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25 Jahre Pirna Sonnenstein

Verein ehrt Helfer mit Ehrenmitgliedschaft 25 Jahre Pirna Sonnenstein

Die Sächsische Kunstministerin Eva-Maria Stange (SPD) würdigt die Arbeit des Kuratoriums „Gedenkstätte Sonnenstein e.V.“ anlässlich des 25-jährigen Bestehens. Der Verein nimmt sich der Erinnerung an die Opfer und der Mahnung vor den Verbrechen des Nazi-Regimes in der Region an.

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Der Verein „Sonnenstein“ zeichnet den 77-jährigen Volkmar Schumann mit einer Ehrenmitgliedschaft für sein Engagement aus.

Quelle: Daniel Förster

Pirna. Die Sächsische Kunstministerin Eva-Maria Stange (SPD) würdigt die Arbeit des Kuratoriums „Gedenkstätte Sonnenstein e.V.“ anlässlich des 25-jährigen Bestehens. Der Verein nimmt sich der Erinnerung an die Opfer und der Mahnung vor den Verbrechen des Nazi-Regimes in der Region an. In Pirna Sonnenstein wurden durch Nationalsozialisten fast 15 000 Menschen ermordet.

In der Zeit zwischen Juni 1940 und August 1941 ließen die Ärzte der zur Tötungsanstalt umfunktionierten einstigen Heil- und Pflegeanstalt Sonnenstein psychisch kranke und geistig behinderte Menschen umbringen. Dafür wurde ein Kellerraum in eine Gaskammer umgerüstet. Zudem starben hier im Sommer 1941 mehr als tausend Häftlinge aus nationalsozialistischen Konzentrationslagern. Die heutige Gedenkstätte ist Teil der Stiftung Sächsische Gedenkstätten.

Am 3. Juni 1991 gründeten 18 Bürgerinnen und Bürger das Kuratorium Gedenkstätte Sonnenstein e.V. Noch im Oktober 1991 konnte der Verein ein erstes Konzept zur inhaltlichen Gestaltung und dem Anliegen der künftigen Gedenkstätte vorlegen. Mit einfachsten Mitteln eröffnete das Kuratorium im Herbst 1992 eine kleine Ausstellung in der ehemaligen Sonnensteiner Anstaltskirche. Dabei half der heute 77-jährige Volkmar Schumann die Geschichte aufzuarbeiten und bekam dafür feierlich die Ehrenmitgliedsschaft verliehen. Seine Eltern arbeiteten als Pflegekräfte, weigerten sich jedoch sich an der Ermordung ihrer Schützlinge zu beteiligen und verloren daraufhin ihren Arbeit.

Seit 1999 befindet sich die Gedenkstätte in der Trägerschaft der Stiftung Sächsische Gedenkstätten und wurde 2000 feierlich eröffnet. Ministerin Stange lobt: „Heute hat sich die Gedenkstätte als Erinnerungsort etabliert und ist ein wichtiger außerschulischer Lernort.“

Von DNN

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