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29. Hohnsteiner Puppenspielfest mit 64 Vorstellungen

29. Hohnsteiner Puppenspielfest mit 64 Vorstellungen

Die dubiose Geschichte vom kleinen Mädchen, das in den Wald geht, um der fernab der Zivilisation lebenden und derzeit bettlägerigen Großmutter, die ihm einst die rote Kappe schenkte, einen Korb mit Leckereien zu bringen, ist ein Klassiker.

Die Grimmsche Version ist aber nicht die einzige. Um die 35 Varianten des Rotkäppchen-Stoffes gibt es in aller Welt. In einer chinesischen Erzählung ist statt des Wolfes der Tiger die Bestie. Im Iran, wo es sich als Mädchen nicht ziemt, allein umherzustreifen, befindet sich das Mädchen in Begleitung eines Jungen. Gleich zwei Rotkäppchen-Inszenierungen sind beim 29. Hohnsteiner Puppenspielfest zu begutachten. Zum einen zeigen die Artisanen aus Berlin ihre Adaption, zum anderen das Puppentheater Uschi Maar, ebenfalls aus Berlin. Auch Angsthasen gibt es im Doppelpack: Männels Lutziges Puppentheater aus Oppach schildert die Geschichte "Von einem, der auszog, das Fürchten zu lernen", beim Dresdner Figurentheater zeigt Jörg Bretschneider, wie ein kleiner Angsthase ungewohnt mutig wird.

Es ist also wieder soweit. Das Hohnsteiner Puppenspielfestival lockt. 19 Puppen- und Figurentheater sind vom 23. bis 25. Mai in 64 Vorstellungen sowohl in Spielstätten auf der Burg Hohnstein als auch in der Stadt Hohnstein selbst (etwa im Max-Jacob-Theater) zu erleben. Wieder wird das ganze Spektrum der Puppenspielkunst abgedeckt - von Handpuppen über Stabpuppen und Marionetten in klassischen Spielbühnen oder offener Spielweise.

Im Programm-Faltblatt findet sich ein schöner Satz von Hartmut Lorenz, der einmal erklärte: "Puppenspielkunst zeigt Leben am Beispiel des Leblosen." Dem kann man eigentlich nur beipflichten. "Hühnchen neue Welt", eine Produktion des Figurenkombinats aus Stuttgart, in der ein Huhn vor dem Metzger und seinem Messer kreuz und quer durch die Stadt flüchtet, wird als "bitter-derbe Parodie auf unsere Leistungsgesellschaft und den Perfektionswahn" angekündigt. Gleich in drei Inszenierungen zeigt Kasper allen, was eine Harke ist. Beim Puppentheater Schlott aus Neu Nantrow überlistet er Hexe und Teufel, in "Ein verhexter Geburtstag" des Figurentheaters Köln hilft er bei der Suche nach einem verschwundenen Hundekuchen, und in "Kaspers Zauberkiste" (ebenfalls Figurentheater Köln) passiert ihm, da er seine Zauberfähigkeiten grob-fahrlässig überschätzt, allerdings erst mal das Malheur, sich in einen Bären zu verwandeln.

Natürlich ist auch für Unterhaltung "für Drumherum und Mittendrin" gesorgt. Christjan Schlott betätigt sich als Herold für alle Fälle, Kerstina Grunowa schminkt Kinder um auf eine Figur oder Gestalt ihrer Wahl. Und auch eine Schnitzwerkstatt fehlt nicht. Krambambuli bringt am Sonnabend Musik von Musette über Tango und Folk bis Jazz und Swing zu Gehör, die Tam Tam Combony am Sonntag brassig schräge Partymusik ...

Tageskarten: Kinder 8, Erwachsene 12, Familienkarte 30 Euro. Beide Tage: Kinder 12, Erwachsene 20, Familienkarte 50 Euro. Abendveranstaltungen (für Erwachsene): 10 Euro

www.hohnsteiner-puppenspielfest.de

Aus den Dresdner Neuesten Nachrichten vom 20.05.2014

Christian Ruf

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