heinichen. Für die Puppentheaterversion des Peter-Maffay-Musicals „Tabaluga und Lilli“ sowie von „Pettersson und Findus“ durchaus angemessen, wie er findet. „Die Kleinodien verteilen sich auf die kleinen Bühnen“, fügt er an. Diese sind nach Meinung des künstlerischen Leiters übrigens ein wesentlicher Grund dafür, warum die Besucherzahlen aus Altkötzschenbroda der Vergangenheit angehören. „100 Zuschauer mehr würden uns gut tunt, 500 mehr könnten wir gar nicht unterbringen“, sagt Heinichen.

Von Uwe Hofmann

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