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23-Jährige wegen Sex fast umgebracht: Neun Jahre Haft für Mann aus Radebeul wegen versuchten Totschlags

23-Jährige wegen Sex fast umgebracht: Neun Jahre Haft für Mann aus Radebeul wegen versuchten Totschlags

Wegen versuchten Totschlags ist Ronald P. gestern von der Schwurgerichtskammer des Dresdner Landgerichts zu einer Freiheitsstrafe von neun Jahren verurteilt worden, außerdem wurde eine anschließende Sicherungsverwahrung angeordnet.

Die Kammer sah es als erwiesen an, dass er im Herbst vergangenen Jahres eine 23-jährige Frau fast umgebracht hätte und eine andere beschimpft und bedroht hat. "Wir tun uns mit Sicherungsverwahrung immer schwer und ordnen so etwas selten an. Aber bei Ihnen musste das sein. Der Schutz der Allgemeinheit, in dem Fall von Frauen, geht vor", begründete die Vorsitzende Richterin Birgit Wiegand diese Entscheidung. "Ihre Taten werden immer schlimmer, erst eine Sexualstraftat, dann eine stundenlange Vergewaltigung und nun fast ein Totschlag. Da liegt ein Hang zur Begehung weiterer Straftaten vor."

Der Angeklagte musste sich schon mehrmals wegen Sexualstraftaten vor Gericht verantworten. Von Januar 2007 bis April 2013 saß er deshalb im Gefängnis. Sechs Monate nach seiner Entlassung hat er in seiner Wohnung auf der Meißner Straße in Radebeul die 23-Jährige fast totgeschlagen. Er hat sie, wie seine anderen Opfer auch, über entsprechende Portale im Internet kennengelernt. Gezielt suchte er sich immer jüngere und etwas naive Frauen aus.

So auch am 22. September vergangenen Jahres. Er verabredete sich mit seiner Internetpartnerin und sie besuchte ihn noch am gleichen Abend. Es wurde geredet, etwas getrunken und ein bisschen geturtelt, aber Sex wollte die Frau dann nicht, was sie ihm auch sagte. Allerdings blieb sie in seiner Wohnung und legte sich zum Schlafen auf die Couch. Ihr "nein" akzeptierte er nicht, legte sich dazu und würgte sie dann, als sie ihn erneut abwies. Als sie sich wehrte und ihn trat "tickte" er aus, wie er selbst sagte. Ronald P. schlug ihr mit einer ungeöffneten Sektflasche immer wieder auf den Kopf und ins Gesicht. Die junge Frau erlebte einen Alptraum. Der Angeklagte trieb sie durch die ganze Wohnung und schlug mit der Flasche immer wieder auf sie ein. In jedem Zimmer war Blut. Als sie ihn bat, einen Krankenwagen zu rufen, da sie schlimme Schmerzen habe, verhöhnte er sie noch. Dies würde nicht gehen, da er zuvor die Wohnung putzen müsse, sie habe mit ihrem Blut ja alles schmutzig gemacht.

Ein Nachbar hatte den Lärm und die Hilfeschreie der Frau gehört und die Polizei informiert. Selbst als die Beamten an der Tür klingelten, schlug Ronald P. weiter auf sein Opfer ein. "Wir klopften zwei Mal, jedes Mal war eine ganz ruhige Männerstimme zu hören: ,Moment bitte, ich komme gleich'", sagte ein Beamter. Als die Polizisten erneut Lärm und das Wimmern einer Frau hörten, traten sie die Tür ein. Vielleicht haben sie dem Opfer damit das Leben gerettet. Die junge Frau hatte zwar schwerste Verletzungen erlitten, aber es bestand keine akute Lebensgefahr. Das war nur Zufall - die Gewaltorgie hätte auch anders ausgehen können. Die 23-Jährige musste operiert werden und war lange im Krankenhaus - noch heute fehlen ihr vier Zähne. Es wird noch dauern bis sie alles überwunden hat.

Aus den Dresdner Neuesten Nachrichten vom 17.06.2014

Monika Löffler

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